Es will einfach nicht wirklich besser werden in Fulda. Beim Fahrradklima-Test 2018 des adfc landet die Stadt wieder weit hinten. Dafür gibt’s gute Gründe – und die bereits seit Jahren.

Kann man diese Zahl in dem Sinne interpretieren, dass es für Fahrradfahrer in Fulda bergauf geht? Diese Woche hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (adfc) die Ergebnisse des Fahrradklima-Index 2018 veröffentlicht. Die Gesamtnote für Fulda: 4,24. Okay, immerhin etwas besser als bei der vorangegangenen Erhebung 2016 (4,3). Ein satter Sprung nach vorne ist das jedoch nicht. Und an den größten Problemen hat sich auch nichts geändert.

Unter sämtlichen Städten Deutschlands, in denen 50.000 bis 100.000 Menschen wohnen, belegt Fulda den 85. von 106 Plätzen. In Hessen schneiden nur acht ausgewertete Orte schlechter ab. Unwesentlich besser als beim vergangenen Fahrradklima-Test. Damals hatten 165 Fuldaer an der Befragung teilgenommen, dieses Mal mit 330.

Fahrradklima-Test 2018: Fuldas größte Probleme

Die Befragten nannten als die drei größten Probleme beim Radfahren in der Stadt die mangelnde Falschparkerkontrolle auf Radwegen (Note: 5,1), die Führung an Baustellen (5,0) und die Breite der Radwege (4,9). Alles nix Neues in Fulda.

Es gibt aber auch Punkte, bei denen die Stadt gar nicht mal so schlecht wegkommt. Die Wegweisung ist laut den Teilnehmern gar nicht so übel (2,9). Auch hinsichtlich Erreichbarkeit des Stadtzentrums und der Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer sind die Befragten recht zufrieden – jeweils Note 3,1.

Auch Verkehrsentwicklungsplan sieht Nachholbedarf

Was sind diese Ergebnisse jedoch wert? Repräsentativ dürften sie nicht sein. Der adfc schreibt dazu: “Das Konzept sieht vor, dass nicht ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung an der Erhebung teilnimmt (d.h. auch die Nichtradfahrenden), sondern ein möglichst breiter Kreis an Viel- und Gelegenheitsradfahrern.” Außerdem schwankt die Anzahl der geführten Interviews zwischen den einzelnen ausgewerteten Orten stark.

Wie die Fuldaer Zeitung berichtet, kommt auch der Verkehrsentwicklungsplan für 2018 bis 2035, den die Stadt bei Fachbüros in Auftrag gegeben hat, zu einem nicht besonders guten Urteil. Demnach hakt es in Fulda beim Ausbau der Radwege noch. Die Stadtverordnetenversammlung hat den Verkehrsentwicklungsplan und deren Maßnahmen laut dem Bericht mittlerweile verabschiedet. Der Magistrat erarbeite nun eine Prioritätenliste.[/

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