Schlag gegen Rauschgifthandel im Internet. Bereits vergangenen Herbst hat die Polizei in Fulda den Händler “Mrsnickers” festgenommen. Der sitzt seitdem im Knast. Bei der Hausdurchsuchung fanden die Ermittler zudem kiloweise Silber und Gold.

Der Polizei ist in Fulda bereits im Herbst 2018 ein Schlag gegen einen Rauschgifthändler gelungen. Das schreiben die Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des LKA Baden-Württemberg und des Zollfahndungsamtes Stuttgart am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Händler soll unter dem Decknamen “Mrsnickers” zusammen mit weiteren Mittätern über verschiedene illegale Darknet- und Internetplattformen Rauschgift angeboten und verkauft haben.

Auf Darknet-Marktplätzen, wie dem zuletzt auf Betreiben der Strafverfolgungsbehörden abgeschalteten Wall Street Market, würden illegale Güter angeboten und verkauft , darunter Drogen, Falschgeld oder Schadsoftware, heißt es in der Mitteilung. Auch in Deutschland würden solche Markplätze im Darknet betrieben.

Durchsuchung in Fulda

Im Sommer 2017 zog sich der Tatverdächtige mit einer groß angelegten Betrugsmasche aus seinem illegalen Geschäft zurück. Er nahm zahlreiche Bestellungen gegen Vorkasse an, ohne jedoch das bestellte Rauschgift zu versenden. Durch diesen in der kriminellen Szene Exit-Scam genannten Betrug soll der 35-Jährige nochmals rund 200.000 Euro ergaunert haben.

Nach rund zwei Jahren identifizierten die Ermittler den Tatverdächtigen. Bereits im Oktober 2018 nahmen sie ihn mit Unterstützung der osthessischen Polizei in Fulda fest. Bei der Durchsuchung stellten sie 95 Kilogramm Silber, mehr als zwei Kilogramm Gold, ein Wertpapierdepot mit einer sechsstelligen Euro-Einlage sowie eine Vielzahl elektronischer Speichermedien mit rund 5,3 Terabyte Daten sicher.

Die Auswertungen untermauern den Verdacht, dass der 35-jährige deutsche Staatsbürger den illegal erwirtschafteten Gewinn teilweise in Edelmetall und Gelddepots angelegt hat. Seit seiner Verhaftung sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Er wird sich vor dem Landgericht Stuttgart wegen bandenmäßigen Rauschgifthandels verantworten müssen.

Artikel basiert auf Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und einer Gemeinsamen Ermittlungsgruppe.

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QuelleSilas Stein | dpa
Seit August 2016: Redakteur bei move36-Reportage // Oktober 2014 bis September 2016: Redakteur bei fuldaerzeitung.de // April 2013 bis September 2014: Volontär bei Focus Online // Master of Arts Journalismus (Johannes Gutenberg Universität Mainz) // Diplom-Volkswirt (Julius Maximilians Universität Würzburg)