Deutschlands feinster Wrestler kommt nach Fulda

Deutschlands feinster Wrestler kommt nach Fulda

[vc_column_text]Als er das letzte Mal für die wXw in Fulda in den Wrestling-Ring stieg, sagte der Name Da Mack wahrscheinlich nur den Fans etwas. Bei seinem nächsten Fulda-Besuch im September ist Mac Yeboah (29) einer der Stars des Abends, denn Mitte Juli gab Da Mack sein Debüt bei der “Cruiserweight Classic”-Tour der WWE, der weltgrößten Wrestling Liga. Und das gelingt nur wenigen deutschen Kämpfern.

Mac, bei dir geht gerade ganz schön die Post ab …
Ja, das kann man so sagen. So viel Aufmerksamkeit wie jetzt habe ich selten.

Wie kam es denn dazu, dass dich du für die WWE starten durftest. Ein Traum für jeden ernsthaften Wrestler, oder?
Auf jeden Fall. Sie haben mich letztes Jahr kontaktiert, und ich habe es erst nicht geglaubt. Du hast zwei Wege, zur WWE zu kommen. Entweder du nimmst an einem Tryout teil und beweist dich dort. Oder jemand, ein Offizieller der WWE, ein anderer Wrestler oder ein Trainer, empfehlen dich. Bei mir war scheinbar letzteres der Fall, denn die WWE hat gezielt nach Leuten für die Cruiserweight Tour gesucht. Und ich hatte das große Glück, ausgewählt zu werden.

Aber bis du deine Teilnahme irgendwo bekanntgegeben hast, hat es noch einige Zeit gedauert.
Ja, ich wollte erstmal abwarten, ob das jetzt wirklich was wird. Ich war überglücklich, dass das kein Fake-Anruf war.

Die “Cruiserweight Classics” ist ein besonderes Format der WWE. Wo liegt der Unterschied zu anderen Touren?
Das ist schon ein himmelweiter Unterschied zu anderen Anbietern, wenn du für die WWE arbeitest. Du achtest auf ganz andere Dinge in der Vorbereitung und im Ring, weil du plötzlich ein Millionenpublikum per TV erreichst und nicht nur im Ring vor dir hast.[/vc_column_text][vc_single_image image=”15064″ img_size=”full” add_caption=”yes”][vc_column_text]Das Publikum und die Medien waren jedenfalls von dir begeistert …
Es gibt immer drei Perspektiven: die eigene, die Leute im Background und das Publikum. Wenn alle drei ähnlich begeistert sind, kann man vollauf zufrieden sein. Ich bin auf jeden Fall stolz, was ich dort abgeliefert habe. Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch, kein Match ist zu 100 Prozent perfekt. Aber mit meiner Performance bei den Cruiserweight Classics bin ich schon sehr zufrieden.

Was macht dich und deine Rolle im Ring aus?
Ich bin der Typ, der Wrestling neu erfinden will. Ich möchte herausstechen und habe mir dafür den Erfolg von Micheal Jackson als Vorbild genommen: Ich habe die traditionellen Techniken gelernt und mische sie mit neuen Stilen.

Du hast dich selbst in einem Interview als “Deutschlands feinsten Wrestler” bezeichnet …
Genau. Viele Aktionen, die man so kennt, sehen bei mir nochmal anders aus, weil ich versuche sie leichter, luftiger, runder zu machen. Eine Mischung aus Tanz und Wrestling.

Ist es diese Perfektion, die dich am Wrestling begeistert?
Wrestling hat viele Aspekte. Als Kind war ich nicht nur vom Sport und der Action fasziniert, ich fand die Charaktere spannend, wie die Leute mit dem Publikum umgehen. Das ist bei anderen Kampfsportarten anders. Anfang der 90er war beim Wrestling alles noch sehr cartoonlastig, die Charaktere waren wie Superhelden. Heute hat sich das gewandelt, es gibt immer mehr Charaktere aus dem richtigen Leben, auch weniger diese großen, schweren Kerle.

Wie hast du deinen Charakter entwickelt?
Man kann sich das nicht aussuchen, man muss reinwachsen, finde ich. Mich hat Musik schon immer begeistert, ob das in der Pubertät Rock, Pop, Funk später dann Hip Hop war, Musik spielt in meinem Leben eine große Rolle. Also spielt sie auch im Ring eine Rolle. Aber man braucht um die 50 Kämpfe, bis sich herauskristallisiert, wer man ist.

