Björn Wettels war schon als Baby Mitglied im Rhönklub Florenberg. “Kurz nach meiner Geburt hat mein Opa mich angemeldet”, erzählt der 21-Jährige. Als Kind hat er viel Zeit im Kreise des Vereins verbracht, in dem seine Eltern schon lange engagiert sind. Seit drei Jahren übernimmt auch er Verantwortung: Als Jugendwart betreut er circa 100 Kinder und Jugendliche. Der Edelzeller brennt für sein Ehrenamt und will junge Leute überzeugen: “Rhönklub ist nicht nur Wandern!”

Ein Text von Jessica Vey

Wenn Björn Wettels von den vielen Aktivitäten der Wanderjugend des Rhönklub-Zweigvereins Florenberg erzählt, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Er zählt etliche Aktionen auf, die er mit der Gruppe erlebt und verwirklicht hat: beispielsweise den Garten der Sinne oben auf dem Florenberg, dem Hausberg des Vereins.

Dort, am Klangspiel, spitzt Björn die Ohren. Dünne Rohre und Stangen aus Metall, Plastik und Holz hängen hier dicht nebeneinander, so dass sie beim Aneinanderstoßen Melodien erzeugen. Der Edelzeller hebt ein abgerissenes Element vom Boden auf: “Vandalismus gibt es immer wieder. Das reparieren wir”, sagt er, aber ohne Zorn. “Es ist schade, aber verhindern können wir so etwas nicht.”

Auch den Barfußpfad wollen die Jugendlichen wieder auf Vordermann bringen. Jetzt, wenn es draußen wärmer wird und Besucher auf den Florenberg kommen. Den Garten der Sinne haben sie vor sieben Jahren errichtet, dort stehen außerdem Spielgeräte und das Ehrenmal des Rhönklubs.

Allein mit der Errichtung des Gartens ist es nicht getan. “Dreimal im Jahr müssen der Rasen gemäht und die Hecken  geschnitten werden”, erklärt Björn. Auch die vielen Sitzbänke halten die Jugendlichen in Schuss. Der Garten soll noch erweitert werden. “Ich könnte mir ein Insektenhotel gut vorstellen.”

Die Jugendgruppe des Rhönklubs kümmert sich außerdem um 30 Vogel-Nistkästen rund um den Florenberg und hat eine Bachpatenschaft übernommen. Regelmäßig wird ein Bereich des Gewässers Werenau zwischen Pilgerzell und Engelhelms von Unrat befreit. “Rhönklub ist nicht nur Wandern, sondern auch Naturschutz”, betont der 21-Jährige, der von sich sagt, ein großer Naturfreund zu sein. “Wir erhalten die Natur. Manchmal schaffen wir auch etwas Neues.” Beispielsweise, wenn sie Bäume pflanzen.

Auf dem Florenberg finden außerdem Veranstaltungen statt: das viertägige Bergfest und die Nacht der Poesie mit einem Konzert. Veranstaltungen – das ist ein gutes Stichwort. Circa 15 Events finden im Jahreskalender der Jugendgruppe statt und werden von Björn Wettels und seinem Team organisiert. Zum Jugendbeirat gehören seine Schwester Sabrina sowie Isabell Alt und Kilian Schneider.

Der Höhepunkt im Jahreskalender der Wanderjugend sei eindeutig das Zeltlager. Wenn der 21-Jährige davon erzählt, leuchten seine Augen. Er denkt sich immer etwas Neues aus, um die zirka 70 Jugendlichen und Kinder, die daran teilnehmen, zu begeistern. “Der Spaß steht im Vordergrund”, sagt er. Doch dahinter stecken viele Stunden Organisationsarbeit, die Björn neben seinem VWL-Studium in Schmalkalden leistet. “Da bin ich schon manchmal sehr ausgebucht.” Die Mitglieder der Wanderjugend sind zwischen 6 und 17 Jahre alt. Er ist einer der Ältesten.

Doch der 21-Jährige hat bereits die Zukunft der Wanderjugend im Blick. “Irgendwann engagiere ich mich vielleicht in einem anderen Bereich im Verein – als Wander- oder Wegewart. Das würde mich interessieren. Deshalb führe ich aktuell die 17-Jährigen an die Aufgaben des Jugendwartes heran. Sie übernehmen jetzt nach und nach immer mehr Verantwortung”, erklärt er. “Es ist schön, dass Jüngere nachkommen. In anderen Vereinen lässt das ja leider sehr nach.”

In der Wanderjugend hat er schon tolle Momente erlebt. “Die Gemeinschaft dahinter ist toll. Im Rhönklub zu sein, macht mir unglaublich viel  Spaß. Ein Ende meines Engagements ist erstmal nicht in Sicht.”

So funktioniert die Abstimmung

  • Unsere 15 Nominierten werden in den nächsten Wochen in der Fuldaer Zeitung und auf move36.de vorgestellt. Die Liste aller Nominierten findest du hier.
  • Per Onlinevoting wählen Leser und die Jury  ihre Favoriten.
  • Der Sieger wird am 29. Mai im Lokschuppen in Hünfeld verkündet.
  • Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert. Doch jeder der Nominierten wird in jedem Fall ein kleines Dankeschön in Höhe von 100 Euro bekommen.

Das hat die Siegerin des ersten Jugendpreises mit ihrem Preisgeld gemacht.

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.