Latte Art ist Kaffee-Kunst! Mit ein wenig Übung gelingen dir kleine Kunstwerke wie eine Milchschaum-Blume. Deine Gäste werden staunen. (Foto: Nathan Dumlao/Unsplash)

Nichts trinken wir lieber – nicht einmal Mineralwasser: Was wären wir Deutschen ohne Kaffee? Über die unzähligen Aromen, Sorten, Zubereitungsmöglichkeiten und Geschichten, die sich um das schwarze Gold drehen, könnte man ganze Bücher füllen. Kleine Kaffeeröstereien schießen – auch in unserer Region – wie Pilze aus dem Boden. Wir sind dem Muntermacher Koffein auf den Grund gegangen, haben mit heimischen Experten gesprochen und die neuesten Kaffee-Trends aufgespürt. Die Geschichte erschien bereits im November 2017 im move36-Magazin.

Von Anna-Lena Bieneck

Auch wenn Kaffee in Deutschland auf Platz 1 der beliebtesten Getränke steht, gibt es viele, die ihn so gar nicht mögen. Mit seinem ganz besonderen Geschmack ist Kaffee nicht mit anderen Getränken zu vergleichen. Und weil die Hunderten Aromen und die besondere Wirkung, die Kaffee auf unseren Körper hat, das Getränk einfach unverwechselbar machen, ist die Menschheit schon immer von Kaffee fasziniert.

Blicken wir weit in die Geschichte zurück: Die ersten schriftlichen Zeugnisse von Kaffee finden sich im 9. und 11. Jahrhundert bei zwei persischen Ärzten, die von einem „Stärkungsmittel“ schwärmten, das aus dem Jemen stammt. Erster Ausfuhrhafen für Kaffee war damals Al Mukha (das heutige Mokka – na, klingelt’s?). Von Saudi-Arabien gelangte die Bohne über Ägypten in die Türkei und schließlich im 17. Jahrhundert nach Griechenland, Frankreich und Deutschland. In ganz Europa wurden Kaffeehäuser eröffnet, Kaffee wurde zum absoluten Modegetränk. Der französische Kaufmann Sylvestre Dufour beschäftigte sich damals als einer der Ersten mit der Wirkung der Bohnen. „Wenn unsere Kaufleute die ganze Nacht arbeiten wollen, trinken sie abends eine oder zwei Tassen“, schrieb er. „Nach dem Abendessen verhindert er das Einschlafen. Er wird deshalb von Leuten getrunken, die nachts studieren wollen.“ Das Kaffee Müdigkeit vertreibt, fiel also schon früh auf – eine Entdeckung, ohne die er wohl nie zum Kultgetränk geworden wäre.

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Paul Pawlowski, Heimat

„Ich trinke meinen Kaffee am liebsten in der Frenchpress zubereitet, schön grob gemahlen und mit einem Schuss heißer Milch. So ist er für mich am mildesten und bekömmlichsten.“

Dass diese Zauberkraft im Koffein liegt, weiß heute jeder. Es ist nicht nur eines der ältesten Aufputschmittel, sondern auch eines der wirksamsten und am besten verträglichen. Aber wie wirkt es denn nun genau? Lange nachdem Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1819 einen jungen Chemiker beauftragte, mehr über den wundersamen Wachmacher herauszufinden, haben Wissenschaftler das Geheimnis gelöst. Dass Koffein unser Schlafbedürfnis reguliert, wurde vor genau 20 Jahren bewiesen. 1997 fanden Forscher in Schweden heraus, dass Koffein die Substanz Adenosin austrickst, die sich nach und nach im Gehirn anhäuft, uns müde macht und erst beim Schlafen wieder verbraucht wird. Koffein heftet sich an die Andockstellen von Adenosin und löst Prozesse aus, die den Wachzustand verlängern und uns munter machen. Koffein kann aber nicht nur den Wachzustand aufrechterhalten, sondern angeblich auch helfen, die innere Uhr zu verstellen. Das kann etwa vor oder nach dem Urlaub nützlich sein, wenn man sich an eine andere Zeitzone anpassen muss.

