Großer Demotag: Das erwartet dich am Samstag in Fulda

Großer Demotag: Das erwartet dich am Samstag in Fulda

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]Am Samstag wird ordentlich was los sein in Fulda. Dann demonstriert die rechtsextreme Kleinstpartei “Der III. Weg” in der Innenstadt. Die Fuldaer wollen das nicht auf sich sitzen lassen. Den ganzen Tag über wird es mehrere Gegenveranstaltungen geben – und zum Abschluss eine Party. Hier ein Überblick über die geplanten Aktionen.
[/vc_column_text][vc_column_text]Bonifatiusplatz

Im Bereich des Bonifatiusplatzes finden die Aktionen des Bündnisses “Für ein demokratisches und weltoffenes Fulda” statt. Das Aktionsbündnis setzt sich aus katholischer und evangelischer Kirche, vielen Verbänden, Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen sowie einem Großteil der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zusammen. Um 14.30 Uhr beginnt das Programm aus Musik, Reden und Theater.

Uniplatz

Hier ruft der Verein “Fulda stellt sich quer” zum friedlichen Protest auf. Unter dem Motto “Wir sind Fulda #wirsindmehr” versammeln sich rund 80 Organisationen. Ab 15 Uhr wird es ein Programm aus Musik und Wortbeiträgen geben. Für 18.30 Uhr ist eine Abschlusskundgebung geplant.

Borgiasplatz

Hier will die Partei “Die Partei” ab 13.30 Uhr eine Mahnwache abhalten. „Wie passt es eigentlich zusammen, dass diese sogenannte ‘Partei’ eine Blut-und-Boden-Ideologie vertritt und zum geplanten Fackelmarsch KameradX aus halb Europa ankarrt? Wenn das der Führer wüsste…”, schreibt die 2. Vorsitzende Wynonna Weber in einer Pressemitteilung.

Kulturkeller

Für alle, die ein Zeichen gegen die Neonazis gesetzt haben, gibt es am Ende eine Belohnung. Im Kulturkeller startet am Samstag um 19.30 Uhr die After-Demo-Party “Aufmucken gegen Rechts”. Für Musik sorgen DJ Shaggy, Cynthia Nickschas und Blaufuchs. | alb, sps[/vc_column_text][vc_video link=”https://youtu.be/22Z3ARmrwsM” title=”Protest gegen Demo von “Der III. Weg“ in Fulda (26.08.2017)” css=”.vc_custom_1550223823674{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1550224204584{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]

Mehr zum Thema “Der III. Weg” in Fulda

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1550224177572{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”132319″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/fuldas-stadtpfarrer-iii-weg-steht-entgegen-allen-christlichen-werten/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”131176″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/frueher-in-terror-truppe-heute-bei-der-iii-weg/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”130009″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/matthias-fischer-nazi-fuehrer-von-der-iii-weg/”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1550224185331{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128962″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-deutschland-und-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128274″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-npd-ib-immer-wieder-rechtsextreme-in-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128278″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-fulda-protest-gegen-neonazi-marsch-geplant/”][/vc_column][/vc_row]

Stadtpfarrer Buß: “‘Der III. Weg’ steht entgegen allen christlichen Werten”

Stadtpfarrer Buß: “‘Der III. Weg’ steht entgegen allen christlichen Werten”

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]Antisemitisch, fremdenfeindlich, gegen die Demokratie: Mit dem “III. Weg” marschiert am Samstag eine Gruppe, die sich auf den Nationalsozialismus beruft, durch Fulda. Der katholische Stadtpfarrer Stefan Buß sagt im Interview, wie er zu diesen Extremisten steht.
[/vc_column_text][vc_column_text]Wie beurteilen Sie als Vertreter der katholischen Kirche in Fulda den „III. Weg“?

„Der III. Weg“ verbreitet Antisemitismus sowie Fremdenfeindlichkeit und instrumentalisiert geschichtliche Ereignisse und Zahlen. Er steht gegen Demokratie und Menschenrechte und ist somit auf das schärfste zu verurteilen.

„Der III. Weg“ vereinnahmt die Opfer der Bombardements auf Dresden während des Zweiten Weltkriegs für sich: Missbraucht er sie?

Es werden Zahlen unkorrekt veröffentlicht, und es wird von Überfällen gesprochen. Die Realität, dass der Zweite Weltkrieg von Nazideutschland ausging, wird vollständig außer Acht gelassen. Es entspricht nicht der Pietät und Würde der damaligen Opfer, wenn sie für undemokratische Propaganda missbraucht und instrumentalisiert werden.[/vc_column_text][vc_single_image image=”131838″ img_size=”full” add_caption=”yes” alignment=”center”][vc_column_text]

“Missachtung der Menschenwürde”

Inwiefern widersprechen die Ansichten dieser Organisation den christlichen Werten?

Die politischen Ziele stehen entgegen allen christlichen Werten und entgegen zum christlichen Menschenbild. Zu den christlichen Werten zählen die Würde jedes Menschen. Von daher ist es völlig unchristlich Fremdenhass zu schüren.

Ausgrenzen oder mit ihnen reden: Wie sollten Christen mit Rassisten umgehen?

Es ist schwer, mit solchen politischen Richtungen ins Gespräch zu kommen. Das heißt aber auch nicht ausgrenzen, sondern sich klar von diesen Positionen abgrenzen.

Welche Gefahren gehen aus Ihrer Sicht von Gruppen wie dem „III. Weg“ aus?

Die Gefahr besteht darin, dass demokratische Werte unseres Grundgesetzes missachtet und verletzt werden. Nationalsozialistisches Gedankengut missachtet die Menschenwürde und die demokratischen Rechte.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=22Z3ARmrwsM” title=”Protest gegen Demo von “Der III. Weg“ in Fulda (26.08.2017)” css=”.vc_custom_1549631313990{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][vc_column_text]

“Mehrheit ist für weltoffenes Fulda”

Auf welche Art und Weise sollten sich die Fuldaer den Aktivisten vom „III. Weg“ entgegenstellen?

Es muss in unserer Stadt deutlich werden, dass die Mehrheit für ein demokratisches und weltoffenes Fulda ist, wo jeder Mensch anerkannt ist und Heimat findet, egal welcher Nationalität und Religion.

Welche Aktivitäten plant die katholische Kirche in Fulda am 16. Februar anlässlich der Demonstration?