Worauf dürfen sich die Gäste in Fulda freuen?
Jede Menge Action. Ich bin hochmotiviert und on fire, das wird ein supergeiles Event. Das geht allen anderen Wrestlern hier auch so. Ich will für die wXw zeigen, dass sie hier einen echt starken Wrestler haben.[/vc_column_text][vc_raw_html]JTNDJTIxLS0lMjAlMkY1MTU5NTQ0MiUyRk1vdmUzNl9BcnRpa2VsX0lubGluZV9BZCUyMC0tJTNFJTBBJTNDZGl2JTIwaWQlM0QlMjdkaXYtZ3B0LWFkLTE0Njc5ODI3Nzg2NDUtMCUyNyUzRSUwQSUzQ3NjcmlwdCUyMHR5cGUlM0QlMjd0ZXh0JTJGamF2YXNjcmlwdCUyNyUzRSUwQWdvb2dsZXRhZy5jbWQucHVzaCUyOGZ1bmN0aW9uJTI4JTI5JTIwJTdCJTIwZ29vZ2xldGFnLmRpc3BsYXklMjglMjdkaXYtZ3B0LWFkLTE0Njc5ODI3Nzg2NDUtMCUyNyUyOSUzQiUyMCU3RCUyOSUzQiUwQSUzQyUyRnNjcmlwdCUzRSUwQSUzQyUyRmRpdiUzRQ==[/vc_raw_html][td_block_video_youtube playlist_yt=”UcHYrSLhpXM, i8oWvKHutm8, volzc7PUzBc, TWpRK9EnfuE, MCfDKB2uXg0, uia4Qd2Vox8, DFyKBIFXz_4, HQGcu963A-o”][vc_toggle title=”Die wXw-Shotgun-Live-Tour 2016, am 24. September im KUZ Kreuz” color=”juicy_pink” open=”true” el_id=”1469615259805-f17e7be9-368e” css=”.vc_custom_1473250359014{margin-top: 20px !important;margin-right: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;margin-left: 20px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;border-left-color: #dd7a7a !important;border-left-style: dotted !important;border-right-color: #dd7a7a !important;border-right-style: dotted !important;border-top-color: #dd7a7a !important;border-top-style: dotted !important;border-bottom-color: #dd7a7a !important;border-bottom-style: dotted !important;border-radius: 2px !important;}”]Westside Xtreme Wrestling – Deutschlands größte Wrestling-Liga geht wieder auf Tournee. In insgesamt 26 Städten wird das Echo von brachialen Powerbombs, knallharten Bodyslams und lautstarken Fanscharen auch nach dem Event noch lange Zeit zu hören sein.  Mit dabei: der hochwertig besetzte Stammkader von wXw Wrestling sowie namenhafte Gäste aus Übersee.

Drei Stunden hochwertige Action, kein Absperrgitter und einzigartige Fan-Nähe – sowohl während der Show, als auch danach, denn: wXw Wrestler stehen auch nach den Events noch für Gespräche, Fotos und Autogramme zur Verfügung. Wrestler wie Da Mack, der aktuell beim vom Martkführer WWE ausgerichteten „Cruiserweight Classic“-Turnier teilnimmt, der international erfolgreiche Hüne aus Österreich „Big Daddy“ Walter oder Kult-Catcher „Bad Bones“ John Klinger.

Tickets gibt es in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung, auf der Seite vom Kreuz, bei Eventim und zu gewinnen, bei uns hier.[/vc_toggle]

Mögen die Spiele beginnen

Mögen die Spiele beginnen

[vc_column_text]Eins steht schon vor dem Entzünden der olympischen Flamme in Rio fest: So skandalumwoben wie die Sommerspiele 2016 war das größte Sportfest der Welt noch nie. Dopingvorwürfe an Russland, Bau-Chaos bei den Austragungsorten – in funkelndem Glanz erstrahlen die fünf Ringe wohl kaum. Trotzdem sind die Olympischen Spiele ein Symbol, ein Symbol, das die Welt heute dringend braucht.

Ein Kommentar

Was wollen die Olympischen Spiele eigentlich sein? Standen sie nicht mal für Völkverständigung? Für Sportsgeist? Ein Event, das Krieg und Konflikten trotzt und auch in schwersten Zeiten Sportler aller Länder zusammenbringt? Ein schöner, naiver Traum.

