Kein Altstadtfest? Was ist da los im Bermudadreieck?

Kein Altstadtfest? Was ist da los im Bermudadreieck?

Nix los in der Innenstadt – das ist ein Urteil, das man immer wieder über Fulda hört. In diesem Jahr steigt zumindest ein Fest weniger als sonst: Das Altstadtfest am Bermudadreieck wird in diesem Jahr nicht stattfinden. 

“Das Altstadtfest findet in diesem Jahr nicht statt, weil sich keiner fand, der es machen wollte. Dazu zähle ich auch mich”, sagt Jochen Köhler, 38, der neben den Bettenhäusern “Living Night” auch die Altstadt leitet. Keiner? Das klingt nach einem Trauerspiel. Sind sich die Wirte im Bermudadreieck nicht mehr grün? Bestätigen sie das Urteil über Fulda?

“Nein, das ist nicht das Problem”, sagt Andreas Muhl, der Knips der Friseur, die Cafébar 22 und das Schöppchen leitet. “Wir haben hier ein Topverhältnis, helfen uns gegenseitig aus und sind eine gute Gemeinschaft.” Der 44-Jährige hatte in den vergangenen Jahren das Altstadtfest organisiert, vor ihm lag die Federführung bei Jochen Köhler. “Ich habe es schon vier- oder fünfmal übernommen”, sagt Andreas. “Aber der Aufwand ist nicht ohne, die Bürokratie wurde von Jahr zu Jahr mehr. Deshalb habe ich vergangenes Jahr gesagt, dass ich es nicht mehr schaffe.”

Ein Highlight im Bermudadreieck

Das Altstadtfest habe sich in den vergangenen Jahren schon zu einem echten Anlaufpunkt entwickelt. “Wenn ich fünf Jahre zurückdenke, da war das noch ein reines Bierwagenfest”, erinnert sich Jochen Köhler. Im vergangenen Jahr feierte die ganze Straße mit den Mambo Kingx eine ausgelassene Party.

Nachdem er im vergangenen Jahr angekündigt habe, das Fest nicht mehr veranstalten zu können, habe er abgewartet, ob ein anderer Gastronom die Initiative ergreift. Normalerweise besprechen die Nachbarn das im Frühjahr in der Wirterunde, die aber in diesem Jahr ebenfalls ausfiel. Und so kam man gar nicht dazu, über das Thema in Ruhe zu sprechen. “Das Interesse der anderen kam dann zu spät, um es für August auf die Beine zu stellen. Das ist durchaus schade für alle Beteiligten, für uns Wirte und die Gäste. Aber es ist auch nachvollziehbar, weil es schon ein Batzen Arbeit ist”, sagt Muhl.

“Das Fest ist ja von den Wirten selbst organisiert und sollte immer ohne Eintritt sein. Das wird aber mit den steigenden Anforderungen schwieriger”, erklärt Andreas Muhl eines der größten Probleme. Bereits im vergangenen Jahr sei vom Ordnungsamt angemerkt worden, dass ein Sicherheitsdienst engagiert werden müsse. Auch Rucksackkontrollen seien inzwischen ein Thema. “Dazu müssten wir aber alles absperren, und es würden zusätzliche Kosten entstehen. Das ist dann ohne Eintritt nicht mehr leistbar.” Die Zeiten, in denen ähnliche Feste einfach organisiert werden könnten, sei vorbei, ist sich der Unternehmer sicher.

Großer zeitlicher Aufwand

Hier die Intitiative zu ergreifen, das überlegen sich die Gastronomen da schon zweimal. 70 Stunden und mehr reiner Organisationsaufwand müsse einkalkuliert werden. Und das auf mehrere Schultern aufzuteilen, sei kaum möglich. “Man kann halt auch nicht sagen, wir veranstalten es alle gemeinsam. Die Unterschrift muss nun mal einer leisten, die Rechnungen müssen auch über einen gehen, weil es sonst Chaos gibt.” Und jeder der ansässigen Wirte habe immerhin ein Geschäft zu führen.

Trotzdem soll das Altstadtfest nur ausgesetzt, nicht ganz gestorben sein: “Ich finde, das Fest hat einen besonderen Charme”, sagt Jochen Köhler. Kaum war klar, dass es mit dem Fest in diesem Jahr nichts wird, habe er mit Florjan Kamberi, Geschäftsführer von Seven Days und Besitzer der Goldnen Krone, beschlossen, die Planung für 2018 anzugehen.

