Wie schaffen wir die Barrieren in unseren Köpfen ab? Ein guter Weg ist, sie im realen Leben einzureißen. Ein Schritt auf diesem Weg soll der inklusive Treffpunkt “antons” in der Robert-Kircher-Straße werden – ein gemütliches Café von Menschen mit und ohne Handicap für Menschen mit und ohne Handicap.

Für unsere Dezemberausgabe haben wir Lea auf einer Tour durch Fulda begleitet und uns zeigen lassen, mit welchen Barrieren Blinde, Rollstuhlfahrer und alle Menschen mit Handicap im Alltag zu kämpfen haben. Dabei wurde vor allem eins deutlich: bauliche Hürden kann man beheben, die Hürden im Kopf lassen sich aber nur abbauen, wenn ein Miteinander eine Selbstverständlichkeit und keine Ausnahme ist.

Ein solches Miteinander soll im neuen inklusiven Treffpunkt in Fulda, dem “antons” entstehen. Seit Wochen wird in der Robert-Kircher-Straße gewerkelt und gebaut. Am 16. Februar soll das “antons” zum ersten Mal Gäste empfangen. Doch es ist eben kein gewöhnliches Café, das hier entsteht. Das Projekt des antonius Netzwerk Mensch setzt auf regionale Produkte und Produkte vom eigenen Hof. Die Tassen und Schüsseln wurden selbst getöpfert. Das allein ist noch nicht ungewöhnlich. Das Konzept des Ladens, die Umsetzung und der spätere Cafébetriebt wurde und wird gemeinsam von Jugendlichen mit und ohne Behinderung gestemmt. Ein Inklusionsprojekt, bei dem Inklusion wirklich Beteiligung bedeutet. Jeder übernimmt nach seinen Stärken Verantwortung für das, was hier entsteht.

Wie genau das aussehen soll, erzählt das Team selbst.

Später soll das Café auch mit Veranstaltungen einen Beitrag leisten, die Innenstadt bunter zu machen, zu beleben, zu gestalten.

Die große Eröffnung steigt am 16. Februar um 10 Uhr.

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QuelleFoto: Joscha Reinheimer
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Mariana Friedrich

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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.