“Mehr als 900 Aromen stecken in den Bohnen”

Es wirkt ähnlich wie Melatonin, das unseren Rhythmus von Wachen und Schlafen regelt. Um den Jetlag zu mildern und die Schlafphasen neu zu regeln, wird in den USA manchmal Melatonin verschrieben. In wissenschaftlichen Tests mit Piloten hat sich im Vergleich zu den Melatonintabletten auch Koffein als sehr wirksam herausgestellt.

Was viele nicht wissen: Koffein kurbelt außerdem den Fettstoffwechsel an und hat „Doping“-Eigenschaften. Es kann Atmungskapazität und Ausdauer erhöhen. Aus Angst verzichten daher einige Sportler auf koffein- haltigen Kaffee. Allerdings müssten sie schon mehr als fünf Tassen Kaffee täglich trinken, um „erwischt“ zu werden. Eine gewöhnliche Tasse Kaffee enthält etwa hundert Milligramm Koffein – übrigens eine relativ konstante Dosis, egal ob man nun Espresso oder Filterkaffee trinkt. In den Adern angelangt, erreicht das Koffein in weniger als fünf Minuten die Organe und das Nervensystem. Wie lange eine Tasse Kaffee „wirkt“, hängt unter anderem davon ab, wie viel man gegessen hat. Im Allgemeinen ist die Koffeinmenge im Blut aber nach etwa vier Stunden auf die Hälfte gesunken.

Um von dem legalen Aufputschmittel zu profitieren, muss man natürlich nicht unbedingt Kaffee trinken. Auch in Cola und Enerdydrinks oder in Schokoriegeln steckt Koffein. Aber viel wichtiger als seine Wunderwirkung ist bei dem Kultgetränk schließlich sein Geschmack. Um in dessen Genuss zu kommen, gibt es viele Möglichkeiten. Filter, Pads, Kapseln, ganze Bohnen – welche ist am besten?

Das ist erst mal Geschmacksache. Für viele ist es aber auch schlichtweg eine finanzielle Frage. Ein Student müsste wohl ein paar Monate auf der Straße leben, um sich vom Bafög einen „guten“ Kaffeevollautomaten leisten zu können, der nur mit den edelsten Bohnen gefüttert wird. Mittlerweile gibt es zwar auch günstige No-Name-Alternativen mit guter Bewertung, aber auch hierfür muss man 300 Euro übrig haben. Richtig edle Automaten können schnell 1000 Euro oder mehr kosten. Aber echte Liebhaber, die auf den Geschmack frisch gerösteter und gemahlener Bohnen schwören, kommen mit ein bisschen Knowhow auch an Kaffeegenuss, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu müssen. Die Lösung: Die Böhnchen per Hand mahlen.

Auf das Mahlwerk kommt es an

Wolfgang Klose betreibt gemeinsam mit Christiane Meurer die Rösterei Kaffeekultur in der Löherstraße. (Foto: Anna-Lena Bieneck)

Zuerst braucht man Bohnen. In Supermärkten findet man eine große Auswahl. Verschiedene Marken, verschiedene Preise. Allerdings verlieren Kaffeebohnen schon relativ schnell nach dem Rösten etwas von ihrem Aroma – das kann auch eine aromadichte Schutzverpackung nicht vollständig verhindern. Experten raten, Bohnen sechs bis acht Wochen nach der Röstung zu verbrauchen. Die Bohnen, die in den Supermärkten stehen, haben oft lange Transport- und Lagerwege hinter sich. Möglichst viel Aroma bieten Bohnen direkt aus dem Röster. In Fulda gibt es gleich drei Anlaufstellen: Wolfgang Klose in der Löherstraße, Frauke Depenbrock in der Kanalstraße und Heiko Reinholz in der Florengasse sind Fuldas Kaffeeexperten. In ihren Röstereien kann man nicht nur geröstete Bohnen – ganze und fertig gemahlene – kaufen, sondern sich auch beraten lassen.

