Seit Wochen Temperaturen über 30 Grad. So schön der Sommer auch ist: Es nervt! Denn die Hitze sorgt nicht nur für verschwitzte Klamotten.

Ein Text von Constanze Golbach

In der Region wurde mittlerweile Hitzewarnstufe zwei erreicht. Das heißt: Temperaturen bis zu 38 Grad. Was tagsüber gerade so erträglich ist, wird nachts schnell zur Qual. Schlafen fällt schwer und ist alles andere als erholsam.

Die anhaltende Trockenperiode ist nicht nur eine Belastung für uns, sondern auch für die Umwelt. Grillabende mit Freunden im Freien sind verboten. Im Wald kann eine weggeworfene Zigarette oder die Reflexion einer einfachen Glasflasche zu Waldbränden führen. Für unsere Feuerwehren bedeutet der krasse Sommer: immer im Einsatz. Ein brennender Dachstuhl in Bad Salzschlirf oder ein in Flammen stehender Lkw auf der A66 fordern die Einsatzkräfte doppelt. Zu den heißen Flammen kommt die extra Wärme von außen dazu. Im Feuerwehranzug kein Spaß. Ein paar Einsatzkräfte kollabierten unter der Belastung.

Fische drohen zu ersticken

Fehlender Niederschlag zeigt sich auch in Seen und Flüssen. Geregnet hat es seit Wochen nicht oder nur in geringen Mengen. Daher zieht der Landkreis erste Konsequenzen und verordnet ein Verbot zur Entnahme von Wasser aus öffentlichen Seen, Flüssen und Bächen. Niedrigwasser nimmt Pflanzen und Tieren den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage. Je wärmer das Wasser, desto weniger Sauerstoff befindet sich in ihm. Viele Fische müssen daher umgesiedelt werden. Ansonsten drohen sie zu ersticken.

Es sind nicht nur die Wasserbewohner, die leiden. Auch Vögel und Insekten sind betroffen. Mit Wassertränken können wir den Tieren helfen, sich abzukühlen.

Klar scheint: Die Trockenzeit hat bald ein Ende. Doch sie wird Spuren hinterlassen.

Fritten werden teurer

„Durch die Wärme mussten Weizen, Roggen und Hafer notgeerntet werden“, so Dr. Hubert Beier, Geschäftsführer des KBV Fulda. Die Kartoffelernte sei am schlimmsten betroffen – Verluste von bis zu 50 Prozent werden erwartet. Das Resultat: wenige Kartoffeln, höherer Marktpreis und teurere Fritten. 

Die Viehbauern trifft die Dürre besonders heftig. Da auch die Wiesen ausgetrocknet sind, müssen Rinder anderweitig gefüttert werden. Wenn jetzt auch noch die Maisernte ausfällt, wird es richtig teuer für die Bauern. Um diesen Kosten zu entgehen, werden die Rinder früher geschlachtet. 

Probleme bei der Ernte, dürften die Preise für Obst, Gemüse, Milch und Getreideprodukte in die Höhe schießen lassen.

Kein Grund zur Panik

Gehen wir in die Getränkemärkte, finden wir teilweise leere Regale vor. Das ist ungewohnt, aber kein Grund zur Panik. „Eine Gefahr, dass uns das Mineralwasser ausgeht, besteht nicht. Das geringe Angebot in den Märkten ist dem hohen Verbrauch geschuldet,“ sagt Peter Seifert, Verkaufsleiter bei Förstina. Die Mitarbeiter legen zusätzliche Schichten ein, damit die Nachfrage gedeckt wird.

Aus einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” vom 2. August geht hervor, dass langfristig keine Gefahr besteht, dass es an Wasser fehlen wird. Das Grundwasser speichere einen ordentlichen Vorrat, womit wir über die Sommermonate hinweg versorgt sind. Sparsam mit Wasser umzugehen, schadet dennoch nicht. Egal ob es heiß oder kalt ist.

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QuelleFoto: pixabay
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Praktikant move36

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