Zusammen mit der evangelischen Kirche und den Fraktionen der demokratischen Parteien wollen wir an diesem Samstag ein Zeichen setzen für das, was uns in unserer Welt als Werte wichtig und wertvoll ist. Dass die Mehrheit der Bürger unserer Stadt für Demokratie und Menschenrechte einsteht.

Was möchte die katholische Kirche damit bewirken?

Wie möchten uns für Menschenrechte, Gleichbehandlung, Demokratie und gegen Fremdenhass einsetzen – für die Werte unserer Gesellschaft.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1549626545375{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]

Mehr zum Thema “Der III. Weg” in Fulda

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1550224166834{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”131176″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/frueher-in-terror-truppe-heute-bei-der-iii-weg/”][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”130009″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/matthias-fischer-nazi-fuehrer-von-der-iii-weg/”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1549626559025{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128962″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-deutschland-und-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128274″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-npd-ib-immer-wieder-rechtsextreme-in-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128278″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-fulda-protest-gegen-neonazi-marsch-geplant/”][/vc_column][/vc_row]

Früher in Terror-Truppe, heute bei „Der III. Weg“

Früher in Terror-Truppe, heute bei „Der III. Weg“

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=”20″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Es gibt Mitglieder bei “Der III. Weg”, die zum Äußersten bereit sind. Eines ist Teil einer terroristischen Organisation gewesen. Die hatte ein Bombenattentat in München geplant.
[/vc_column_text][vc_column_text]„Anstatt Geld in den überflüssigen Schutz von Synagogen zu pumpen, sollte die Stadt lieber in die Sicherheit der Deutschen investieren.“ Das hat der Münchner Karl-Heinz Statzberger im Sommer 2018 gesagt. Statzberger ist “Leiter des Stützpunkts München/Oberbayern” der Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Die Partei wünscht sich einen „deutschen Sozialismus“ und gibt sich antisemitisch.

Dass ausgerechnet der Funktionär Statzberger diese Aussage getätigt hat, ist extrem zynisch und entlarvend. Nicht nur, weil er jüngst Gastgeber eines ehemaligen Waffen-SS-Mitglieds gewesen ist und die Freilassung eines Holocaust-Leugners fordert.[/vc_column_text][vc_column_text]

Kameradschaft Süd plante Bombenanschlag

Unter den Rechtsextremen in Deutschland zählt der Bayer zur extremsten Sorte. Am 4. Mai 2005 hat ihn das Bayerische Oberste Landesgericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Statzberger ist Teil einer terroristischen Vereinigung gewesen. Deren Anführer: Martin Wiese. Dieser bekam sieben Jahre Haft aufgebrummt. Auch Teil der Gruppe: Thomas Schatt. Er ist mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.

Die Gruppe nannte sich Kameradschaft Süd. Das Gericht sah es als erwiesen, dass sie einen Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrums am St.-Jakobs-Platz in München geplant hatte. Der befindet sich im Zentrum der Stadt, zu Fuß etwa fünf Minuten vom Marienplatz entfernt.[/vc_column_text][vc_gmaps link=”#E-8_JTNDaWZyYW1lJTIwc3JjJTNEJTIyaHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuZ29vZ2xlLmNvbSUyRm1hcHMlMkZlbWJlZCUzRnBiJTNEJTIxMW0yOCUyMTFtMTIlMjExbTMlMjExZDE2MzYuMDk3ODEzMjE3MzczNiUyMTJkMTEuNTcyOTE0NTUwMjg4NDY2JTIxM2Q0OC4xMzU2MjUyNjgwNjE0MSUyMTJtMyUyMTFmMCUyMTJmMCUyMTNmMCUyMTNtMiUyMTFpMTAyNCUyMTJpNzY4JTIxNGYxMy4xJTIxNG0xMyUyMTNlMiUyMTRtNSUyMTFzMHg0NzllNzU4YWQ4NWViOTFkJTI1M0EweGUyNzQ4NWZjN2IyNTU2N2IlMjEyc01hcmllbnBsYXR6JTI1MkMlMkJNJTI1QzMlMjVCQ25jaGVuJTIxM20yJTIxMWQ0OC4xMzcwMzM5JTIxMmQxMS41NzU4MTM0JTIxNG01JTIxMXMweDQ3OWRkZjVmZjNkNGRmNWQlMjUzQTB4ZTNhZmE0Y2E1MWZlOGEyNyUyMTJzU2Fua3QtSmFrb2JzLVBsYXR6JTI1MkMlMkI4MDMzMSUyQk0lMjVDMyUyNUJDbmNoZW4lMjEzbTIlMjExZDQ4LjEzNDY3MDElMjEyZDExLjU3MjgzMTUlMjE1ZTElMjEzbTIlMjExc2RlJTIxMnNkZSUyMTR2MTU0ODY3OTg4OTA2MyUyMiUyMHdpZHRoJTNEJTIyNjAwJTIyJTIwaGVpZ2h0JTNEJTIyNDUwJTIyJTIwZnJhbWVib3JkZXIlM0QlMjIwJTIyJTIwc3R5bGUlM0QlMjJib3JkZXIlM0EwJTIyJTIwYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuJTNFJTNDJTJGaWZyYW1lJTNF” css=”.vc_custom_1548680354408{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][vc_column_text]Der Grundstein für das Zentrum sollte am 9. November 2011 gelegt werden. Angekündigt für den feierlichen Akt hatten sich der damalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, Johannes Rau, zu dieser Zeit Bundespräsident, und Paul Spiegel, der bis zu seinem Tod 2006 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gewesen ist. In der Anklageschrift stand daher, dass die Beschuldigten den Tod von Menschen in Kauf genommen hätten.

Wehrsportübungen im Wald

Für den geplanten Anschlag hatte sich die Kameradschaft Süd, seit 2002 unter Wieses Führung, in Ostdeutschland mehrere Pistolen und Sprengstoff besorgt. Dass die Rechtsextremen ihren Terrorplan nicht durchgezogen haben, hat mehrere Gründe. Zum einen haben Hausdurchsuchungen, die mit dem Anschlag nichts zu tun hatten, sie aufgeschreckt. Die Kameradschaft hat daraufhin das Ziel jüdisches Zentrum aufgegeben und andere Orte wie den Marienplatz in Erwägung gezogen.[/vc_column_text][vc_single_image image=”130076″ img_size=”full” add_caption=”yes”][vc_column_text]Zum anderen kam ihnen die Polizei mittels Lauschangriffs und V-Mann-Einsatzes auf die Schliche. Bei weiteren Durchsuchungen fanden die Ermittler Waffe, Munition und Sprengstoff. Mehr als ein Dutzend Rechtsextreme wurden zunächst festgenommen. Wiese und seine engsten Mitstreiter, darunter Statzberger und Schatt, kamen in U-Haft.[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1550056270011{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]

Weitere Knastbrüder vom “III. Weg”

Tony Gentsch (stellv. Vors. Gebietsverband Mitte)

Gentsch saß von April 2011 bis Mai 2013 wegen Körperverletzung im Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung feierten Neonazis im fränkischen Oberprex zwei Willkommensfeiern. In dem Ort befand sich eine Anlaufstelle der rechtsextremen Szene.