Festival oder Kleinkunst – was geht am Wochenende?

Festival oder Kleinkunst – was geht am Wochenende?

Wir picken uns jede Woche die Events aus den Veranstaltungskalendern der angesagtesten Clubs und Bars in Fulda heraus, damit du weißt, was du am Wochenende nicht verpassen darfst. Noch mehr Veranstaltungen findest du in unserem Event-Kalender.

Party

Im Tonica-Steinbruch heißt’s am Freitag schon zum siebten Mal: Steibruch-Rockt! Bands wie “Password Monkey” oder “Smoke the Sky” aus München bringen den Tonica-Steinbruch mit ihren Sounds zum Rocken.

Date: Freitag, 04. August
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 5 Euro, mit Steinbruch-Rockt!-Flyer nur 4€

Am Freitag steigt wieder die legendäre HOT Summer NIGHT auf dem Sportplatz in Kerzell. Ab 21 Uhr legt DJ Mäh altbekannte Hits sowie die neusten Charts auf und sorgt für eine sommerliche Partystimmung.

Date: Freitag, 04. August
Beginn: 21 Uhr

HOT Summer NIGHT | Kerzell

90er Party am Rhönstrand des Guckaisees – los geht’s ab 20 Uhr. Für die passenden Hits der 90er sorgt DJ Marc z aka soundgame.

Date: Samstag, 05. August
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei

Kunst und Kultur

Am Samstag findet im Museumshof der Fancy Firlefanz statt, eine bunte Mischung aus Flohmarkt, Kunst, Kultur und Kuchen. Schlendere durch den Museumshof, und entdecke, was die Kunstszene Fuldas zu bieten hat.

Date: Samstag, 05. August
Beginn: 10 Uhr bis 19 Uhr
Eintritt: 3 Euro, mit Eintritt ins Vonderau-Museum

Fancy Firlefanz

Theater

Sommerkino im Museumshof – “Florence Foster Jenkins”. Karten bekommt ihr im Vorverkauf für 7 Euro in den Filialen der Fuldaer Zeitung in der Frankfurter Straße 8 und am Peterstor 18. Genieße den Film vor Filmstart, der erst am 10. August im CineStar im Fulda zu sehen sein wird.

Date: Sonntag, 06. August
Beginn: 21:30 Uhr
Eintritt: 8 Euro, Vorverkauf bei der Fuldaer Zeitung

Das Rhön Rock Open Air – Die Geburt eines Festivals

Das Rhön Rock Open Air – Die Geburt eines Festivals

Schon manches Festival wurde so geboren: Aus einer Spinnerei bei ein paar Bierchen erwachsen konkrete Pläne, und schwuppdiwupp stehen Bühnen, Zelte und Getränkewagen auf einem Acker. Oliver Vogt und Mirko Heiß ziehen am 18. und 19. August das erste Rock-Open-Air in Hünfeld-Oberfeld hoch – move36 ist als exklusiver Medienpartner dabei. Natürlich kannst du bei uns Tickets gewinnen.

„Hier ist nix los! Man müsste hier mal was aufziehen!“ Dieser Meinung sind wahrscheinlich nicht nur die Hünfelder Oliver Vogt und Mirko Heiß. „Die Stadt ist Ödland in Sachen Livemusik“, findet Oliver schon lange. Wer die beiden sind? Zwei Musikbegeisterte, die sich nicht unbedingt gesucht, aber gefunden haben. Mirko, 26 und frisch gebackener Papa, betreibt mit zwei Kollegen die Chickeria in Hünfeld, wo sich Oliver (51) regelmäßig mit Freunden auf ein paar Bierchen trifft. Irgendwann sitzt auch Mirko dabei, dessen Schwiegervater einer der besten Kumpels von Oliver ist.

So kommt eins zum anderen. Nicht nur in Sachen Musik harmonieren die beiden. „Wir ticken gleich“, sagt Mirko. Nach vielen Spinnereien, Gesprächen und Bieren macht Oliver die klare Ansage: „Weißt du was? Viele schwätzen immer nur, wir packen das jetzt an.“ Und so rufen sie die Rhön Rock Events ins Leben.