Heute geht es nur noch um Geld und Ansehen, bei Olympia, beim Fußball, den meisten sportlichen Großevents. Dabei ist vollkommen egal, ob ein Austragungsort die Last einer solchen Großveranstaltung überhaupt tragen kann – siehe Sochi oder eben Rio. Ruhm und Glanz für einen kurzen Moment, Großbaustellen für Locations, die hinterher keiner mehr braucht. Arbeitskräfte, die ausgebeutet werden. Und Sportler, die ihre Körper ruinieren, weil Erfolgsdruck oder Vater Staat es fordern.

Das ist Olympia. Und die kurze Aufmerksamkeit, die auf die Probleme des austragenden Landes gelenkt wird, sorgt auch nur für ein betroffenes Schulterzucken.

Doch Olympia ist mehr als das, oder könnte mehr sein. In Rio kommen Sportler aller Nationen zusammen. Über die Medien werden Menschen aller Nationen mitfiebern, sich vom olympischen Gedanken anstecken lassen. Nicht mehr hinzuschauen, die Fernseher und Streams aus Protest gegen alles, was schief läuft, auszulassen, würde unseren Athleten nicht gerecht, die hart arbeiten, nicht dopen, und dort Bestleistungen abrufen. Auch aus Osthessen starten fünf junge Sportler in Richtung Rio. Wir drücken ihnen die Daumen, denn Anna, Lisa, Jan-Philip, Sara und Julian haben sich ihr Ticket verdient.

Wir sollten nicht nur, wir müssen hinsehen. Hinsehen, welche Machenschaften geleakt werden, hinterfragen, was uns die Verantwortlichen glauben lassen wollen, unsere Meinung äußern. Denn in Zeiten, in denen Massen ihre Heimat verlassen und Schutz suchen müssen, in denen Angst die Medien beherrscht, sind Toleranz und Zusammenhalt die einzigen wirksamen Waffen.

Ein Zeichen dafür setzen die Veranstalter selbst. Denn unter all den Sportlern der verschiedenen Nationen wird auch ein Team auflaufen, dass es so noch nicht gab. Das Team der Refugee Olympic Athletes. James Chiengjiek, Yiech Biel, Rose Lokonyen, Anjelina Lohalith und Paolo Lokoro aus dem Südsudan, Yonas Kinde aus Äthiopien, Popole Misenga und Yolande Mabika aus der Demokratischen Republik Kongo und Ramis Anis und Yusra Mardini aus Syrien werden bei den Spielen antreten. Refugees, die in ihren neuen Gastländern anerkannt wurden und unter der olympischen Flagge mit der olympischen Hymne starten. Auch das ist Olympia.[/vc_column_text][vc_column_text]In den vergangenen Wochen haben wir dir unsere fünf Teilnehmer vorgestellt. Hier alle fünf nochmal im Überblick:

Sara Gambetta

Foto: Charlie Rolff

Foto: Charlie Rolff

Jan-Philipp Glania

Foto: Rainer Jensen/dpa

Foto: Rainer Jensen/dpa

Julian Flügel

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Anna und Lisa Hahner

Foto: Moritz Schleiffelder

Foto: Moritz Schleiffelder

Wir drücken allen fünf ganz fest die Daumen und wünschen viel Erfolg![/vc_column_text][vc_toggle title=”Faktencheck” color=”green” open=”true” el_id=”1469615259805-f17e7be9-368e” css=”.vc_custom_1470219711666{margin-top: 20px !important;margin-right: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;margin-left: 20px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;border-left-color: #dd7a7a !important;border-left-style: dotted !important;border-right-color: #dd7a7a !important;border-right-style: dotted !important;border-top-color: #dd7a7a !important;border-top-style: dotted !important;border-bottom-color: #dd7a7a !important;border-bottom-style: dotted !important;border-radius: 2px !important;}”]Athleten aus 206 Nationen werden in den kommenden Wochen in Rio antreten. Die USA entsenden mit 555 Sportlern die meisten Athleten.

In 32 Sportarten werden bei den Sommerspielen Wettkämpfe ausgetragen. Neu dabei sind Rugby und Golf. In der Bewerberliste standen auch Inlineskating und Karate, bekamen den Zuschlag aber nicht.