Pascal Stolle (Beisitzer im Vorstand Gebietsverband Mitte)

1997 hat Stolle mit anderen Rechtsextremen in Pritzwalk (Brandenburg) eine Punk-Band überfallen. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Stolle und seine Mittäter schlugen mit Baseballschlägern zwei Jugendliche nieder und verletzten sie lebensgefährlich.

Matthias Fischer (stellv. Bundesvorsitzender)

Fischer trat am 1. Februar 2010 eine dreimonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung an. Die Haftzeit verlängerte sich bis Ende September 2011, da eine Strafaussetzung zur Bewährung widerrufen wurde. Auf einer Veranstaltung in Weißenohe hatte er ausgehungerte KZ-Häftlinge als “Weight-Watchers-Werbung” bezeichnet, schreibt das Portal nordbayern.de.

[/vc_column_text][vc_column_text]Dass die Kameradschaft Süd zum Äußersten bereit gewesen ist, hat damals nicht verwundert. Von Personen aus dem Führungskreis sind Äußerungen wie die folgenden bekannt: „Alle Juden müsste man auf den Mond schießen oder auf eine Insel verbannen“ und „Dem Adolf Hitler haben wir’s geschworen, dem Adolf Hitler reichen wir die Hand“. In einer Dokumentation der der SPD nahe stehenden Friedrich-Ebert-Stiftung heißt es: „Die Aufgabe des Führungskreises soll es gewesen sein, die politischen Ziele auch durch den Einsatz von Waffen und Sprengstoff umzusetzen.“ Laut der Dokumentation haben die Mitglieder der Gruppe jeden Sonntag Wehrsportübungen in Waldgebieten nahe München durchgeführt.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=22Z3ARmrwsM” title=”26.08.2017: Hunderte demonstrieren in Fulda gegen “Der III. Weg“” css=”.vc_custom_1548680387739{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][vc_column_text]

“Der III. Weg”: Ideologische Heimat für Ex-Terroristen

Als Wiese aus dem Knast kommt, darf er keinen Kontakt zu seinen Mittätern – also unter anderen Statzberger und Schatt – aufbauen. Dafür trifft er auf einer Nazi-Demo in Wunsiedel im November 2011 Matthias Fischer. Der heutige stellvertretende Bundesvorsitzende von „Der III. Weg“ ist damals der führende Aktivist des rechtsextremen „Freien Netzes Süd“ (FNS) gewesen. Der bayerische Verfassungsschutz geht damals von einer engen Zusammenarbeit der „beiden führenden Neonazis“ aus.

Ideologisch wird „Der III. Weg“ ab seiner Gründung im Herbst 2013 Wiese, Statzberger und Schatt eine Heimat bieten. Wiese hat in den vergangenen Jahren an mehreren Demos der Partei teilgenommen. Ob und inwiefern er dort aktiv ist, ist nicht ganz klar. Schatt fotografiert und filmt während Veranstaltungen der Neonazi-Partei zumindest zwischenzeitlich Gegendemonstranten. Und Statzberger ist im Gebietsverband Süd, zu dem die “Stützpunkte” in Bayern zählen, ein führender Aktivist.[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548680410635{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][/vc_column_text][vc_column_text]

Statzberger will Freiheit für Holocaustleugner Mahler

Im Herbst 2018 hatte Statzbergers “Stützpunkt” ein ehemaliges Mitglied der Waffen-SS zu einem Vortrag eingeladen. „Anschaulich und humorvoll berichtete er in seinem etwa zweistündigen Vortrag von seiner Zeit bei der Hitlerjugend, seiner Ausbildung in einem Reichsbahnausbesserungswerk, seiner Tätigkeit beim Reichsarbeitsdienst und natürlich von der Waffen-SS“, schreibt „Der III. Weg“ dazu auf seiner Website. Laut dem Bericht soll Statzberger seinem Gast „vor allem auch für seine Dienste für Deutschland“ gedankt haben.

Einen Monat später forderte Statzberger laut einem Bericht seiner rechtsextremen Partei Haftentlassung für Horst Mahler, der im Sterben liege. Mahler gilt als Mitgründer der linksextremen Terrororganisation RAF. Später ist er in das rechtsextreme Lager gewechselt. Gerichte haben Mahler mehrfach zu Haftstrafen verurteilt, weil dieser den Holocaust, den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Juden, leugnet. Diesen Mann bezeichnet „Der III. Weg“ als Freiheitskämpfer. Sie ist eine rechtsextreme Gruppe, deren führende Mitglieder wie Statzberger ihren Antisemitismus offen ausleben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548681135717{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]

Mehr zum Thema “Der III. Weg” in Fulda

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548681143325{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”132319″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/fuldas-stadtpfarrer-iii-weg-steht-entgegen-allen-christlichen-werten/”][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”130009″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/matthias-fischer-nazi-fuehrer-von-der-iii-weg/”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548681143325{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128962″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-deutschland-und-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128274″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-npd-ib-immer-wieder-rechtsextreme-in-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128278″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-fulda-protest-gegen-neonazi-marsch-geplant/”][/vc_column][/vc_row]

Matthias Fischer: Der Nazi-Führer von “Der III. Weg”

Matthias Fischer: Der Nazi-Führer von “Der III. Weg”

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]Jahrelang galt er als eine zentrale Person der bayerischen Naziszene. Mittlerweile ist Matthias Fischer stellvertretender Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“. Sein Name taucht in einem Dokument auf, das Ermittler beim NSU gefunden hatten.[/vc_column_text][vc_column_text]Knapp eineinhalb Jahre ist es her, da marschierte Matthias Fischer nahezu an vorderer Front einer Gruppe von etwa 100 Rechtsextremen durch Fulda. Es handelte sich um Anhänger und Mitglieder der Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Vor Fischer liefen nur die Trommler des Demozugs. Neben ihm Klaus Armstroff. Der ist Bundesvorsitzender der Partei, die für den 16. Februar eine weitere Demo in Fulda angemeldet hat. Fischer ist Armstroffs Stellvertreter. Seine rechtsextreme Karriere hatte lange vor der Gründung der Partei begonnen.