Das Orga-Team von links: Mirko Heiß, Nicole und Oliver Vogt und Manuel Klamt

Der Battle of the Bandz war ihr erstes Event im März im Hünfelder Lokschuppen und kam super an. Aber Oliver und Mirko wollen mehr, mehr Rock – und das Open Air. Und so laufen parallel die Planungen für Hünfelds erstes Festival an. „Das soll einfach eine richtig schöne Feier mit geiler Musik und tollen Leuten werden“, sagt Oliver. „Ein sehenswertes Ereignis mit großartigen Bands und geiler Location – und das direkt vor der Haustür“, so Mirko. Mit rund 2000 Besuchern kalkulieren sie, und es soll keine einmalige Sache bleiben. „Wir wollen das Ding etablieren“, betont Oliver.

Die Suche nach einer nahen Location gestaltet sich nicht einfach, bis Oliver einem befreundeten Landwirt, Harry Schaum, von seinem Vorhaben erzählt. „Pass auf Alter, kein Problem, ich habe hier drei Hektar Grundstück“, löst Harry das Problem. Platz wäre hier für weit mehr Leute, aber noch steckt das Event ja in den Kinderschuhen.

Über Hessen hinaus bekannt

Damit war es längst nicht getan. Ohne Genehmigungen der Behörden bleiben dröhnender Rock und feiernde Langhaarige auf einer Wiese vor der Stadt nämlich nur Fantasie. „Im Dezember hatte ich ein langes Gespräch mit unserem Bürgermeister Stefan Schwenk, er war angetan von unserer Idee“, so Oliver. Als ehemaliger DJ habe Schwenk ein offenes Ohr für Musikbegeisterte. Auch die Naturschutzbehörde habe rasch ihr Okay gegeben. Oliver und Mirko wollen so wenig Müll wie möglich verursachen. So gibt es auf dem Gelände ein Glasverbot, und alle Getränke werden in Mehrweg-Bechern ausgegeben.

Das Rhön Rock Open Air ist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt – durch Bands wie dem Headliner Bonfire aus Ingolstadt oder die Pussy Sissters aus Karlsruhe, die fleißig Werbung auf Facebook machen. Vorher kein Facebook-User, ist Oliver jetzt begeistert, was Social Media für eine Aufmerksamkeit erzeugen kann. Zuletzt konnte er noch Paranoid Pictures aus Hamburg fürs Line-up gewinnen, die für eine satte Portion Grunge Rock im Stil von Nirvana sorgen.

“Eine gesunde Mischung aus new, old und bekannt”

„Aber wir wollen auch lokalen Künstlern eine Plattform bieten“, betonen die Veranstalter. So zum Beispiel der Hünfelder Heavy-Metal-Band Veion, der Stoner-Rock-Band Crimsen Oak aus Fulda oder den Jungs von FA/KE, die schon seit 20 Jahren den Altrockern von AC/DC Tribut zollen. „Das wird eine gesunde Mischung aus new, old und bekannt“, so Oliver. Fetzige Gitarrenriffs, derbe Drums und verruchte Stimmen garantiert. Für das Know-how in Sachen Musik hat Oliver einen Kumpel, Manuel Klamt, an Land gezogen.

Auch Olivers Frau Nicole ist voll in die Planung involviert. Sie habe sich nach und nach dafür begeistern lassen, erzählt ihr Mann, und kümmert sich jetzt um Bandbetreuung, Booking und Merchandise. Natürlich gebe es im Hintergrund noch viele kleine Helfer. So machen auch Olivers Kinder fleißig Werbung und tragen die Rhön-Rock-Shirts. Die Unterstützung aus ihrem Umfeld sei überragend, lobt Mirko.

“Wenn wir Verlust machen, war’s eine Spende”

Nun sind sie in der heißen Phase der Planung. Ein paar Specials wie beispielsweise Bullriding soll es geben, „aber es soll auch kein Spielplatz werden“, sagt Oliver. Vor allem Werbung, Werbung, Werbung steht auf dem Programm. Und Tickets verkaufen. Das Festival haben die beiden aus ihren Hosentaschen finanziert, sie wollen keinen Gewinn daraus schlagen. Eine schwarze Null reicht ihnen völlig. „Wenn wir Verlust machen, war’s eine Spende für den Landkreis“, so Oliver. Was sie nicht davon abhalten wird, weitere Rhön Rock Events in und um Hünfeld zu organisieren. So ist zum Beispiel für die Weihnachtszeit ein Christmas Rock angedacht.