Das Maskottchen der Spiele ist Vinicius, ein Fabelwesen, das die Fauna Brasiliens präsentieren soll. Tom ist das offizielle Maskottchen der Paralympischen Sommerspiele und repräsentiert die Flora. Beide wurden von der brasilianischen Agentur Birdo gestaltet.

Foto: Alex Ferro/epa

Foto: Alex Ferro/epa

Zum ersten Mal durften Sportfans und Athleten aus fünf Kandidaten den Fahnenträger der deutschen Mannschaft wählen. Zur Auswahl standen Bahnrad-Sprinterin Kristina Vogel, die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn, Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke, Hockeyspieler Moritz Fürste und Tischtennisspieler Timo Boll. Wer vom Publikum gewählt wurde, wird am Donnerstag bekanntgegeben.

ARD und ZDF planen über 300 Stunden Live-Berichterstattung aus Rio. Im Fokus stehen neben den Kernstportarten Leichtathletik und Schwimmen dieses Mal die Mannschaftssportarten.

Erstmals starten bei Olympischen Sommerspielen die deutschen Fußballteams der Männer und der Frauen.

Die Tickets für die Wettkämpfe kosten zwischen 13 und 66 Euro.

Dass die Bauarbeiten für die Wettkampfstätten und das Olympische Dorf Rio vor eine riesige Herausforderung gestellt haben, ist kein Geheimnis. Mit Eröffnung des Olympischen Dorfes vor zwei Wochen wurden die Organisatoren auch sofort mit Beschwerden der Sportler bombardiert. Verstopfte Toiletten, undichte Rohre – es gab noch eine Menge zu tun. 500 Arbeiter sollen eigens dafür abstellt worden sein, um die Mängel zu beheben.

Diese könnten die vorerst letzten Olympischen Sommerspiele sein, die von ARD und ZDF übertragen werden. Die Erstsenderechte für 2018 liegen beim US-Medienkonzern Discovery (Eurosport), über Sub-Lizenzen wird derzeit noch verhandelt.[/vc_toggle]

Ein Tag mit Sara Gambetta

Ein Tag mit Sara Gambetta

[vc_column_text]Am Freitag ist es soweit: Die Olympischen Spiele in Rio werden feierlich eröffnet. Unter den Teilnehmern sind fünf Sportler aus der Region. Vier haben wir in den vergangene Wochen bereits vorgestellt. Fehlt noch die Kugelstoßerin Sara Gambetta. Unsere Kollegin Angelika Kleemann aus der FZ-Sportredaktion hat die 23-Jährige aus Schlitz-Rimbach im Bundesleistungszentrum Kienbaum besucht und einen Tag lang beim Training begleitet. rücken näher.  

Ein Text von Angelika Kleemann

Das Bundesleistungszentrum ist ein Traum für jeden Sportler, besonders für Leichtathleten und  Turner. Noch zu DDR-Zeiten galt Kienbaum als geheime Kommandosache in puncto Kaderschmiede, wartete mit einem Bunker auf, in dem Höhentraining auf 4000 Meter Höhe simuliert wurde. Was da sonst noch passierte, gehört zu einem dunklen Kapitel, das leider immer noch aktuell ist: Doping. Der Bunker ist inzwischen außer Betrieb, besichtigt werden kann er nach Voranmeldung, wie Sara Gambetta erklärt. Kienbaum ist für sie wie ein drittes Zuhause nach dem heimischen Rimbach und ihrer Wahl-Heimat Halle.

Am 7. August geht es nach Rio

Bereits zum vierten Mal weilt die Sportsoldatin in diesem Jahr in dem Leistungszentrum, dieses  Mal gar für drei Wochen. „Es ist schön hier, irgendwie beruhigend. Es ist alles vorhanden, ich kann mich voll auf das Training konzentrieren.“ Am 7. August geht es ab nach Rio, am 12. findet gleich zu Beginn der Leichtathletik-Wettkämpfe das Kugelstoßen statt, danach hat sie Zeit, ihre Mannschaftskollegen anzufeuern, Wettkämpfe zu besuchen und einfach das Olympische Flair zu genießen.