„Mit 14 knüpfte ich erste Kontakte zu organisierten Nationalisten“, sagte Fischer 2017 einem rechtsextremen Magazin aus Polen. Der 1977 in Templin (Brandenburg) geborene Handwerker hat zwischenzeitlich Schlagzeug in der Rechtsrock-Band “Hate Society” gespielt und ist Mitglied von “Aryan Hope”. Das schreiben die Politologin Andrea Röpke und der Journalist Andreas Speit in ihrem Buch “Braune Kameradschaften”.

“Aryan Hope” ist in den USA im Umfeld des rassistischen und gewalttätigen Ku-Klux-Klans entstanden. Die Mitglieder sehen sich als „elitäre Gruppe“ der regionalen Kameradschaftsszene. Ihr Erkennungszeichen: ein „Aryan Hope“-Tattoo über dem linken Ohr. Laut einem Gutachten haben Teile der deutschen Szene 1999 in Budapest an einem Gedenkmarsch zu Ehren von SS-Einheiten teilgenommen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”129070″ img_size=”full” add_caption=”yes”][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”129078″ img_size=”full” add_caption=”yes”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

“Fränkische Aktionsfront”: Fischer legt Grundstein für “Der III. Weg”

In den 90ern zieht Fischer in den Raum Nürnberg. Mitte desselben Jahrzehnts beginnen seine rechtsextremistischen Aktivitäten innerhalb der Skinheadszene der Region. Das geht aus einer Antwort des bayerischen Innenministers an eine Abgeordnete vom 28. Februar 2014 hervor. Der Neonazi ist demnach zudem für das rechtsextreme Fanzine „Der Landser“, das zwischen 1998 und 2001 veröffentlich wurde, verantwortlich gewesen.

Bereits 2001 legt Matthias Fischer im Prinzip den Grundstein für den „III. Weg“. Damals entsteht die „Fränkische Aktionsfront“ (FAF). Der Templiner gilt als deren informeller Führer. 2004 wird die FAF wegen „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ verboten. Bis dahin ist sie laut dem bayerischen Innenminister Herrmann die „bedeutendste rechtsextremistische Gruppierung in Nordbayern“ gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text]

Eintritt in und Bruch mit der NPD

Die FAF verschwand also – ihre Aktivisten und deren neonazistisches Gedankengut leben jedoch weiter. Fischer tritt nach dem Verbot der NPD bei, wird Kreis- und Bezirksvorsitzender. Außerdem besetzt er den Posten eines Abteilungsleiters im Landesverband. Fischer ist damals die Schnittstelle zwischen Partei und sogenannten freien Nationalisten. 2005 tritt der Templiner als NPD-Direktkandidat bei der Bundestagswahl an. Im Wahlkreis Fürth erhält er 2,4 Prozent der Erststimmen.[/vc_column_text][vc_progress_bar values=”%5B%7B%22label%22%3A%22Christian%20Schmidt%20(CSU)%22%2C%22value%22%3A%2249.0%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%23000000%22%2C%22customtxtcolor%22%3A%22%23ffffff%22%7D%2C%7B%22label%22%3A%22Marlene%20Rupprecht%20(SPD)%22%2C%22value%22%3A%2234.6%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%23dd3333%22%2C%22customtxtcolor%22%3A%22%23000000%22%7D%2C%7B%22label%22%3A%22Norbert%20Schikora%20(Gr%C3%BCne)%22%2C%22value%22%3A%225.5%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%2381d742%22%2C%22customtxtcolor%22%3A%22%23000000%22%7D%2C%7B%22label%22%3A%22Christian%20Braner%20(FDP)%22%2C%22value%22%3A%224.2%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%23eeee22%22%7D%2C%7B%22label%22%3A%22Thomas%20H%C3%A4ndel%20(Die.Linke)%22%2C%22value%22%3A%224.2%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%238224e3%22%2C%22customtxtcolor%22%3A%22%23000000%22%7D%2C%7B%22label%22%3A%22Matthias%20Fischer%20(NPD)%22%2C%22value%22%3A%222.4%22%2C%22color%22%3A%22custom%22%2C%22customcolor%22%3A%22%23875a16%22%7D%5D” title=”Anteil Erststimmen im Wahlkreis Fürth bei der Bundestagswahl 2005″ css=”.vc_custom_1548762422498{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}” units=”%”][vc_column_text]Ende 2008 kommt es zum Bruch zwischen Fischer und der NPD. Auf dem Landesparteitag im November desselben Jahres versucht er mit anderen ehemaligen FAF-Kadern, den Kurs der NPD zu bestimmen und die Partei zu dominieren. Als dieser Versuch scheitert, tritt Fischer aus der Partei aus.

Noch im selben Jahr formiert sich das „Freie Netz Süd“ (FNS). Auch hier ist Fischer federführend. Das FNS zählt in der Spitze 150 Mitglieder, die aus rund 20 Neonazikameradschaften aus Bayern kommen. Einige sind FAF-Aktivisten gewesen. Im Sommer 2013 schätzt das bayerische Innenministerium das Mobilisierungspotential auf rund 300 Personen.[/vc_column_text][vc_column_text]

Knast für Fischer, Hausdurchsuchungen und FNS-Verbot

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet das FNS um Fischer seit dessen erstem Auftreten Ende 2008 – also kurz nach dem Bruch mit der NPD. Die Verfassungsschützer vermuten, dass das Netzwerk eine Ersatzorganisation für die verbotene FAF ist und deren verfassungswidrige Bestrebungen weiterverfolgen möchte.

Am 1. Februar 2010 tritt Matthias Fischer eine dreimonatige Haftstrafe an. Der Grund: Volksverhetzung. Am Ende hockt der Neonazi 20 Monate im Knast, weil eine Strafaussetzung zur Bewährung widerrufen wurde. Wenige Monate nach Ende der Haft organisiert Fischer mit dem FNS in Wunsiedel eine Demo. Dort trifft er sich mit Martin Wiese. Der hatte für sieben Jahre im Gefängnis gesessen. Wiese hatte 2003 mit anderen späteren “III. Weg”-Aktivisten einen Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung eines jüdischen Zentrums in München geplant.