„Mehr als 900 Aromen stecken in den kleinen Bohnen. Sich damit zu beschäftigen, kann zur Lebensaufgabe werden“, sagt Wolfgang Klose, der gemeinsam mit Christiane Meurer die Rösterei Kaffeekultur in der Löherstraße betreibt. Den ganzen Tag hat Klose mit Kaffee zu tun – außer zum Frühstück vor der Arbeit. Zu der Zeit, in der in Deutschland am meisten Kaffee getrunken wird, gibt’s bei Wolfgang Klose Tee. Fünf, sechs Tassen Kaffee werden es dann im Laufe des Tages, dazu noch zwei Espressi. „Das ist schon viel“, gibt Klose zu. Aber schließlich steht er den ganzen Tag an der Röstmaschine oder seinem Tresen. Seine Kunden kommen nicht nur zum Kaufen, sondern auch zum Trinken. Und was würde zum Plausch mit einem jahrelangen Stammkunden besser passen als ein gemeinsames Käffchen?

Purer Genuss geht ohne Milch

Aber zurück zur Bohne. Hat man sich für eine Sorte entschieden, geht es ans Mahlen. Dabei verliert der Kaffee nochmal etwas von seinem Aroma. Viele setzen deshalb auf ganz frisch gemahlene Bohnen und greifen vor dem Aufbrühen zur Mühle. Dafür braucht es natürlich eine gute Kaffeemühle – und die muss nicht unbedingt teuer sein. Wichtig ist das richtige Mahlwerk. Wer viel Kaffee trinkt, setzt auf eine Mühle mit Kegelmahlwerk. Sie schont das Aroma, sorgt für eine gleichmäßige Körnung – und ist einfach leiser. Kegelmahlwerke gibt es in elektrischen Modellen, aber auch in Handmühlen. Wer viel Besuch hat und für eine gemütliche Kaffeerunde nicht ewig in der Küche stehen will, sollte über eine elektrische Mühle nachdenken. Im Singlehaushalt oder für das Frühstück zu zweit tut’s auch eine Handmühle.

(Foto: sorocka/AdobeStock)

Natürlich fehlt für ein solch ausgiebiges Kaffeekränzchen oft schlichtweg die Zeit. Vor allem im Büro muss es schnell gehen. Kaffee auf Knopfdruck muss her, entweder aus der Pad- oder der Kapselmaschine. An ihnen scheiden sich die Geister. Schnelle, günstige Alternative mit einer großen Auswahl an Sorten sagen die einen. Mit Kaffee haben diese Fertigmischungen nichts mehr zu tun, sagen die anderen. Wer wegen des Preises auf Pads oder Kapsel setzt, der irrt sich. Eine Tasse aus der Filtermaschine oder dem Vollautomaten kostet zwischen 4 und 10 Cent. Pads kosten zwischen 10 und 15 Cent, Kapseln rund 25 – bei den edlen Nespresso- Pads sind es sogar 40 Cent. Kapseln sind auf lange Sicht nicht nur die teuerste, sondern auch die umweltschädlichste Variante. Zwar gibt es inzwischen auch biologisch abbaubare Kapseln, aber die meisten werden aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt. Jede Tasse Kaffee bedeutet also Plastikmüll. Deutlich besser schneiden hier die Pads aus Papierfiltern ab. Sie können wie die Filter des Filterkaffeeautomaten zum Bioabfall gegeben werden. Wer noch weniger Müll produzieren will, greift entweder zum Vollautomaten oder nutzt wiederbefüllbare Pads.