Krafttraining

Doch erst einmal heißt es noch hart trainieren. Heute steht Schnellkrafttraining auf dem Programm. Neun Einheiten umfasst ihr Trainingsplan in der Woche. Sonntags ist Ruhetag, falls kein Wettkampf ansteht. „Moment, ich muss erst mal schauen“, sagt sie und tippt auf ihrem Handy rum. „Mein Trainer ist umweltbewusst, verschwendet kein Papier und schickt uns die Trainingspläne aufs Handy.“ Wir, unser Fotograf Charlie Rolff und ich, begleiten Sara in den Kraftraum. Nebenan ist Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting zugange, veranstaltet ein Pressetraining. Reißen und Bankdrücken stehen auf dem Programm, immer Dreierserien, impulsiv, Schnellkrafttraining eben. „Gut so“, lobt Trainer René Sack, korrigiert gegebenenfalls.

Ein Foto mit Sara

Zwischendurch wird sich unterhalten, leise Musik im Hintergrund, entspannte Stimmung. Nur einer guckt knörbelig: Christoph Harting, der Bruder des Herrn des Ringes. Unser Fotograf schießt ein Foto von ihm, wird gleich angeblafft. „Schon gut, schon gut“, beschwichtigt Charlie Rolff und  löscht das Foto artig. Ganz anders Robert Harting. Der entgeht dem Pressetrubel kurz, verschnauft bei „uns“. Ein Foto mit Sara? „Klar“, sagt er und nimmt sie in den Arm. Inzwischen ist Sara Gambetta mit ihren Krafteinheiten fertig, ihr Trainer ist zufrieden, den Rest des Trainings absolviert sie alleine. „3 x 20-Meter-Sprints stehen auf dem Programm“, sagt sie, packt ihren Rucksack, Ortswechsel. Es geht raus auf die Tartanbahn. Ich werde etwas blass, das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Was für ein Antritt!

“Ich habe den Siebenkampf geliebt”

Sara legt einen Kurzsprint hin, fast schon wie zu ihren Bestzeiten als Siebenkämpferin. Die 200 Meter lief sie einmal in 24,31 Sekunden. „Richtig gute Kugelstoßer oder Werfer sind auf den ersten 10, 20 Metern so schnell wie die deutschen Topsprinter“, erklärt Sara Gambetta. Länger allerdings nicht, dann machten die Muskeln nicht mehr mit, die nur noch auf kurze explosive Bewegungen trainiert würden. Ihren Wechsel vom Siebenkampf zum Kugelstoßen hat die 23-Jährige, die einst als Vize-U-20-Weltmeisterin und Europameisterin glänzte, nicht bereut. „Ich habe den Siebenkampf geliebt. Aber irgendwann lag der Fokus nur noch auf anderen Dingen, die es zu regeln galt – wie die ständigen Verletzungen oder der Kampf mit dem Gewicht – und nicht mehr auf dem Training.“

Regeneration kommt nicht zu kurz

Manchmal packt es sie aber noch kurz, „gerade in Zeiten der Stoßspitze“, wenn sie die vier Kilogramm schwere Kugel nicht mehr sehen kann. „Neulich habe ich mal kurz Hochsprung gemacht. 1,55 Meter habe ich locker geschafft. Dann war es auch wieder gut.“ Kienbaum hat noch mehr zu bieten als optimale Trainingsstätten. Auch die Regeneration kommt nicht zu kurz, ist im Ärzte- und Physiotrakt angesiedelt. Drei Kältekammern mit Temperaturen bis -115 Grad und drei Kältebäder (6 Grad) stehen zur Verfügung. Die Kältekammer seit Montag allerdings nicht mehr, wie Sara Gambetta weiß: „Das IOC meint, GanzkörperKryo könnte unter Doping fallen.“ Als wenn das IOC keine an deren Doping-Sorgen hätte.

Eine Chance vertan

Auf Unverständnis bei den Werfern ist beispielsweise die Entscheidung des IOC-Chefs Thomas Bach gefallen, Russland wegen systematischen Staatsdopings nicht komplett von den Olympischen Spielen auszuschließen. „Somit wurde die Chance vertan, ein richtiges Statement zu setzen“, ärgert sich auch Sara Gambetta. Stattdessen spiele das IOC den Ball zurück an die Verbände.[/vc_column_text][vc_single_image image=”14870″ img_size=”full” add_caption=”yes”][vc_column_text]

