185 Kilometer, zu Fuß, von Fulda bis nach Wiesbaden, entlang des Jakobswegs. Im Januar 2019 treffen Adventureland Europe und ZORA aufeinander. Eva und Jan, die Adventureland Europe auf die Beine gestellt haben, möchten Menschen treffen, die hilfsbereit und mitfühlend sind; Diejenigen, die jeden Tag bereit sind, etwas Gutes zu tun, freiwillig und selbstlos. 

Die Wanderung steht im Zeichen des Vereines zur Unterstützung von Mädchen in Not e.V.. Ein hessischer Verein, der Mädchen und junge Frauen aller Nationen und Kulturen in schwierigen Situationen unterstützt.

Organisiert von zwei Wahl-Wiesbadenern, Eva und Jan, die mit dem Projekt „Adventureland Europe“ ihrem Traum von Hilfsbereitschaft, Bewegung und Menschlichkeit folgen. Der Fokus liegt nun 2019 auf Hessen.

“Sei dabei! Begleite uns auf einem Stück des Weges und zeig uns, wie viel Herz in dir und Hessen steckt. Dafür kannst du selbst wandern, Wanderer unterstützen oder deine eigenen Ideen teilen. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, ein paar Schritte mit uns zu machen. Jeder Schritt auf der Strecke steht für Hoffnung und Vertrauen:” Von Fulda wandert die Gruppe ab Samstag, 19. Januar erst mal nach Neuhof. Danach wandern sie 13 Tage lang weiter zur nächsten Etappe. Zuerst in Richtung Frankfurt, dann durch Mainz bis zum Ziel in Wiesbaden. Dort erwartet die Wanderer am Sonntag, 3. Februar, ein Abschluss-Event.

Natürlich möchten Eva und Jan die junge Generation ansprechen und freuen sich über Zuspruch. Die Tagesetappen sind zwischen 10 und 15 Kilometer lang. Die Übersicht der einzelnen Wanderstrecken und Uhrzeiten findest du auf der Webseite.

Besuch die Seite www.adventureland-europe.com und helfe mit. Von Hessen, für Hessen.


Wir haben mit den beiden Initiatoren, Eva und Jan, über die gemeinnützige Wanderung gesprochen.

Woher kommt ihr und was macht ihr, wenn ihr gerade nicht Europa zu Fuß durchquert?

Eva macht den Master Psychologie an der Fernuni Hagen, ich habe zehn Jahre bei einer Softwarefirma in Hessen gearbeitet. Dort habe ich Eva vor zweieinhalb Jahren auch kennengelernt. Jetzt bin ich freiberuflicher Journalist und Berater.

 

Wie kamt ihr auf die Idee, dieses Abenteuer zu beginnen und durchzuziehen?

Ich war schon immer ein großer Wanderfan und begann einen Blog mit Wanderberichten in abgelegenen Orten zu schreiben, wie Kirgistan, Alaska und Nordschweden. Dann kam der Wunsch, mit Eva eine längere Wanderung zu machen, und zwar den E1 (europäischer Fernwanderweg 1) von Norwegen nach Italien. Eva hatte bei dem Gedanken an Norwegen frieren müssen und meinte dann, sie würde den E3 von Bulgarien nach Spanien bevorzugen. Im Sinne des Gedankens des Jakobsweges und da uns positive Menschen interessieren, wollten wir dann auch nicht nur laufen, sondern auch helfen. So ist der Gedanke der Spendenwanderung entstanden.

Eva Kaznelson und Jan Kozlowski, zwei abenteuerlustige Menschen aus Deutschland, die Wert auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit legen.

Welche konkreten Ziele verfolgt ihr, und habt ihr schon viele davon erreichen können?

Das ursprüngliche Ziel war, zu zeigen, dass jeder Schritt zählt und jeder einzelne Mensch etwas verändern kann. Wir hatten vor, 7.200 Kilometer zu wandern und pro Meter 10 Cent für regionale Hilfsprojekte zu sammeln. Durch eine ungeplante Planänderung (Eva ist schwanger geworden) haben wir unsere Ziele angepasst. Wir wollen nun kürzere Etappen für einzelne Projekte wandern und vor Ort zeigen, welche tollen Aktionen gemacht werden.

 

Was habt ihr für 2019 geplant? Könnt ihr einige Themen erläutern?

Das erste, was wir geplant haben, ist eine Spendenwanderung durch Hessen. Hierbei unterstützen wir den Hessischen “Verein für Mädchen in Not e.V.”. Ein Ziel ist, gutherzige Menschen dazu zu bewegen, einige Kilometer mit uns zu gehen und je Kilometer 1 Euro zu spenden. Als Dankeschön gibt es eine kleine Geschenktüte und ein Aufkleber “Hessen mit Herz”. Das ist der zweite Teil der Aktion. Mit dieser “Auszeichnung” wollen wir die Hessen ehren, die selbstlos etwas Gutes tun. Hierüber werden wir dann auch eine kurze Reportage drehen. Ab dem 16. April sind wir zu dritt. Und ab September werden wir Europa weiter erkunden. Der Gedanke, etwas Gutes zu tun, steht weiterhin im Vordergrund, auch mit Kind.

Wann habt ihr Zeit, um eure Berufe auszuführen? 

Ich habe den großen Vorteil, dass ich Remote arbeiten kann, das heißt ich benötige keinen festen Arbeitsplatz. Ein Café mit Internetverbindung gibt es mittlerweile auch in den abgelegensten Ländern. Und Eva hat zwei Präsenzveranstaltungen pro Jahr, die Prüfungen kann sie nach Wahl in verschiedenen Großstädten Europas schreiben. Dadurch sind wir sehr flexibel, wofür wir super dankbar sind.

Inwiefern können wir als Außenstehende aktiv werden, um euch zu helfen?

Das ist der wichtige Punkt! Wir suchen noch Mitwanderer, die uns vom Startpunkt in Fulda in Richtung Neuhof begleiten. Die Spende ist freiwillig, in erster Linie ist es wichtig, dass wir zeigen, dass Hessen ein gutes Herz haben und dafür auch in Aktion treten. Der Bürgermeister Dag Wehner wird die Wanderung eröffnen, dann geht es los. Zweitens suchen wir die „herzlichsten Menschen“ der Städte und Gemeinden, denen wir das „Hessen Herz“ verleihen können. Hierzu hoffen wir, auch einige junge Menschen engagieren zu können, um zu zeigen, dass die Gutherzigkeit nicht ausstirbt.

Jeder Mensch hat Träume, was ist eure Traumvorstellung bezogen auf euer Vorgehen und Projekt?

Unser Traum dahinter ist, eine Bewegung zu starten. Ein erfolgreiches Projekt, um zu zeigen, dass es einfach ist, etwas Gutes zu tun und Menschlichkeit zu beweisen, europaweit, ohne Grenzen.

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