Frauke Depenbrock gehört die Rösterei Gecko in der Kanalstraße. (Foto: Anna-Lena Bieneck)

Der Deutschen liebste Variante ist und bleibt aber der Filterkaffee. Rund 65 Prozent der Kaffeetrinker nutzen hierzulande Pulver und Filter – damit liegen wir europaweit mit großem Abstand an der Spitze. Für die Maschine zu Hause kann man sich in den Röstereien die Bohnen mahlen lassen. Für diejenigen, die das Pulver im Supermarkt kaufen, hat Frauke Depenbrock, Chefin in der Rösterei Gecko, ein paar Tipps: „Zunächst einmal sollte es reiner Arabica sein, nicht mit Robusta gemischt“, sagt die Expertin. Von den ungefähr 50 Kaffeesorten auf der Welt sind Robusta und Arabica die bekanntesten. Ihre Bohnen unterscheiden sich im Koffeingehalt und Geschmack. Arabica-Bohnen enthalten mit 1,2 bis 1,7 Prozent nur etwa halb so viel Koffein wie Robusta-Bohnen. Arabica-Kaffee ist milder im Geschmack, duftet süßlich, gilt als hochwertiger – und ist teurer. Robusta-Kaffee hingegen schmeckt bitterer und vollmundiger. Welche der beiden Sorten in einer Packung steckt und ob Arabica und Robusta gemischt wurden, ist dank der Kennzeichnungspflicht auf der Verpackung genau nachzulesen. „Außerdem gibt es Zertifikate, die Aussagen über die Qualität des Kaffees machen. Fair trade, organic und rain forest sind immer gut.“ Nach dem Öffnen seien Geruch und Optik entscheidend, sagt Depenbrock. „Sieht das Pulver von Farbe und Konsistenz her gleichmäßig aus, ist das ein gutes Zeichen. Ist es an manchen Stellen etwas heller, bedeutet das, dass etwas untergemischt wurde.“ Zudem sollte gemahlener Kaffee nicht säuerlich oder verbrannt riechen. Und wenn man nichts riecht? „Dann hält man ein totes Produkt in der Hand.“

Wie trinkst du deinen Kaffee?

Dag Wehner, Fuldas Bürgermeister

“Ich trinke meinen Kaffee am liebsten schwarz und heiß, weil sich das reine Aroma der Bohne durch Milch und Zucker nicht verbessern lässt.”

Kaffee-Fakten

Der teuerste Kaffee ist Kopi Luwak aus Indonesien. Er wird aus dem Kot der Zibetkatze, die nur das Fruchtfleisch der Kaffeebeeren verdaut. Die Bohne wird in ihrem Magen fermentiert, die Bitterstoffe werden gespalten. Ein Kilo des Luxuskaffees kostet bis zu 1000 Euro.

Dass Kaffeetrinker öfter auf Toilette müssen, ist medizinisch bewiesen – das gilt für Männer wie für Frauen. Koffein steigert den Harndrang; bei drei Tassen in zwei Stunden steigt die Urinmenge um 30 Prozent.

Auch in Medikamenten gegen Migräne, Schmerzen und Fieber steckt Koffein. Die Höchstmenge in einer Tablette entspricht dem Gehalt einer Tasse Kaffee.

Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich viele Legenden. Laut einer bemerkte ein Hirte im Jemen, dass seine Schafe ganz aufgeregt waren, sobald sie die Früchte eines bestimmten Baumes fraßen. Der Hirte fragte einen Mönch um Rat, der die Beeren trocknete, einen Aufguss zubereitete und diesen seinen Mitbrüdern servierte. In ihren nächtlichen Gebeten waren sie nun mit viel mehr Ausdauer und Eifer bei der Sache.

Prominente Kaffeeliebhaber: Ludwig van Beethoven (1770-1827) war Kaffeejunkie und bei der Zubereitung ziemlich pingelig: Sechzig Bohnen zählte er pro Tasse ab. Johann Sebastian Bach hat dem Getränk seine „Kaffeekantate“ gewidmet, und der französische Schriftsteller Honoré de Balzac (1799-1850) trank bis zu dreißig Tassen am Tag und schrieb über seine Erfahrungen.

Coffee to drive: 2010 sind britische Tüftler mit einem kaffeebetriebenen Auto, dem Car-Puccino, von London nach Manchester gereist. Der fahrende Kaffeeautomat verbrauchte pro Kilometer 35 Espressi. Der umgebaute VW Scirocco ist bislang die wohl speziellste Kaffeemaschine der Welt. Er brauchte für 340-Kilometen fast 17 Stunden und 12 000 Tassen Espresso.