Sportsoldatin

In puncto Unterstützung im Sport hat Sara Gambetta Glück. Die 23-Jährige erhält einen Sold als Sportsoldatin und muss einen drei- bis sechswöchigen Lehrgang pro Jahr absolvieren. „Ansonsten besteht meine Aufgabe darin, Sport zu treiben“, erzählt sie. Weitere finanzielle Unterstützung erhält sie zudem von ihrem Verein, dem SC DHfK Leipzig, sowie dem Lauterbacher Unternehmen Duoplast, das Sara Gambetta schon seit 2010 unterstützt, wofür sie sehr dankbar ist. Einen Ausrüster hat die Siebte der Europameisterschaften allerdings nicht, sie kauft sich ihre Sportschuhe noch selbst. „In Wurfdisziplinen ist es schwieriger als in anderen Disziplinen, Verträge zu bekommen.“ Dabei holen die die Werfer und Mehrkämpfer das Gros der Medaillen.

Zeit für einen Plausch

Doch Sara Gambetta will nicht klagen, sie hatte dieses Jahr zumindest Glück, für ihre Trainingslager in Südafrika, Portugal und Kienbaum nichts draufbezahlen zu müssen. Doch weiß sie von anderen B-Kaderathleten, die sich am Anfang des Jahres überlegen müssten, welche Trainingslager sie sich leisten könnten. Nach dem kurzen Plausch ist es inzwischen Mittagessenszeit. Wir sitzen noch kurz auf dem Balkon vor ihrem Zimmer, Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz, die nebenan wohnt, geht schon mal zum Essen voraus. Das Essen sei lecker. Drei Gerichte stünden zur Auswahl, wobei die Auflage ist, eines müsse selbst gekocht sein. „Das ist meistens das leckerste“, weiß Sara. Die Zeit in Kienbaum genießt sie. „Hier gibt es alles.“ Waschmaschine im Keller, täglich könne man zum Physio, falls man ihn benötige – ansonsten werde es B-Kader-Athleten nur zweimal in der Woche finanziert – nachmittags genießt sie vor dem Training noch einen Kaffee auf der Terrasse mit Seeblick oder fährt mal Kanu, kegelt, spielt Billard oder ruht sich aus.

“Ich gehe befreit in den Wettkampf”

Das Leben als Profisportlerin füllt Sara Gambetta zwar aus, doch denkt sie auch an die Zukunft nach dem Sport und wird ab dem Wintersemester in Halle studieren. „Zur Auswahl stehen Medizin, mein Favorit, Jura, den Studienplatz habe ich schon sicher, oder Lehramt“, verrät sie. Aber zuerst geht es nach Rio. Auf welchem Platz sie in der Weltrangliste steht, damit hat sich die Rimbacherin nicht beschäftigt. „Ich gehe befreit in den Wettkampf rein und weiß, dass die Qualifikation schon mein Finale sein kann“, sieht es die Siebte der Europameisterschaften mit Blick auf Stoßerinnen aus USA und China, die zwischen 19 und 20 Metern stoßen können, realistisch. Die Weite hebt sie sich für Tokio in vier Jahren auf, dann ist sie 27 und im besten Kugelstoßalter. Denn die ersten Spielen seien zum Gucken, die nächsten zum Angreifen. Aber Sara ist immer für eine Überraschung gut.[/vc_column_text]

Dem Pikachu auf den Fersen

Dem Pikachu auf den Fersen

[vc_column_text]Was war das für ein geiler Samstag?! Rennsportduft lag auf der Pauluspromenade in der Luft, denn Gaudikisten und Rennboliden waren angetreten, um sich vom Stadtschloss bis zum Dom heiße Rennen zu liefern. Und wir waren mittendrin; alle Fotos findest du hier.

Die Sonne strahlt, am Stand neben uns lassen die Jungs vom Autohaus Scheller Motorengehäul über die Boxen schallen und unsere Pikachu-Rennkiste ist bereit für den ersten Durchgang. Beim großen Seifenkistenrennen haben sich die Rennställe nicht lumpen lassen und kreative Kisten gebastelt. Bio-Gurken, Renn-Sägen, ein Skateboard-Gefährt und viele andere tolle Ideen kamen hier auf die Piste.

Ein wenig Bammel hatten wir ja schon, als der Seifenkisten-TÜV durch die Reihen ging und jede Kiste auf Herz und Nieren prüfte. Ist unsere Lenkung weichgängig genug? Ist der Pikachuschwanz an unserem quietschgelben Pokémon stabil genug angeschraubt? Aber alles lief super, und bald durften unsere Fahrerin Luca-Sophia Voll und unsere Volontärin Malina ins Cockpit klettern und den ersten Probelauf fahren.

move36 startete mit einer Gaudikiste ins Rennen. Das Renn-Pikachu zog die Blicke ganz schön auf sich, jeder wollte ein Foto mit der Kiste machen, viele nutzen sogar die Gelegenheit, lustige Bilder direkt in der Pokémon-App mit unserer Kiste zu basteln.

