[vc_row css=”.vc_custom_1521717006570{background-color: rgba(234,234,255,0.41) !important;*background-color: rgb(234,234,255) !important;}”][vc_column][vc_column_text]Wacht endlich auf! In Deutschlands Schulen geht es noch zu wie vor 100 Jahren. Während die Digitalisierung die Welt und ihre Strukturen durcheinanderwirbelt, müssen sich Schüler immer noch starres Wissen eintrichtern. Wie es anders geht, zeigte der Pädagogische Tag an der Otto-Hahn-Schule in Hanau.[/vc_column_text][vc_column_text]Sie werden kommen und unsere Welt durcheinanderwirbeln. Roboter – in welcher Form auch immer. Autos werden irgendwann selbständig über unsere Straßen fahren. Drohnen werden Hängebrücken bauen, ohne dass sie ein Mensch steuern wird.

Schon heute können Maschinen Dinge, die vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen sind. Dinge, die Menschen nicht schaffen und nie schaffen werden. Beispiel gefällig? Die schnellsten Rubik’s-Cube-Cracks bringen in wenigen Sekunden Ordnung in den Würfel. Sauschnell. Aber nicht schnell genug. Es gibt Maschinen, die benötigen keine Sekunde.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=TIJr4zQ8HnQ&feature=youtu.be” title=”Prof. Frank Thissen: “Sind noch in Schule, die aus Industriezeitalter kommt“”][vc_column_text]

Begrenztes Wissen vermittelt

Was das bedeutet, scheint klar. Maschinen werden immer mehr Aufgaben übernehmen, weil sie effektiver als der Mensch sind. Millionen Arbeitsplätze der Gegenwart werden von Robotern, die nie müde werden, besetzt. Wie viele Menschen am Ende ihren Job verlieren werden, lässt sich seriös nicht schätzen. Zumal Aufgaben in anderen Bereichen entstehen werden, in denen die Stärken des Menschen gefragt bleiben – Kreativität, Fürsorge, abstraktes Denken.

Die Schulen sind gefragt, um die Jugendlichen auf diese immer komplexere und sich stetig wandelde Welt vorzubereiten. Und was machen sie hierzulande? Laut Prof. Frank Thissen von der Hochschule der Medien in Stuttgart zu wenig. Derart äußerte er sich am Mittwoch auf dem Pädagogischen Tag der Otto-Hahn-Schule in Hanau.

„Unser standardisiertes Schulsystem ist eine große Hürde“, sagt E-Learning-Experte Thissen. „Die Schüler lernen dort für Prüfungen, erwerben begrenztes Wissen und es gibt immer die eine Lösung.“ Künftig sei Wissen zwar immer noch der Grundstock, wichtiger werde jedoch, Zusammenhänge erkennen zu können und eigene Lösungen zu kreieren. „Die 21st Century Skills werden gefragt sein.“[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1521723634238{background-color: rgba(207,247,244,0.32) !important;*background-color: rgb(207,247,244) !important;border-radius: 4px !important;}”]

Die 21st Century Skills

Kreativität

kritisches Denken

Informationskompetenz

Problemlösungskompetenz

Medienkompetenz

Kollaborationskompetenz

[/vc_column_text][vc_column_text]

Sonderfall Wutöschingen

Damit Schüler diese Fähigkeiten erwerben und trainieren können, muss sich das Schulsystem laut Thissen ändern. „Projektorientiertes, selbstgesteuertes Lernen wird wichtig“, sagt er. Er nennt das Beispiel einer Schule nahe Washington in den USA. „Dort lernen Schüler anhand von Projekten, die sie sich selbst ausgesucht haben. Die Lehrer sind Begleiter mit Expertise.“

Fragestellungen, wie sie sich die Schüler dieser Schule stellen, finden sich unter anderem auf der Webseite „School in the Cloud“. Wie viel Kultur ist universell? Warum wachsen uns nur zweimal Zähne? Sieht man die Scheinwerfer eines Autos noch, wenn es in Lichtgeschwindigkeit fährt. Die Schüler begeben sich selbständig auf Lösungssuche. „Das sorgt für eine höhere Motivation und bessere Ergebnisse“, sagt Thissen.

