“Das wird ein Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten, wie er bisher nur Studenten vorbehalten war”, so Steffen Kempa, Geschäftsführer bei Pings, dem Projekt des Kolpingwerks für Jugendwohnen. Am Donnerstag wurde das Richtfest auf Deutschlands erstem Azubi-Campus gefeiert. Ein Projekt, das zukunftsweisend für die gesamte Region ist, wie alle Beteiligten betonen. 

Pings-Geschäftsführer Steffen Kempa möchte wieder mehr Wertschätzung für Azubis.

“Das ist der erste Hotspot für alle Azubis der Region, ein Leuchtturm für die Ausbildung in der Region und den Ausbildungsmarkt in ganz Deutschland”, so Pings-Geschäftsführer Steffen Kempa am Donnerstag beim Richtfest auf Deutschlands erstem Azubi-Campus. Die Betonung liegt auf alle – denn der Azubi-Campus in der Liobastraße wird nicht nur für jene nutzbar, die dort wohnen. Wirklich alle Azubis der Region können hier lernen, sich austauschen, feiern oder einfach chillen. Ebenso die benachbarten Winfriedschüler. Das Kolpingwerk unterstütze bereits seit 150 Jahren Azubis und habe hier eine lange Tradition, sagt Kempa. Alle Infos über Pings findest du hier.

OB Heiko Wingenfeld betonte, wie zukunftsweisend der Azubi-Campus für die gesamte Region ist.

“Haben wir den Blick dafür verloren, wie wichtig es ist, Azubis zu unterstützen?”, fragte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Er sei daher dankbar für die Ideengeber des Kolpingwerks. “Es wäre hier Vieles vorstellbar gewesen, zum Beispiel Eigentumswohnungen”, so Wingenfeld weiter. Doch dieses Projekt sei zukunftsweisend für die gesamte Region.

 

Landrat Bernd Woide bedankte sich zuerst bei den vielen Handwerkern für ihren Einsatz.

Auch Landrat Bernd Woide (CDU) betonte, dass hier neue Wege beschritten würden, die vorher noch niemand gegangen sei. “Es geht darum, junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern – und ich meine damit ausdrücklich nicht ein Studium.” Rund 100 Leute feierten, dass der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt ist. Dabei auch die vielen Handwerker, an die Woide einen besonderen Dank richtete. Auch Steffen Kempa zeigte sich begeistert, wie fix das bisher über die Bühne ging und dass vor Weihnachten noch das Richtfest begangen werden konnte.

Bereits im September hat move36 umfassend im Magazin über neue Wohnprojekt für Jugendliche in Fulda berichtet, unter anderem über das Pings. (Hier findest du alle Projekte.) Bei der Konzeption des Azubi-Campus habe man sich bei den “Profis im Silicon Valley” orientiert. “Privates und Berufliches zu kombinieren, spielt eine immer bedeutendere Rolle. Im Pings wird es zum Beispiel unterschiedliche Themenräume wie einen Musik- und Proberaum, einen Playroom mit Kicker oder Billard und einen Stadionraum mit Leinwand zum Fußballschauen geben”, so Michael Igelmann vom Kolpingwerk, der sich um die Organisation des Baus kümmert. Darüber hinaus soll’s zum Beispiel einen Beach-Volleyballplatz, Street-Basketballplatz und eine Tischtennis-Area geben.

So soll der Azubi-Campus aussehen:

pings, Kolping, Azubi-CampusDie Idee dazu entstand ungefähr 2014, als die Frage aufkam, wie das Lioba-Areal genutzt werden sollte. Bis Ende 2013 wohnten dort noch 120 Senioren im Liobaheim, die dann in einen Neubau umgezogen sind. 2016 wurde schließlich der Vertrag zwischen dem Kolping-Diözesanverband und dem Landkreis Fulda geschlossen. Der Landkreis investiert gut 12,5 Millionen Euro in dieses einzigartige Projekt. Im Frühjahr 2019 sollen die ersten Azubis hier einziehen, insgesamt können hier rund 120 wohnen. Der Andrang ist bereits jetzt riesig, wie Steffen Kempa berichtet.

Von links: Josef Richter, Steffen Kempa (beide Kolping-Diözesanverband Fulda), CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Landrat Bernd Woide, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.