#move36

Ein von Alex (@alex1979fd) gepostetes Foto am

Sogar Tobi vom FFH konnte es sich nicht nehmen lassen, und stieg zum Probesitzen in unseren rollenden Pikachu.

Aufgeregt war unsere Fahrerin Luca-Sophia, die wirklich kurz vor knapp für uns eingesprungen ist, aber kaum. “Ich bin zwar noch nie Seifenkiste gefahren, aber Kart, und das macht Spaß”, sagt die 14-Jährige, die sonst eher auf dem Fußballplatz in Gläserzell zu finden ist und extra für uns ein Training hat ausfallen lassen. Wir danken ihrem Team für die Leihgabe. Nach der Testfahrt war Luca-Sophia auf jeden Fall Feuer und Flamme.

Seifenkisten_move32_00041Gegen 13:30 gingen dann die ersten Gaudikisten ins Rennen, unser Pikachu war mit der Startnummer 36 der krönende Abschluss. Beim Probefahren zog Malina die Bremsen noch ordentlich an, bei der richtigen Fahrt ließ sie aber die Finger davon. Es ging alles glatt: Die Gaudikiste erreichte ohne Verluste das Ziel. “Schade, dass die Strecke nicht länger ist”, bedauerte Luca-Sophia.

Nach den Gaudikisten wurden die Rennkisten losgeschickt. Anschließend flitzte Formel 3-Fahrer Thomas Rössler mit seinem Wagen über die Rennstrecke, danach war es Zeit für die zweiten Runden der Gaudikisten und der Rennkisten. Auch dabei schoss unser move36-Pikachu los und landete heil im Ziel. “Das Seifenkistenrennen war echt lustig, die ganze Atmosphäre war einfach cool. Das ist eine tolle Erfahrung”, zog Luca-Sophia ihr Fazit des Tages.

Seifenkisten_move32_00149Was darf bei einem Seifenkistenrennen natürlich nicht fehlen? Natürlich die Siegerehrung! Insgesamt wurden vier Kategorien bewertet: die schönste Gaudikiste, die schnellste Gaudikiste, die schnellste Familien-Rennkiste und die schnellste Werkteam-Rennkiste. move36 belegte mit dem Pikachu tatsächlich den dritten Platz der schnellsten Gaudikisten, daran hätte nach der langsamen Probefahrt wohl keiner mehr geglaubt. “Der dritte Platz kam sehr unerwartet. Umso schöner ist es, dass wir doch noch einen Pokal bekommen haben! Wir haben alles gegeben, und es hat sich gelohnt”, freute sich Luca-Sophia und hielt stolz den Seifenkistenrennen-Pokal in der Hand.[/vc_column_text][vc_column_text][embedyt] http://www.youtube.com/watch?v=vT1EtBkkkcI[/embedyt][/vc_column_text][vc_gallery interval=”3″ images=”13884,13878,13876,13866,14050,14041,14033,14028,14025,14023,14022,14009,14002,13999,13998,13994,13993,13991,13976,13972,13975,13979,13963,13961,13948,13935,13928,13920,13912,13905,13894,13880″ img_size=”full”][vc_column_text]Alle Bilder findest du in den Partypics.[/vc_column_text][vc_toggle title=”Die Platzierung der Rennkisten” open=”true” el_id=”1469904331907-3e2a20da-fd57″ css=”.vc_custom_1469905205531{margin-top: 20px !important;margin-right: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;margin-left: 20px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;border-left-color: #dd3333 !important;border-left-style: dotted !important;border-right-color: #dd3333 !important;border-right-style: dotted !important;border-top-color: #dd3333 !important;border-top-style: dotted !important;border-bottom-color: #dd3333 !important;border-bottom-style: dotted !important;}”]Die schönste Gaudikiste

1. Spotlight Musicals
2. Richter und Frenzel
3. Fuldaer Zeitung / Juwelier Bott


Die schnellste Gaudikiste

  1. Bäcker Happ
  2. Möbelpunkt Thalau
  3. move36

Die schnellste Familien-Rennkiste

  1. Erna Schneider
  2. Wäscherei Diener
  3. MLH

Die schnellste Werkteam-Rennkiste

  1. Wende Erdbau
  2. KGF Service
  3. Wagner Fahrzeugteile

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Die Super-Kisten sind startbereit

Die Super-Kisten sind startbereit

[vc_column_text]Rennsportspaß pur gibt es am Samstag beim großen Seifenkistenrennen der Fuldaer Zeitung. Auch wir sind am Start und treten mit unserem “Team move GO” und einer elektrifizierenden Pikachu-Kiste an. 