Schulen, die neue Wege gehen, gibt es auch in Deutschland – wenn auch noch wenige. Eine davon, die Alemannenschule, befindet sich in Wutöschingen in Baden-Württemberg. Dort gibt es keinen klassischen Stundenplan. Die Schüler lernen, was und wann sie wollen. Und es scheint zu funktionieren.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=x-wwMsXZkvk” title=”Die Alemannenschule in Wutösching (Bericht des SWR)”][vc_column_text]

OBCC classroom: Einsatz in Freiherr-vom-Stein-Schule

Dieter Umlauf ist im Landkreis Fulda, was Digitales Lernen und neue Lehrformen betrifft, Vorreiter. Er unterrichtet an der Freiherr-vom-Stein-Schule eine sogenannte Tabletklasse. Dabei setzt der Lehrer auf den Ansatz des Problemorientierten Lernens (Challenge Based Learning). „Das Schulbuch gibt ein Thema oder Problem vor, danach erarbeiten die Schüler eine eigenständige Lösung“, sagt Umlauf am Mittwoch in der Otto-Hahn-Schule. „Ich unterteile meine Klasse in Fünfergruppen und verteile fünf Rollen: Recherche, Kommunikation, Layout, Technik und Präsentation. Die Schüler profitieren gegenseitig von den Stärken der anderen.“

In der Praxis sieht das so aus. Statt die Stadt New York und deren Geschichte anhand von starrem Lehrmaterial kennenzulernen, sollten Umlaufs Schüler einen Stadtrundgang planen. „Die Jungs besuchten auf diese Weise die Bronx, die Mädchen planten eine Shoppingtour“, sagt Umlauf. „Sie waren engagierter und lernten mehr über New York, als wenn wir zum Beispiel ein Buch genutzt hätten.“

Pädagogischer Tag Otto-Hahn-Schule Hanau

Dieter Umlauf während seines Vortrags in der Otto-Hahn-Schule

Für den Unterricht nutzen Umlauf und seine Schüler die App OBCC classroom. Die Anwendung gibt es als Android- und als iOS-Version. Die Programmierer der OBCC – ein Tochterunternehmen des Verlags Parzeller – haben sie in Zusammenarbeit mit der Freiherr-vom-Stein-Schule entwickelt.

„Mit der App werden meine Schüler von Konsumenten zu Produzenten“, sagt Lehrer Umlauf. „Zu bestimmten Themen erstellen sie eigene E-Books, die mit Bildern, Videos und Ton angereichert werden. Diese E-Books können spätere Jahrgänge nutzen oder verändern.“[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=TkdIiKzLFIg” title=”Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule testen OBCC classroom”][vc_column_text]

Hochschule der Medien testet OBCC classroom im April

Dank OBCC classroom ist Umlauf nicht darauf angewiesen, dass jede Fünfergruppe einen eigenen Arbeitsraum in der Schule findet. „Die Schüler können an dem Projekt arbeiten, wo sie wollen. Ich kommuniziere mit ihnen über die App, bin praktisch an mehreren Orten gleichzeitig.“ Umlauf kann die Arbeiten seiner Schüler jederzeit einsehen, Vorschläge machen, Veränderungen vornehmen und anonym Noten geben. Die Schüler werden über Push-Nachrichten darüber informiert. Zudem hat Umlauf sein gesamtes Kursmaterial in die Cloud von classroom geladen und kann es dort verwalten.

Die App aus Fulda hat auch das Interesse vom Stuttgarter Hochschullehrer Prof. Thissen geweckt. Voraussichtlich im April sollen sich seine Studenten mit OBCC classroom auseinandersetzen. Für die OBCC ist das ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Optimierung ihrer App für das Lernen der Zukunft.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=ixTddQQ2Hs4″ title=”0,9 Sekunden für den Rubik’s Cube: Schneller als der schnellste Mensch”][vc_column_text css=”.vc_custom_1521716660736{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 2px !important;}”]Mehr zum Thema:

Wie OBCC classroom den Weg in die ersten Klassenzimmer findet, liest du hier:

OBCC Classroom: „Das kann keine andere Lernsoftware, die ich kenne“

So könnte Unterricht morgen aussehen – Schüler der Stein-Schule testen „OBCC classroom“

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