In der Folgezeit wird die Luft für das FNS dünner. Ermittler haben immer mehr Anhaltspunkte für die Annahme, dass das Netzwerk ein FAF-Nachfolger ist. Am 10. Juli 2013 finden ab vier Uhr morgens Durchsuchungen statt. 700 Polizisten sind im Einsatz. Sie durchsuchen 73 Wohnungen – auch die von Fischer -, Arbeitsstätten und Postfächer von Neonazis. Der bayerische Innenminister spricht von „der größten und umfangreichsten vereinsrechtlichen Aktion gegen Angehörige der rechtsextremistischen Szene, die es in Bayern je gab“. Am 2. Juli 2014 verkündet der Freistaat Bayern das Verbot des FNS.[/vc_column_text][vc_column_text]

“Der III. Weg” als Nazi-Auffangbecken

Die Neonazis trifft das nicht unvorbereitet. Bereits im Herbst 2013 haben sie sich als Partei neuformiert – solche Organisationen können schwerer verboten werden. Gemeinsam mit dem früheren NPD-Mann Klaus Armstroff gründeten Matthias Fischer und andere damalige FNS- und vormalige FAF-Kader die Partei „Der III. Weg“. Fischer wird Leiter des Gebietsverbands Mitte. Zu diesem zählen die Stützpunkte in Brandenburg. Dorthin, nach Angermünde in der Uckermark, zieht Fischer 2015.[/vc_column_text][vc_video link=”https://youtu.be/22Z3ARmrwsM” css=”.vc_custom_1548254132235{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}” title=”26.08.2017: Hunderte demonstrieren in Fulda gegen “Der III. Weg“”][vc_column_text]

“Verbindungen zum NSU ungeklärt”

Welche große Rolle der Brandenburger in der deutschen Neonazi-Szene spielt, verdeutlicht ein Gutachten zu einem Ausschuss, der sich mit den Vorfällen rund um die rechtsextreme Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beschäftigt hat. Das Gutachten handelt unter anderem von zentralen Personen der rechtsextremen Szene im Raum Nürnberg. Bei einer dieser Personen handelt es sich um Matthias Fischer. Dessen Name ist in dem öffentlich zugängigen Dokument zwar bis auf das „M“ seines Vor- und das „Fi“ seines Nachnamen geschwärzt. Die Schilderungen der Aktivitäten und des Lebenslaufs dieser Person lassen jedoch keinen Zweifel, dass es sich um Fischer handelt.[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344839000{margin-top: 0px !important;margin-right: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;margin-left: 0px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 0px !important;padding-right: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;padding-left: 0px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;}”]In dem Gutachten heißt es:[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344969574{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;border-radius: 5px !important;}”]„Ungeklärt bleibt nach wie vor noch die Verbindung Fi___s zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Fi___ war als einer der Nürnberger Kontakte im Telefon des NSU-Terroristen Uwe Mundlos angegeben.“[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344703935{margin-top: 0px !important;margin-right: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;margin-left: 0px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 0px !important;padding-right: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;padding-left: 0px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;}”]Weiter steht im Gutachten:[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548668156764{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;border-left-style: solid !important;border-right-style: solid !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]„Ebenso liegen Indizien vor, aus denen zu schließen ist, dass sich das Anfang 2000er Jahre vom NSU verschickte Bekennerschreiben samt Geldspende im Besitz von M___ Fi___ befindet. Fi___ war 2001 Herausgeber der Publikation ‚Der Landser‘. Das Fanzine wurde in einer Adressatenliste genannt, an die das Bekennerschreiben offenbar verschickt wurde. […] Im Fanzine dankt Fi___ dann u.a. in den Ausgaben sechs und sieben (Ende 2000/Anfang 2001) den ‚Gönnern und Finanzierern‘ des Magazins.“[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344911865{margin-top: 0px !important;margin-right: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;margin-left: 0px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 0px !important;padding-right: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;padding-left: 0px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;}”]In einem späteren Kapitel schreibt der Gutachter:[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344997821{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]„Personen, die im NSU-Zusammenhang von großem Interesse sind […] und M___ Fi___. Letzterer führte die militante Fränkische Aktionsfront an, sein Name steht auf der Kontaktliste von Uwe Mundlos. Fi___ war zudem Herausgeber des Fanzines Der Landser.“[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548344920220{margin-top: 0px !important;margin-right: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;margin-left: 0px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 0px !important;padding-right: 0px !important;padding-bottom: 0px !important;padding-left: 0px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;}”]In Beschlussempfehlung und Bericht des dritten Untersuchungsausschusses im Bundestag aus 2017 steht zu dieser Thematik:[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548668134060{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 0px !important;border-right-width: 0px !important;border-bottom-width: 0px !important;border-left-width: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]”Die Entwicklung und überregionale Vernetzung der Strukturen und Gruppen, etwa wie der ‘Fränkischen Aktionsfront’, sowie das Verhalten führender und einflussreicher Angehöriger, die in großer Anzahl im mittelfränkischen Raum wohnen, wie z. B. Matthias F., wurde über die Jahre beobachtet. Über konkrete Anhaltspunkte möglicher Kontakte zwischen der Terrorgruppe ‘NSU’ und den lokalen Neonazi-Strukturen verfügte man jedoch nicht, auch wenn man im Polizeipräsidium Mittelfranken davon ausgeht, dass es Kontakte gegeben haben muss. Das Sachverständigengutachten für den Raum Nürnberg nimmt solche Kontakte ebenfalls an und weist darauf hin, dass Mitglieder der ‘Kameradschaft Jena’ beispielsweise Mitte der 1990er Jahre zu einem Kameradschaftsabend nach Nürnberg gereist seien, wobei Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, André Kapke und Ralf Wohlleben offenbar ebenfalls mitreisten.”[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548672308327{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]

Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU)

Der NSU hat 13 Jahre gemordet, Bomben gelegt und gezündet sowie Banken überfallen. Zur rechtsextremen Terrorzelle zählten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Sie ermordeten neun Menschen mit Migrationshintergrund und eine Polizistin. Doch weder Polizei noch Verfassungsschutz vermuteten hinter den Taten ein rechtsextremes Motiv. Hunderte Beamte ermittelten jahrelang in die falsche Richtung. Die Ermittler hätten selbst dann noch am vermuteten Tatmotiv “organisierte Kriminalität” festgehalten, als “Spur um Spur in diese Richtung ergebnislos blieb”, kritisierte 2013 der NSU-Untersuchungsausschuss.