Hammerklopfen, Schraubgeräusche und der Geruch nach Farbe, in den vergangenen Wochen herrschte Ausnahmezustand im move36-Büro. Für unsere Seifenkiste haben wir uns was ganz besonderes ausgedacht, und am Ende wurde es wie immer eng. Doch Praktikant Patrick bastelte wie ein Weltmeister, der liebe Hausmeister des Verlags schraubte und hämmerte, und Daniel, Malina und Mariana aus der Redaktion pinselten, sprühten und sägten, bis unser Gefährt einsatzfähig war.

Doch schön aussehen kann jeder Pappkarton. Fahren muss die Kiste. Also ging es am Freitag mit unserer Fahrerin Luca-Sophia Voll aus Fulda raus auf den Hof zur Testfahrt.[/vc_column_text][vc_video link=”https://youtu.be/_MHoShDfoH0″][vc_column_text]Fahrerin? Hatte move nicht einen Fahrer angekündigt? Genau. In der aktuellen Ausgabe haben wir Levi vorgestellt, der mit seinem Papa André für uns fahren wollte. Beide mussten leider doch absagen, aber Luca-Sophia aus Fulda sprang in die Bresche, oder besser, in unser Pokécar.

Die 14-Jährige aus Fulda startet damit beim Gaudirennen. Und eins ist sicher, ein Hingucker ist unser Kistchen auf jeden Fall.[/vc_column_text][vc_single_image image=”13563″ img_size=”full” add_caption=”yes”][vc_column_text]2010 fand das Seifenkistenrennen zum ersten Mal statt. Ideengeber war Parzeller-Geschäftsführer Rudolf Lechner, der mit seinem Vorschlag beim damaligen Oberbürgermeister Gerhard Möller offene Türen einrannte. Immerhin wurde Rennsport in Fulda einmal groß geschrieben. Doch das Event sollte nicht nur daran erinnern, sondern auch einem guten Zweck dienen: Unternehmen bilden die Rennställe, die die Teams – bestehend aus Erwachsenen und Kindern – beim Bau ihrer Seifenkiste unterstützen.

Mit dem Erlös werden in diesem Jahr die FZ-Spendenaktion „Ich brauche Deine Hilfe!“ und das Projekt „Ambinius – die Kita-Plus“ der St.-Antonius-Stiftung gefördert. 40 Unternehmen haben sich gefunden, die den Rennteams beim Bau der Kisten und beim Rennen selbst zur Seite stehen.

Der Kreativität beim Kistenbau sind keine Grenzen gesetzt. Beim letzten Seifenkistenrennen vor zwei Jahren rauschten eine hohe Bäckerrennkiste mit dem Namen Renn-Semmel, ein täuschend echt wirkender Oldtimer und eine blitzschnelle Rennsäge die Piste entlang. Was uns in diesem Jahr erwarten wird?

Auch an den Ständen der Rennställe entlang der Pauluspromenade wird eine Menge los sein. Unser Stand beispielsweise wird kurzerhand zum Pokéstop erklärt und wir versorgen die Stops um uns herum mit Lockmodulen.

Den Ablaufplan findest du hier.[/vc_column_text]

Laufen, entspannen und Metallica

Laufen, entspannen und Metallica

[vc_column_text]Und Runde drei unserer regionalen Olympioniken: Wer ist der Fuldaer Julian Flügel (29)? Da der Langstreckenläufer neben seiner Sportlerkarriere 30 Stunden pro Woche arbeitet, bezeichnet er sich selbst als “Halbprofi” – umso freudiger die Nachricht im Januar, dass er sich für die olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert hat. Für ihn bedeutet Laufen Freiheit. Hier seine Antworten auf unsere zehn Satzanfänge:

[/vc_column_text]