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Ein gutes Ende für das „Schlammfest“

Ein gutes Ende für das „Schlammfest“

30.07. Ein gelungener Abschluss

Es ist doch noch gutgegangen: Das Burg Herzberg Festival konnte nach anfänglichem Regen, Schlamm und Chaos am Wochenende in Sonne baden. So wurde die größte – und erstmals ausverkaufte – Hippie-Versammlung Europas wieder ein Erfolg, wenn auch verspätet.

Dass es so kommen würde, hatte sich Katja Schmirler vom Veranstalter-Team sicher nicht träumen lassen. Als sie vor knapp zwei Wochen mit dem Aufbau begann, schien die Sonne. Erst als die Bühne aufgebaut war, begann der Dauerregen. Das Festivalgelände, sonst eine Pferdekoppel, gab der Nässe gleich nach. „Das ist ein freies Naturgelände ohne festen Untergrund. Manche Stellen konnte man durch Schwerlastplatten stabilisieren aber nicht alle“, sagt Schmirler.

So wurden viele Fahrzeuge nicht auf die Campingflächen gelassen, sie drohten im tiefen Schlamm festzustecken – was in den sozialen Netzwerken für manche Kritik sorgte. „Jedes andere Festival kommt damit besser klar“, war dort zu lesen, oder „Ihr nutzt doch die gutgläubigen Hippies aus“. Vorwürfe, die aber nicht die Mehrheitsmeinung widerspiegeln.

Schließlich sorgten die Veranstalter schnell für Ausweichflächen auf Waldwegen und ein zweites Campingareal in Breitenbach mit ständigem Shuttleservice. So konnte sich die Situation gegen Samstag beruhigen und das wahre Festivalleben beginnen. Und das sieht etwa so aus: Morgens genießt der gediegene Hippie seinen Chai-Tee im Bücherzelt, schlendert anschließend zur Straßenmusik des Herzberg-Urgesteins „Klaus der Geiger“ über die Festivalwiese und macht dann beim Festivalyoga mit.

Gegen Mittag kann er an einem Gitarrenkurs teilnehmen und nachmittags einem Poetry Slam lauschen. Abends geht es dann vor eine der drei großen Bühnen, um den Musiklegenden ebenso wie den jungen Talenten zuzujubeln. Danach wird noch ein Abstecher zu den unzähligen inoffiziellen Bühnen gemacht, die immer für eine musikalische
Überraschung gut sind.

“Regen und Staub gehören dazu”

Publikumsmagneten waren natürlich Headliner wie USPunkrocklegende Patti Smith oder Jethro Tull’s Ian Anderson, aber auch weniger bekannte Künstler zogen die Massen an; Bukahara etwa. Bereits im letzten Jahr überzeugte die Kölner Neofolk-Combo mit Balkanmelodien, Swing-Elementen und einem breiten Brass-Sound so sehr, dass sie direkt
wieder gebucht wurden. Auch die deutsch-französische Protestband Irie Révoltés sorgte
für eine volle Festivalwiese, nicht zuletzt weil die Heidelberger nach 17 Jahren Bandgeschichte bald getrennte Wege gehen werden.

Am Wochenende wurde es dann auch noch heiß – und Matschflüsse verwandelten sich in eine staubige Festivalmeile. Ein Wetterchaos, das echte Hippies aber nicht aus
dem Konzept bringt. Norbert Ludwig Reiser zum Beispiel verkauft seit vielen Jahren selbstgemachte Fruchtweine auf dem Herzberg und hat zum Wetter nur eines zu sagen: „In
all meinen Jahren zuvor hat es entweder geregnet oder gestaubt, das gehört eben dazu.
Wir haben uns vom Regen nie davon abhalten lassen, Spaß zu haben.“ Geändert habe sich
daran bis heute nichts. „Die Händler, die Menschen und das Gefühl sind noch immer
dasselbe“, findet er.

