“Ein viertel Sabbatjahr”

Fuldaer Gastro-Urgestein Jochen Breusch schenkt nun im Markt2 aus

Andreas Werner und Jochen Breusch managen die Bar in der Markt2

Acht Jahre hat er die ehemalige Café Bar 22 geführt, bevor er sich aus der Selbstständigkeit verabschiedete. In der Fuldaer Kneipenszene ist Jochen Breusch (46) aber schon sein halbes Leben am Start. Nach “einem viertel Sabbatjahr” hat es ihn nun wieder hinter die Theke verschlagen: Zusammen mit Andreas Werner (36) managt er die Bar im Markt2 am Gemüsemarkt. Wir haben mal gehorcht, wie er dort gelandet ist und wie es ihm gefällt.

Nach der Café Bar wolltest du ja alles auf dich zukommen lassen; Gastronomie kann, muss aber nicht wieder, hast du gesagt. Wie bist du jetzt im Markt2 gelandet?

Das hat sich so ergeben, auf jeden Fall wollte ich in ein Angestelltenverhältnis. Der Platzhirsch stand auch noch zur Debatte, aber im Markt2 konnten sie auch jemanden gebrauchen, und so bin ich hier gelandet.

Die Selbstständigkeit war ja der Grund für deine kurze Auszeit …

Ja, da wollte ich raus. Ich konnte nicht mal mit meiner Freundin Essen gehen, ohne dass ständig das Handy klingelt, weil irgendwas ist in der Bar. Außerdem muss ich jetzt nicht mehr so nervige Sachen organisieren wie zum Beispiel Gebühren für die Gema, GEZ oder die Außenbestuhlung. Und als Selbstständiger hat man natürlich wenig Urlaub. Jetzt habe ich zwei feste freie Tage in der Woche und eine geregelte Urlaubszeit. Daran muss man sich zwar auch erst mal gewöhnen, aber es ist definitiv entspannter.

Hast du deine freie Zeit genossen?

Ja, ich habe quasi ein viertel Sabbatjahr eingelegt, aber irgendwann muss und will man natürlich wieder arbeiten.

Und wie gefällt’s dir im Markt2?

Super, das ist eine der schönsten Bars in Fulda. Ich bin ja erst ein paar Abende hier, aber das Team ist entspannt und mit Andreas die Bar zu managen, macht Spaß. Ich war früher selbst oft hier. Das Klientel ist sehr angenehm und überschneidet sich zum Teil mit dem in der Bar 22.

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