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

[/vc_column_text][vc_column_text]

MAD vernichtet Akte über FAF und Fischer

Dass es einen Kontakt zwischen fränkischen Neonazis und dem NSU gegeben haben könnte, war dem Militärische Abschirmdienst (MAD) nach dem 4. November 2011 nicht in den Sinn gekommen. An diesem Tag wurden die Leichen der NSU-Terroristen Uwe Mondlos und Uwe Bönhardt gefunden.

In einem Bericht des NSU-Untersuchungsschusses des Bundestages (2013) steht, dass Mitarbeiter des MAD nach dem 4. November 2011 siebzehn mit “VS-VERTRAULICH” eingestufte Akten zum Phänomenbereich Rechtsextremismus vernichtet hatten. Eine Akte hatte sich demnach mit der Fränkischen Aktionsfront und Fischer beschäftigt. Der MAD ist damals laut Aussag eines Mitarbeiters vor dem Untersuchungsausschuss “keineswegs davon ausgegangen, dass sie [die Akten] einen Bezug zum NSU-Komplex haben”.[/vc_column_text][vc_column_text]

Hitler-Gruß und Rede auf Rechtsrock-Festival

Zumindest zu Ralf Wohlleben, der als NSU-Unterstützer gilt, hat Fischer sehr wahrscheinlich Kontakt gehabt. 2009 ist er einer der Redner auf dem “Fest der Völker” im Thüringischen Pößneck gewesen. Dabei handelt es sich um ein Rechtsrock-Festival, das erstmals 2005 in Jena stattgefunden hat. Einer der Organisatoren ist Wohlleben gewesen. Den verurteilt das Oberlandesgericht München im Juli 2018 wegen Beihilfe zu neun Morden zu zehn Jahren Haft. Demnach hatte Wohlleben den rechtsextremen NSU-Terroristen eine Waffe besorgt.[/vc_column_text][vc_single_image image=”129139″ img_size=”full” add_caption=”yes”][vc_column_text]Wenige Tage nach der Urteilsverkündung kommt der ehemalige Landesvorsitzende der Thüringen-NPD jedoch frei. “Der Haftbefehl war nach den gesetzlichen Vorschriften aufzuheben, weil nach aktuellem Verfahrensstand keine Gefahr mehr besteht, dass sich der Angeklagte dem Verfahren durch Flucht entziehen könnte”, heißt es in einem Schreiben der Justiz. Wohlleben hatte bis dahin sechs Jahre und acht Monate in U-Haft gesessen.

Im Jahr nach der Rede auf dem “Fest der Völker” wurde Matthias Fischer laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” auf einem Skinhead-Festival in Belgien gesehen. Dem Bericht zufolge haben er und ein weiteres damaliges Mitglied des Landesvorstands der NPD in Bayern während eines Konzerts einer in Deutschland verbotenen Band den Hitler-Gruß gezeigt.

Stellvertretender Bundesvorsitzender von “Der III. Weg”

Seit dem 30. September 2017 ist Matthias Fischer nun stellvertretender Bundesvorsitzender von „Der III. Weg“. Er folgte auf den Hessen Matthias Herrmann. Dass Fischer nicht von Beginn an im Bundesvorstand der Partei gesessen hat, begründen Experten wie folgt: Es könne eine Vorsichtsmaßnahme vor weiteren Verbotsmaßnahmen gewesen sein.

Mittlerweile scheint sich “Der III. Weg” diesbezüglich in Sicherheit zu wiegen. Und wenn Mitglieder und Anhänger der Partei am 16. Februar in Fulda demonstrieren, wird Fischer wie im August 2017 dabei sein – einer der Obernazis der rechtsextremen Szene Deutschlands.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548253032628{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]

Mehr zum Thema “Der III. Weg” in Fulda

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548252362629{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”132319″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/fuldas-stadtpfarrer-iii-weg-steht-entgegen-allen-christlichen-werten/”][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”131176″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/frueher-in-terror-truppe-heute-bei-der-iii-weg/”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548252362629{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128962″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-deutschland-und-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128274″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-npd-ib-immer-wieder-rechtsextreme-in-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128278″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-fulda-protest-gegen-neonazi-marsch-geplant/”][/vc_column][/vc_row]

Hetze, Rassenideologie und Lügen: „Der III. Weg“ in Deutschland und Fulda

Hetze, Rassenideologie und Lügen: „Der III. Weg“ in Deutschland und Fulda

[vc_row][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]Zurück zum Nationalsozialismus. Die Führer von „Der III. Weg“ haben extrem fragwürdige Wünsche für Deutschlands Zukunft. Anhänger der Neonazi-Partei sind auch in Fulda aktiv.[/vc_column_text][vc_column_text]Gerade einmal ein paar Hundert Mitglieder in Deutschland. Nicht einmal sechs Jahre alt. Ist doch echt nicht der Rede wert, oder?

So könnte man argumentieren, wenn es um die Neonazipartei „Der III. Weg“ geht. Schließlich haben sich schon einige stramm rechte Parteien in Deutschland von selbst erledigt, sind ganz verschwunden (DVU) oder spielen bei Wahlen keine Rolle mehr (NPD, Republikaner).

„Der III. Weg“ allerdings ist anders. Er hat gar nicht vor, diesen Parteien nachzueifern. Bei Wahlen um die Stimme des „Normalbürgers“ zu werben? Das steht zumindest vorerst nicht – flächendeckend – an. „Der III. Weg“ hat sich als Partei organisiert, weil ihm das ein paar nette Vorteile bringt.[/vc_column_text][vc_column_text]

Die Ideologie von „Der III. Weg“

„Der III. Weg“ vertritt Ansichten, die in großen Teilen mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind. In ihrem „Zehn-Punkte-Programm“ fordert die Partei unter anderem einen „Deutschen Sozialismus“, die Todesstrafe für Kindermord und andere Kapitalverbrechen sowie „die Erhaltung und Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes“. Matthias Fischer, mittlerweile stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei, wird in einem Interview mit einem rechtsextremen Magazin aus Polen deutlicher: „Wir sehen das Europa der Zukunft als Eidgenossenschaft gleichberechtigter, souveräner weißer Völker.“

