Überfüllte Straßen, von Abgasen getränkte Luft, Lärm – wie verwirklichen wir die Mammutaufgabe Verkehrswende? Jedenfalls ist sie nicht nur Sache des Staates, sondern auch jedes einzelnen von uns. Sharing ist eine von vielen Lösungen. Während der Nachhaltigkeitswoche in Fulda haben sich zwei gefunden, die hier nun kostenlosen E-Lastenräder etablieren wollen – mithilfe einer Crowdfunding-Aktion über Startnext Karla Stoltzmann studiert seit 2018 Soziale Arbeit in Fulda. In Heidelberg, wo die 21-Jährige vorher gewohnt hat, ist sie das erste Mal ein Lastenrad gefahren – ein Fahrrad mit Stauraum, um Lasten zu transportieren. In Heidelberg sei das Sharing-System schon lange etabliert, die Räder würden intensiv genutzt, sagt sie. Der Startschuss für die Idee ist auf der vergangenen Nachhaltigskeitswoche Anfang des Jahres gefallen. Bis dahin ist Karla vor allem beim Foodsharing aktiv gewesen. Das möchte die junge Frau populär machen – vor allem außerhalb des Studi-Kosmos’. Deshalb hatten Karla und andere Studis auf der Nachhaltigkeitswoche einen Stand zu diesem Thema.

Lastenrad-Projekt, Verkehrswende Fulda

Studentin Karla und Amata von der Verkehrswende Fulda möchten kostenlose E-Lastenräder für die Stadt.

Hier lernte sie Amata Schneider-Ludorff von der Verkehrswende Fulda kennen. Schnell wuchs bei ihnen die Idee: Wir brauchen Lastenräder für Fulda, die jeder nutzen kann. Der Hintergedanke ist klar: Umweltschutz und reduzierter Stadtverkehr. “Unser Ziel ist ein kostenloses E-Lastenrad in jedem Stadtteil”, so Karla. Rund 8000 Euro mit allem drum und dran, auch die Kosten für das Sharing-System im Netz, veranschlagen sie pro Bike. Amata von der Verkehrswende freut sich über dieses Engagement. “Es ist total super, dass wir jetzt von Jungen unterstützt werden”, betont sie.

Mehr Respekt im Verkehr

Neben dem dichten Verkehr haben die beiden ein weiteres Problem in Fulda ausgemacht. Hier herrsche noch viel Aggressivität zwischen Rad- und Autofahrern, sagen sie. “Ich bin in vielen Städten – auch im Ausland – Rad gefahren, doch hier habe ich das besonders wahrgenommen”, so Amata. Es gebe fast keinen Radweg, auf dem sie zügig und sicher fahren kann. Doch die Lösung sei nicht allein der Ausbau von Radwegen, sondern auch ein respektvollerer Umgang aller Verkehrsteilnehmer. Um ihr Lastenrad-Projekt zu pushen, haben sie nun eine Crowdfunding-Aktion unter dem Titel “Radeleih” gestartet – samt eines Videoclips, der diese Nachhaltigkeitsinitiative stützen soll. Diese kannst du hier unterstützen und weitere Infos über das Projekt nachlesen.video link=”https://youtu.be/15eMI9rNkzc”]

move36 war außerdem beim Videodreh dabei:

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