Die Fuldaer Jacqueline Bohrmann und Stephan Depta sind für ein knappes Jahr in Thailand unterwegs. Hier berichten sie von ihren Erlebnissen. Die ersten zwei Monate sind schon rum und mittlerweile haben die beiden den Nationalsport Thailands kennen gelernt und waren mehrfach beim Arzt.

Ein Text von Jacqueline Bohrmann

In den letzten zwei Wochen ist es etwas ruhiger geworden bei uns. Das liegt nicht nur am Wetter, obwohl es hier gleich mehrere Tage hintereinander immer wieder sehr stark geregnet und gestürmt hat. Ein richtiges Tropen-Gewitter war auch dabei. Es liegt vor allem an meinem Knie. Ich habe mir nämlich das Knie aufgeschlagen. An einem Hang bin ich auf Steinen ausgerutscht und habe mich mit meinem linken Knie aufgefangen, keine gute Idee. Weil am Boden, wie gesagt, Steine lagen, hat sich ein besonders fieser Stein in mein Knie gebohrt und ein recht tiefes Loch hinterlassen. Wir sind dann direkt zu einer Ärztin gefahren, die die Wunde – Achtung Wortwitz – verarztet hat. Seitdem humple ich mit einer Art Verband am Knie durch die Gegend.

So einen Verband musste Jacqueline mehrere Wochen tragen. Dazu gab’s Antibiotikum, um Infektionen zu vermeiden.

Mittlerweile wurde die Wunde mehrfach gesäubert und sieht schon wieder ganz gut aus. Normal gehen kann ich auch wieder. Trotzdem sprechen mich noch viele Thais auf mein Knie an und fragen ob ich einen Rollerunfall hatte. Da das hier sehr häufig vorkommt, nennen die Einheimischen die Verletzungen eines solchen Unfalls „Samui-Tattoo“ oder „Samui-Kiss“. So ein Andenken habe ich jetzt also auch, ganz ohne Roller. Weil wir aber immer wieder auf Unfälle angesprochen wurden, haben wir uns jetzt neue Helme gekauft, die unsere Köpfe im Zweifelsfall auch wirklich schützen können.

Mit neuen Helmen fahren Stephan und Jacqueline jetzt gut geschützt über die Insel.

Natürlich haben wir die letzten Wochen nicht komplett zu Hause verbracht, sondern haben uns, ohne weite Wege zu Fuß zurück zu legen, trotzdem ein bisschen was von Koh Samui angeguckt. Zum Beispiel waren wir im Jungle Club, einem Hotel hoch oben in den Bergen. Dort haben wir in der Bar etwas getrunken und den atemberaubenden Ausblick über die halbe Insel genossen.

Dann haben wir uns Muay Thai Kämpfe angeguckt. Die Kampfkunst ist Nationalsport von Thailand und schon Kinder kämpfen hier gegeneinander. Die Thais kommen bei den Veranstaltungen richtig aus sich heraus, feuern die Kämpfer und Kämpferinnen lautstark an und wetten auf den Sieger. Uns waren die Kämpfe ein bisschen suspekt und ganz schön brutal.

 

 

 

 

 

Beim Nationalsport Muay Thai kämpfen sowohl Kinder als auch Frauen gegeneinander.

Und wir haben unser Visum verlängert. Mit unserem Visum dürfen wir normalerweise zwei Monate am Stück im Land bleiben. Diese Zeit kann man im Immigration Office noch einmal um 30 Tage verlängern. Und weil uns die Insel hier echt gut gefällt, haben wir das auch gemacht.

Für unsere letzten vier Wochen auf Koh Samui haben wir noch einiges vor: Wir wollen uns mehrere Wasserfälle ansehen, ein Tierheim besuchen, auf die Nachbarinsel Koh Tao fahren, den Fußabdruck von Buddha bestaunen, durch den Nationalpark mit seinen vielen kleinen Inseln schippern und noch ein paar Strände testen. Gut, dass mein Knie fast schon wieder in Ordnung ist.

Fotocredit: Jacqueline Bohrmann

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