2017 zählte „Der III. Weg“ laut Bericht des hessischen Verfassungsschutzes 500 aktive und Fördermitglieder – 15 lebten in dem Jahr in Hessen. Seit 2014 hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei auf dem Schirm. In einem seiner Berichte schreibt es: „Der III. Weg“ lehne das demokratische Wertesystem ab. Er strebe eine Gesellschaftsordnung in Anlehnung an den historischen Nationalsozialismus an. Der hessische Verfassungsschutz kommt zu einem ähnlichen Urteil. Demnach möchte die Partei den liberalen Staat durch einen autoritären ablösen.[/vc_column_text][vc_column_text]

Die Rolle von NPD und FNS

An der Spitze von „Der III. Weg“ steht als Bundesvorsitzender der ehemalige NPD-Funktionär Klaus Armstroff. Gemeinsam mit anderen Ex-NPDlern und Neonazis, die zur Führung von „Freies Netz Süd“ (FNS) gehört haben, hat er die Partei am 28. September 2013 in Heidelberg gegründet. Wenige Monate zuvor, am 10. Juli 2013, hatten in Bayern 700 Polizisten 70 Wohnungen, Arbeitsstätten und Postfächer führender Rechtsextremisten durchsucht. Die Aktion erfolgte im Rahmen eines breit angelegten vereins-gesetzlichen Ermittlungsverfahrens gegen das FNS.

Das FNS ist ein Netzwerk von Neonazis gewesen. Das bayerische Innenministerium hat es am 23. Juli 2014 schließlich verboten. Zu den FNS-Führungspersonen gehörte Matthias Fischer, der bis vor wenigen Jahren mit seiner Familie in Franken gelebt hat. Der stellvertretende Bundesvorsitzende von „Der III. Weg“ ist viele Jahre eine zentrale Person innerhalb der bayerischen Neonaziszene gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548427193105{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #ffffff !important;border-left-color: #000000 !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #000000 !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #000000 !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #000000 !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”]

Früher FNS-Führer, heute “III. Weg”

Unter anderem diese früheren FNS-Kader sind heute zentrale Personen von “Der III. Weg” oder waren es zumindest zwischenzeitlich: Matthias Fischer, Norman
Kempken, Karl-Heinz Statzberger, Tony Gentsch und Martin Wiese.

[/vc_column_text][vc_single_image image=”128901″ img_size=”full” add_caption=”yes” alignment=”center”][vc_column_text]

„Der III. Weg“: Nur eine Scheinpartei?

Obwohl als Partei organisiert, ist „Der III. Weg“ bisher nur zu zwei Wahlen angetreten. Zur Kommunalwahl in Bad Dürkheim, dem Wohnort des Parteivorsitzenden Armstroff, und zur Landtagswahl in Rheinlandpfalz. Die Ergebnisse: 0,5 beziehungsweise 0,1 Prozent der Wählerstimmen.

Zwar fasst die Partei die Teilnahme an der Landtagswahl in Sachsen sowie an den Kommunalwahlen in diesem Bundesland und in Thüringen ins Auge. Das geht aus Berichten, die „Der III. Weg“ auf seiner Website veröffentlich hat, hervor. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht jedoch davon aus, dass die Partei sich hauptsächlich als solche organisiert, um in den Genuss bestimmter Vorteile zu kommen.

Im Verfassungsschutzbericht 2014 steht dazu:

„Um weitere Verbote zu erschweren, ist die neonazistische Szene bei der Parteiform als Organisierungs­modell fündig geworden. Mit den Organisationen ‘DIE RECHTE’ und ‘Der III. Weg’ gibt es derzeit zwei relativ junge rechtsextremistische Parteien, die zunehmend von Neonazis als Plattform für ihre Aktivitäten genutzt werden.

Angesichts ihrer relativen Verbotsfestigkeit nach Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes und ihrer Aktionsmöglichkeiten sind Parteistrukturen für Neonazis und andere parteiungebundene Rechts­extremisten attraktiv. Demonstrationen oder Kundgebungen können als Parteiveranstaltungen deklariert und nur unter engen Voraussetzungen verboten werden.“

[/vc_column_text][vc_column_text]

„Herausbildung eines neonazistischen Kaders“

Zwei Jahre später schreibt der Verfassungsschutz mit Bezug auf Berichte von der Partei-Website:

„‘Der III. Weg‘ beansprucht weiterhin für sich, ‚keine Partei wie jede andere‘ zu sein, sondern sieht sich in kompromissloser Opposition zum ‚System der BRD‘. Die Beteiligung an Wahlen – also an dem Prozess der demokratischen Willensbildung – betrachtet die Partei als ‚vorgegebenen Weg‘, um in einem ver­achteten System die eigene Position festigen zu können. Dabei ist der Partei weniger an Zuspruch von ‚Normalbürgern‘ gelegen – die hierauf ausgerichtete Agenda der AfD, aber auch der NPD wird als ‚systemkonform‘ kritisiert – als vielmehr an der Her­ausbildung eines neonazistischen Kaders.“

Und wer fester Teil dieses Kaders werden darf, darauf achtet die Neonazi-Partei genau. Im Gespräch mit einem rechtextremen polnischen Magazin sagt Matthias Fischer 2017:

„Um unsere Partei gesund wachsen zu lassen, haben wir für Interessenten die Fördermitgliedschaft, hier kann der Interessent für sich selbst herausfinden, ob unsere Organisation die richtige für ihn ist. Gleichzeitig nutzt die Partei die Möglichkeit, zu prüfen, ob man charakterlich und politisch zusammenpasst. Wenn beide Seiten sich einig sind, steht einer aktiven Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten nichts mehr im Wege. Mit dieser Handhabung halten wir uns Egozentriker, Selbstdarsteller oder den einfachen politischen Schädling fern und haben somit wieder mehr Zeit für die eigentliche politische Arbeit und verkommen nicht zum Selbstzweck.“

[/vc_column_text][vc_column_text]