Das sehen einige Herzberger anders. Lauritz ist seit zehn Jahren dabei und glaubt die ursprüngliche Herzberg-Atmosphäre in Gefahr: „Ich habe das Gefühl, die Besucher konsumieren sehr viel und geben wenig zurück. Das Miteinander geht verloren.“ Aus diesem Grund hat er einen Foodsharing-Stand ins Leben gerufen. Mit zehn Mitstreitern rettet er die Reste der Essensstände und verteilt sie kostenlos an die Besucher.

Es sind solche Initiativen, die das Festival zu einem besonderen Ort machen.
Festivalsprecher Gunther Lorz ist am Sonntag froh über den Verlauf: „Feuerwehr, Polizei, Veranstalter und Besucher haben an einem Strang gezogen, sodass wir doch noch einige
schöne Festivaltage hatten.“ Besonders stellt er den Verdienst des Breitenbacher Bürgermeisters in den Vordergrund: „Volker Jaritz hat uns Ausweichflächen geöffnet, freundlich kooperiert und ist so zu einem Helden für viele hier geworden.“

Die Abfahrt vom “Schlammfest”

Aufregend wurde es dann nur noch bei der Abreise. Schließlich mussten die 12 000 Gäste die improvisierten Stellplätze auch wieder sicher verlassen. Auch wenn die Organisatoren
nach dieser Ausgabe vor neuen Herausforderungen stehen, was etwa Unwettervorbereitung
und nicht zuletzt die Besuchermassen angeht, schließlich war das Festival das erste Mal ausverkauft, haben die Besucher die Zeit genießen können. Das „Schlammfest“
wird vielen, ganz sicher, lange in Erinnerung bleiben.

29.07. Flower Power Sonnenschein – Der dritte Tag auf dem Herzberg Festival

video link=”https://youtu.be/kpcG-Vb5GSI”]

28.7.: Das Festival kann durchstarten

Mit Regen und Schlamm hatte es begonnen, nun meint es das Wetter gut mit dem Burg Herzberg Festival 2017. Als die Besucher gestern Morgen aus ihren Zelten kommen, sehen sie einen strahlend blauen Himmel, und die Sonne scheint auch auf das Gelände bei Breitenbach. Das Wetter sorgt für einen trockeneren Untergrund, der trotzdem noch von Hügellandschaften und tiefen Furchen geprägt ist. Für die Besucher, die mit ihren Fahrzeugen noch außerhalb des Geländes stehen, bedeutet das jedoch noch keine Änderung, sie müssen weiterhin auf Feldwegen um das Gelände herum campen.

video link=”https://youtu.be/zGJ1tUjFGo8″]Hier werden allerdings bereits WCs und Wasserzugänge aufgebaut. „Das Gelände ist, trotz der besseren Wetterlage, noch unbefahrbar. Wir haben daher Ausweichflächen in Breitenbach geschaffen und einen Shuttlebus organisiert, der ständig bis 3 Uhr nachts zwischen Festival und Stellplatz verkehrt“, erzählt Festivalsprecher Gunther Lorz. Für Gäste, die heute oder morgen noch zum Festival kommen möchten, ist dies die einzige Option. Trotz der von tiefem Schlamm bedeckten Festivalmeile, tritt nun langsam Normalität auf dem Berg ein. Grund dafür sind vorrangig die Musikacts, die auf Hauptbühne, Freak-Stage und Mental-Stage auftretet.

Donnerstagabend waren das unter anderem Jesper Munk, Bukahara und Yellow Umbrella. Noch bis Sonntag wird auf dem Herzberg gefeiert, ein Jahr vor dem großen 50 jährigen Jubiläum.

27.07. Kilometerlange Autoschlange – mit Sack und Pack vorm Herzberg Festival

Was für eine Schlammschlacht. Auch am heutigen Donnerstag, dem offiziellen Starttag des Burg Herzberg Festivals 2017, sind die Zugangsstraßen zum Campingelände noch unbefahrbar. Tiefe Furchen ziehen sich durch die Felder und nur Traktoren kommen noch durch. Diese schleppen zwar vereinzelt Fahrzeuge aufs Gelände, die Wagen stauen sich aber trotzdem kilometerweit.

Ein Text von Daniel Frevel

Update (27.7.): Aufgrund der Wetterlage sind alle Zufahrtsstraßen um das Herzberg Festival überlastet. Die Veranstalter bitten alle Autofahrer, den Bereich zu meiden und heute nicht mehr anzureisen. Zu Fuß oder mit dem Nahverkehr kannst du natürlich weiterhin aufs Festival kommen.

