Vor einem Jahr haben wir Jennifer vorgestellt. Die junge Frau wohnt in Fulda und  wünschte sich nichts mehr als einen Begleithund, der ihr das Leben mit Behinderung etwas einfacher macht. Inzwischen lebt Simba bei ihr und wird zu ihrem künftigen Helfer ausgebildet. Wir haben den beiden einen Besuch abgestattet.

Jennifer Wehner liegt auf dem Sofa. Ihr Mitbewohner Simba, ein junger Australian Shepherd-Rüde, liegt auf seinem Platz und döst. Plötzlich geht Jennys Wecker los. Simba horcht, schaut sich um, läuft zu seinem Frauchen und stupst sie an. Als keine Reaktion kommt, springt er auf das Sofa und stupst intensiver, bis Jenny reagiert und ihm ein Leckerchen spendiert.


Simba muss Jenny im Alltag helfen

 

Jennifer schläft nicht, sie ist hellwach und beobachtet genau, ob Simba die Übung meistert. Denn das Wecken ist eines der Probleme, bei denen Jenny täglich Hilfe braucht. Sie ist auf beiden Ohren taub und auf Hörimplantate angewiesen. Doch ihre Implantate muss sie nachts abnehmen, kann also morgens keinen Wecker hören. Einen Vibrationswecker, wie er anderen Betroffenen gute Dienste leistet, habe sie erfolglos probiert. Simba dagegen soll nicht locker lassen, bis sein Frauchen endlich aufwacht. Doch das muss er erst mal lernen.


Ausbildung ist extrem teuer

 

Seit knapp zehn Monaten ist Simba jetzt bei Jennifer. In dem Hundezentrum Main-Kinzig-Kreis hat die junge Fuldaerin eine starke Unterstützng gefunden. Nach unserem Bericht entschied sich das Zentrum, ihr Simba zur Pflege überlassen. Kostenlos. Nur die Ausbildung ihres neuen Partners muss Jenny irgendwie finanzieren. Und die kostet etwa 15.000 Euro. Um die zusammenzubekommen, hat Jennifer vor einem Jahr einen Spendenaufruf gestartet, für den sie kontinuierlich kleine Aktionen mit Fuldaer Geschäftsleuten und Unterstützern vorbereitet.


Dass eine solche Ausbildung nicht immer einfach ist und viel Disziplin bedarf, hat Jenny inzwischen aber auch gemerkt. Denn gerade wenn die Gesundheit mal wieder nicht so mitspielt, ist es nicht immer einfach, sich zu motivieren. “In den letzten Monaten hatte sie einen kleinen Durchhänger”, erzählt Hundetrainerin Kerstin Köckert. “Das Training ging nicht so richtig voran, sie hat zu wenig mit Simba trainiert. Wir haben darüber gesprochen, sie auch begleitet und inzwischen hat sie riesige Fortschritte gemacht. Im Januar kommt Simba zur nächsten Trainingseinheit zu uns, und ich denke, im nächsten halben Jahr können wir seine Ausbildung abschließen.” Neben dem Wecken wird Simba dann zuverlässig das Telefon holen, wenn es klingelt, Türen öffnen, Gegenstände für Jenny aufheben, was ihr aufgrund des kaputten Gleichgewichtssinns schwer fällt, und Alarm schlagen, wenn etwas in der Wohnung nicht stimmt.


“Ich bin dankbar, dass Simba da ist”

 

Jenny legt ein Leckerchen auf Simbas Pfote und gibt ihm das Signal, es nicht anzurühren. Der Rüde schaut sie aufmerksam an, beachtet die Belohnung nicht, sondern bleibt ganz ruhig liegen. Erst als Jennifer bis zu ihrem Sessel gegangen ist, sich hingesetzt hat, bekommt Simba sein “Jetzt” und stürzt sich auf den Snack. Und Jennifer ist stolz, dass ihr Hund inzwischen so gut auf sie hört und sie verstanden hat, wie er tickt. “Ich bin wirklich froh und dankbar, dass Simba da ist”, sagt Jennifer. Jeden Tag sei sie lange mit ihm draußen unterwegs, was ihr auch selbst gut tue. Dank der Hilfe vieler Fuldaer, die Jennifer bei ihrem Wunsch unterstützt haben, hat sie die Summe für die Ausbildung fast zusammen. Fast, denn eine kleine Hürde ist es noch.

Um die zu überwinden, hat ihr Lieblingsclub Eintracht Frankfurt ihr ein Trikot mit Unterschriften aller Spieler zur Verfügung gestellt. Das soll jetzt verlost werden, und zwar unter allen Spendern, die Jennifer im Januar unterstützen.

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Wer eine Spendenquittung benötigt, der kann diese beim Verlag Parzeller telefonisch unter (06 61) 280 110 anfordern.

Du hast Fragen oder Ideen, wie du Jennifer unterstützen möchtest? Schreib uns unter redaktion@move36.de.toggle]

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