Wasserbecher aus Plastik hier, Plastikgeschirr für das Mittagessen to go da. Wir wissen alle, wie schwer es ist, nachhaltig zu handeln. Darum ging es am Tag der Nachhaltigkeit an der RiMS. 

Um das Thema Nachhaltigkeit für Jugendliche verständlich zu machen, organisierte die Richard-Müller-Schule am Donnerstag den sechsten, hessischen Tag der Nachhaltigkeit. Er befasst sich mit den Themen nachhaltiges Handeln, nachhaltige Produktion oder nachhaltiges Wirtschaften.

300 Kaffeebecher und 1300 Wasserbecher werden von den Schülern der RiMS in einer Woche verbraucht, was zu enormen Verschmutzungen des Schulgeländes geführt hat. Ein Anliegen, was Rektorin Claudia Hümmler-Hille besonders am Herzen liegt. “Das verträgt sich nicht mit unserem Erziehungsauftrag. Wir sollen, wollen und bereiten das Ziel, einer lebenswerte Zukunft vor. Wir bräuchten zwei bis drei Erden, um unserer Ressourcen dauerhaft zu sichern, leider haben wir aber nur eine. Ich denke, wir müssen daher im Kleinen anfangen,” sagte Hümmler-Hille.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, können die Schüler als Alternative zu den Plastikvarianten wiederverwendbare Kaffeebecher aus Baumharz ohne Kunststoffe mit aufgedrucktem Schullogo erwerben. Für die Trinkwasseranlagen gibt es außerdem  Trinkflaschen ohne Weichmacher, also “BPA-frei.”

300 Jahre “Nachhaltigkeit”

Unter dem Slogan “Genug für alle, für immer” wurde die Auftaktveranstaltung von Dr. Henning Smolka fortgeführt. “Das Wort Nachhaltigkeit feiert sein 300-jähriges Jubiläum. Aber was heißt Nachhaltigkeit genau? Es heißt: Wenn wir unserem Planeten mehr entnehmen, als er uns im gleichen Zeitraum zur Verfügung stellt, ist im nächsten Jahr weniger da,” erklärt Smolka. Mobilität, Ernährung und das Konsumverhalten der Menschen tragen zum globalen Fußabdruck bei. Vor allem unser Lebensmittelkonsum steht im starken Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. Sei es das Produkt selber oder die Verpackung, in welcher es steckt. 

Michael Krause, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Tegut erläuterte dabei die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Soziales. Es gehe darum, diese drei Säulen immer unter ein Dach zu bekommen, damit es von diesen getragen werden kann. Bei Tegut gebe es dafür Unternehmensleitlinien. Co2 als natürliches Kältemittel, regionale Produkte und der Verzicht auf Gentechnik sind nur wenige Beispiele. 

Nachhaltigkeit geht uns alle an

Zwischen den Vorträgen wurde die Veranstaltung von “The Richies” mit passenden Liedern begleitet. Stände von Greenpeace, Weltladen Fulda, Erneuer:Bar Fulda und viele mehr konnten den ganzen Tag besucht werden. Bei den Workshops haben sich die Schüler intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt.  

“Wir wollen dazu beitragen, dass unsere schöne Welt auch morgen noch schön ist. Dass sich etwas an unserem Bewusstsein ändert, ist vielleicht der nachhaltigste aller Schritte”, sagte Hümmler-Hülle, die das Thema auch weiterhin an der Richard-Müller-Schule aufgreifen möchten.

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