Die Köpfe von „Der III. Weg“

Die Mitglieder der Partei laut eigenen Angaben auf 19 Stützpunkte. Diese versammeln sich in den drei Gebietsverbänden Mitte, Süd und West. Ein Gebietsverband Nord befindet sich laut „Der III. Weg“ im Aufbau. Hessen zählt zum Gebietsverband West. Deren Vorsitzender ist Julian Bender. Im Süden hat Kai Andres Zimmermann das Sagen. Sein Stellvertreter heißt Matthias Bauerfeind (s. Titelbild). Er hat während des Marschs der Partei durch Fulda im August 2017 den Einpeitscher gegeben. Dem Gebietsverband Mitte sitzt der stellvertretende Bundesvorsitzende Fischer vor – neben Klaus Armstroff die zentrale Person von „Der III. Weg“.[/vc_column_text][vc_column_text css=”.vc_custom_1548087686792{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-style: solid !important;border-right-style: solid !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}”][/vc_column_text][vc_column_text]Die Partei pflegt Kontakte zu Neonazis und Rechtsextremen im Ausland. Mitglieder von „Der III. Weg“ nehmen laut Verfassungsschutz regelmäßig an Märschen im Osten und im Südosten Europas teil. Im Gegenzug lassen sich Neonazis aus anderen Ländern auf Veranstaltungen der Partei blicken. Am 18. Februar 2017 hat der Leiter der militanten skandinavischen Neonazi-Organisation „Nordischer Widerstand“ auf einer Demonstration von „Der III. Weg“ in Würzburg gesprochen. Weitere persönliche Kontakte bestehen laut Verfassungsschutz in Griechenland, Portugal und Bulgarien.[/vc_column_text][vc_column_text]

Hetze und zurechtgebogene Wahrheiten

Um seine Theorien von drohendem „Volkstod“ und einer „Überfremdung“ zu belegen, hat sich „Der III. Weg“ den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa zunutze gemacht. Auf ihrer Website schreibt die Partei: „Viele der illegal in die BRD Eingewanderten bringen die fast ausgerottet geglaubten Krankheiten nach Europa zurück und ‚bereichern‘ uns auch in diesen Bereichen.“ Der Bundesvorsitzende Armstroff hält Brandanschläge auf als Unterkünfte für Asylbewerber geplante Gebäude für „nachvollziehbare“ Taten.

„Der III. Weg“ sieht nationalistische Bewegungen in Deutschland zudem zu Unrecht systematisch bekämpft. Armstroff-Stellvertreter Fischer dazu 2017 in einem Interview: „In der BRD wurden bisher mehr Parteien und Vereine verboten als im ‚Dritten Reich‘ und der DDR zusammen.“

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung wurden in der Bundesrepublik Deutschland bisher zwei Parteien verboten. Die Sozialistische Arbeiterpartei 1952, vier Jahre später die Kommunistische Partei Deutschlands. Zudem wurden demnach die Freiheitliche Arbeiter Partei und die Nationale Liste 1995 nach Vereinsrecht verboten. Was andere Vereinsverbote angeht: Das Bundesinnenministerium spricht vom Verbot 17 rechtsextremistischer Organisationen seit 1964. Dass im „Dritten Reich“ diesbezüglich großzügigere Verhältnisse geherrscht haben sollen, ist schwer zu vermitteln. Zum einen hatten die Nazis am 14. Juli 1933 die NSDAP als einzige politische Partei in Deutschland erklärt. Zum anderen wurden im „Dritten Reich“ die meisten Organisationen wie Vereine mittels Gleichschaltung auf die politischen Ziele der Nationalsozialisten ausgerichtet.[/vc_column_text][vc_column_text]

„Der III. Weg“ in Fulda

In Fulda ist die Partei erstmals Ende 2016 aktiv gewesen. Auf dem Weihnachtsmarkt hatte ein als Weihnachtsmann verkleideter Aktivist Plätzchen und Flyer verteilt. Im Februar des folgenden Jahres stellte der Gebietsleiter West, Julian Bender, im Raum Fulda den „III. Weg“ vor. Laut Informationen von move36 soll die Parteivorstellung in einem Gebäude in der Gemeinde Eichenzell stattgefunden haben.

Im Sommer desselben Jahres ließ sich „Der III. Weg“ vermehrt in Fulda Blicken. Aktivisten verteilten Flugblätter, auf denen die Partei vor „kriminellen Ausländern“ auf dem Schützenfest warnt. Im August 2017 erhielten „ausgewählte Deutschenhasser im Raum Fulda zu Bötchen gefaltete ‚Asylflut stoppen!‘-Flugblätter“, wie die Neonazi-Partei auf ihrer Website schreibt. Ende desselben Monats marschierten etwa 100 Anhänger aus ganz Deutschland stundenlang während einer „III. Weg“- Demo durch die Stadt. Im Herbst 2017 liefen Aktivisten der Partei mehrfach Streife in Fulda.[/vc_column_text][vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=22Z3ARmrwsM” css=”.vc_custom_1548254213521{margin-top: 10px !important;margin-right: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;margin-left: 10px !important;border-top-width: 2px !important;border-right-width: 2px !important;border-bottom-width: 2px !important;border-left-width: 2px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;border-left-style: solid !important;border-right-style: solid !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-style: solid !important;border-radius: 5px !important;}” title=”26.08.2017: Hunderte demonstrieren in Fulda gegen “Der III. Weg“”][vc_column_text]Wie viele Mitglieder die Partei in der Region Fulda hat, ist nicht klar. Es dürfte sich um eine Handvoll handeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich der Kreis der Sympathisanten auf eine ebenso geringe Anzahl begrenzt.

Nachdem es im vergangenen Jahr in Fulda weitestgehend ruhig um den „III. Weg“ geworden war, brachte er sich kurz vor dem Jahreswechsel wieder in Erinnerung. Am Abend des 30. Dezembers liefen 20 Anhänger der Partei mit einem Banner durch die Stadt und forderten einen „deutschen Sozialismus“.

Es ist eine Art Vorhut gewesen. Für den 16. Februar hat „Der III. Weg“ eine Demo in Fulda angemeldet. Dann könnte es sein, dass Hunderte Neonazis durch die Stadt ziehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548086487889{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column][vc_empty_space height=”20″][vc_column_text]

Mehr zum Thema “Der III. Weg” in Fulda

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548086497104{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”132319″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/fuldas-stadtpfarrer-iii-weg-steht-entgegen-allen-christlichen-werten/”][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”131176″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/frueher-in-terror-truppe-heute-bei-der-iii-weg/”][/vc_column][/vc_row][vc_row css=”.vc_custom_1548086497104{background-color: #004f22 !important;}”][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”130009″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/matthias-fischer-nazi-fuehrer-von-der-iii-weg/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128274″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-npd-ib-immer-wieder-rechtsextreme-in-fulda/”][/vc_column][vc_column width=”1/3″][vc_single_image image=”128278″ img_size=”full” onclick=”custom_link” link=”https://www.move36.de/gesellschaft/der-iii-weg-in-fulda-protest-gegen-neonazi-marsch-geplant/”][/vc_column][/vc_row]