Der Festivalsprecher Gunther Lorz rät daher dringend: „Am angenehmsten ist die Anreise mit Fahrrad, zu Fuß und mit dem öffentlichen Nahverkehr.“ Wer ohne Fahrzeug kommt, darf am heiß-begehrten Campingplatz Freak City sein Zelt aufschlagen und muss mit keinerlei Wartezeit rechnen. Der RMV hat zudem einen Sonderfahrplan eingerichtet. Die Buslinie 394 fährt von Alsfeld nach Breitenbach, bis in die Abendstunden. Es lohnt sich also, sein Auto in Alsfeld abzustellen und mit dem Bus zu kommen.

Ausweglos ist die Situation für Besucher mit Fahrzeug aber trotzdem nicht. Die meisten haben sich bereits damit abgefunden und ihre Zelte neben ihren Autos aufgebaut. Mit Sack und Pack wandern viele zum Festivalgelände, schließlich startet heute auch das Bühnenprogramm, mit Highlights wie Gong oder der Kenny Wayne Shepherd Band. Auf dem „Warteschlangen-Campingplatz“ ist die Stimmung daher ungetrübt. „Wir haben gute Laune und freuen uns einfach, dass wir hier sind und zusammen feiern können“, sagt zum Beispiel Reiner Hugenbühl aus Hannover.gallery interval=”3″ images=”66939,66941,66942,66943,66944,66945,66946,66947,66948,66949,66950,66951,66952,66953,66954,67015,67016,67017″ img_size=”full”]Gunther Lorz ist ganz zuversichtlich: „Wir haben ein tolles Festival geplant und so wie es im Moment aussieht, dürften morgen alle auf das Gelände kommen. Wenn es gut läuft, haben wir morgen schon vergessen, dass wir hier eine Schlammschlacht erlebt haben.“

Die Stimmung am Berg ist also gut und voller Vorfreude auf ein gelungenes Festival, das in diesem Jahr unter dem Motto „Fools on the Hill steht“. Rund 12.000 Besucher werden noch bis Sonntag zu Musik von Patty Smith oder Bukahara feiern und das Hippie-Leben genießen.

Dein Beichtstuhl Fulda – Was steckt dahinter?

Dein Beichtstuhl Fulda – Was steckt dahinter?

Seit einigen Monaten macht die Instagramseite Dein Beichstuhl Fulda die Runde, mittlerweile hat sie über 4000 Follower. move36 hat mit den beiden Betreibern gesprochen, die – genau wie die Beichten auf der Seite – anonym bleiben möchten.

Ein Text von Malina Sternberg

Was ist Dein Beichstuhl Fulda?

Es ist eine Instagramseite, auf der wir Geschichten, die uns Leute per Nachricht schreiben, anonym veröffentlichen. Es handelt sich um Beichten, die eigentlich keiner wissen soll. Wir haben uns das Konzept von der überregionalen Beichtstuhl-Seite abgeschaut und einfach auf Fulda bezogen.

Warum denkt ihr, Fulda braucht auch sowas?

Es gibt in Fulda einfach viel Klatsch und Tratsch. Früher hatten wir – und das klingt jetzt blöd – das Gefühl, dass zum Beispiel jede Woche neue Fotos von irgendwelchen Mädels rumgereicht werden. Oder alle Bescheid wussten, wer mit wem was hat.

Seit wann seid ihr aktiv?

Ende Januar wurde die Seite gegründet. In den ersten Wochen wurde kaum etwas gepostet. Nach einem Monat hatten wir 800 Follower, was uns total überrascht hat.

Wie hält man sowas geheim?

Es ist schon schwierig, alleine mit dem Partner. Wenn man mal vergisst, die Apps zum Bilder bearbeiten aus dem Verlauf zu löschen, und der Partner geht ans Handy … das ist schon ziemlich kritisch. Bisher hat es aber keiner mitbekommen, dass wir dahinter stecken. Wir haben auch versucht, unsere Follower auf falsche Fährten zu locken.

Keiner ist euch bisher auf die Schliche gekommen?

Nein, die meisten denken wahrscheinlich, wir seien kleine, 15-jährige Mädels.

Wie viel Zeit nimmt die Seite in Anspruch?

Es hält sich in Grenzen. Wir versuchen, täglich zwei Posts rauszuhauen. Das ist schnell gemacht. Anfragen kommen täglich um die fünf. Da kommen wir nicht mehr so hinterher. Vieles ist natürlich auch Quatsch.

Von wem kommen die meisten Nachrichten?

Wir hatten uns erhofft, dass unsere Follower eher in unserem Alter sind. Viele Beichten kommen aber von sehr sehr jungen Menschen.

Gibt es auch Sachen, die ihr nicht veröffentlicht?

Die wirklich krassen Beichten sind meistens ausgedacht. Das merkt man dann sofort. Oder sie betreffen einzelne Personen, die dadurch angegriffen werden. So etwas veröffentlichen wir nicht.

Die meisten machen sich doch sicherlich Fake-Profile, um euch zu schreiben?

Am Anfang waren es meistens Fake-Profile. Mittlerweile nicht mehr. Alle Nachrichten werden aber direkt gelöscht, nachdem wir sie gelesen haben.

Schreiben euch hauptsächlich Jungs oder Mädels?

Am Anfang mehr Jungs, jetzt ist es Hälfte Hälfte.

Wie problematisch seht ihr die Beichten? Denkt ihr, dass Teenager dadurch angeregt werden, ähnliches zu machen?

Manches schockiert uns schon. Wir geben aber auch nur wieder, was andere machen.

Welche Beichten mögt ihr am liebsten?

Am besten sind die mit Beweisbildern.

Wie sieht es mit Rechtschreibfehlern aus …

Bei manchen ist das echt schlimm. Die wenigsten können zwischen das und dass unterscheiden. Das ändern wir auch immer. Würden wir aber jeden Fehler korrigieren, würde das sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Das machen wir nur, wenn es ganz schlimm ist.

In manchen Beichten wurde unter anderem über den ein oder anderen Lehrer hergezogen. Habt ihr darauf Feedback von Seiten der Betroffenen bekommen?

Nein. Wir bekommen relativ häufig Beichten zu Lehrern. Wenn jemand beleidigt wird, veröffentlichen wir das aber nicht.

Habt ihr bestimmte Ziele mit der Seite?

Erstmal, dass uns mehr ältere Leute folgen. Irgendwann wären 10K natürlich auch nett. Falls es die Möglichkeit gibt, damit etwas Geld zu verdienen, wäre das toll. Einfach nur, um unsere eigenen Kosten zu decken.

Kleinkunst oder Volksfest – was geht am Wochenende?

Kleinkunst oder Volksfest – was geht am Wochenende?

Wir picken uns jede Woche die Events aus den Veranstaltungskalendern der angesagtesten Clubs und Bars in Fulda heraus, damit du weißt, was du am Wochenende nicht verpassen darfst. Noch mehr Veranstaltungen findest du in unserem Event-Kalender.

Party

Im Musikpark heißt’s am Freitag mal wieder: Das wird geil! Cocktail for free gibt’s für alle Männer im Anzug und Frauen im Kleid bis 24 Uhr. Außerdem bekommen alle Geburtstagskinder aus dem Mai, Juni und Juli 25 Euro Freiverzehr.

Date: Freitag, 28. Juli
Beginn: 22 Uhr
Eintritt: 6 Euro

Fest

Am Freitag beginnt das Schützen- und Volksfest auf der Ochsenwiese. Bis Sonntag, 6. August, gibt’s hier Livemusik, Preisschießen, Feuerwerke, Familiennachmittag, Ladies-Night und vieles mehr.

Beginn: Freitag, 28. Juli um 16 Uhr

Theater

Auftakt der Theater AG in der neuen Alten Schule – am Freitag unterhält der Fuldaer Künstler Bene Reinisch mit einem abwechslungsreichen Programm und bringt außerdem befreundete Entertainer aus ganz Deutschland mit. Zur Neueröffnung kostet der Theaterabend keinen Eintritt.

Date: Freitag, 28. Juli
Beginn: 20 Uhr

Spieleabend

Am Samstag spielt Alsfeld…in der Hitze des Gefechts! Im Freiwilligenzentrum schlägt hier bei Klassikern oder modernen Spielen jedes Gamerherz höher.

Date: Samstag, 29. Juli
Beginn: 18 Uhr