Am günstigsten und geschmackvollsten ist und bleibt der selbst aufgebrühte Kaffee. Wie man ihn am besten genießt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Der Art und Weise, Kaffee zu kredenzen, sind auch wenige Grenzen gesetzt. Starbucks zum Beispiel ist ja weniger für qualitativ hochwertigen Kaffee, sondern vor allem für seine außergewöhnlichen, meist sehr kalorienreichen Kreationen bekannt – von Caramel Macchiato über Frappuccino bis hin zum Pumpkin Spice Latte. Über Milch und Schnickschnack im Kaffee hat Rösterei-Chef Heiko Reinholz eine ganz eigene Meinung: „Viele machen sich ja ihren ,Industrie‘-Kaffee mit Milch und Zucker genießbar – das geht gar nicht. Das muss bei gutem handwerklich geröstetem Kaffee nicht sein. Purer Genuss geht ohne.“ Seit 2014 betreibt Reinholz mit seiner Frau Katja die Rösterei in der Florengasse. Der Kaffeesommelier ist von Berufswegen ein echter Feinschmecker. Und die Sorten, die er im Angebot hat, klingen vielversprechend: Colombian Geisha mit „blumig-süßem Körper“, oder El Salvador Red Bourbon mit „schokoladigem Körper“ – da macht schon der Name Lust auf mehr.

Heiko Reinholz hat 2014 seine Rösterei in der Florengasse eröffnet. (Foto: Mike Kedmenec)
(Foto: Tyler Nix/Unsplash)

Wer auf Abwechslung und kulinarische Erlebnisse steht, der kommt vielleicht bei den aktuellen Kaffee-Trends auf den Geschmack. Das neuste Phänomen, das durch die sozialen Medien geistert, ist Bullet Proof Coffee – Kaffee mit Butter. Selbsternannte Trendsetter stärken sich mit der Kalorienbombe – Kaffee, Butter und ein Esslöffel Kokosöl, schaumig gerührt – für einen harten Arbeitstag. Weniger schwer dürfte da Cascara im Magen liegen: ein Aufguss, der aus Kaffeekirschen-Schalen bereitet wird. Als Kaffeekirsche werden die Schale und das Fruchtfleisch bezeichnet, die die Kaffeebohne ummanteln. Cascara gibt es warm oder als IcedTea – Koffeindosis ohne Kaffeegeschmack. Kaffee kalt zu trinken, das ist heute nicht mehr verschmäht: Frisch gemahlene Bohnen mit kaltem Wasser übergießen und das Ganze zwei Stunden ziehen lassen – das ist Cold Brew. Eiswürfel, Sahne oder kalte Milch dazu, fertig ist die koffeinhaltige Erfrischung. Der Vorteil: Der Kaffee ist nicht so bitter, die Aromen können sich voll entfalten. Und zu guter Letzt: Back to the roots – der Filterkaffee durchlebt eine Revolution. Bei Trendsettern heißt er Pour Over und kommt nicht mehr aus der schnöden Kaffeemaschine, sondern er wird über einen Aufsatzfilter gebrüht. Das heiße Wasser wird langsam über das Pulver gegossen.

Ob nun heiß, eiskalt, schwarz oder mit viel Schnickschnack: Mehr als tausend Jahre nach seiner Entdeckung hat Kaffee nicht an Faszination verloren. Übertreiben sollte man es mit Koffein natürlich nicht. Kaffeejunkies klagen über Kopfschmerzen, Übelkeit und schlechte Laune. Ein Ersatz für Schlaf ist Koffein nicht. Wem es beim Kaffee hingegen um den unverwechselbaren Geschmack geht, der trinkt einfach einen Entkoffeinierten.

Der Kaffee weiß Bescheid

Das Wahrsagen mit Kaffeesatz ist vor allem in den südeuropäischen Ländern eine bekannte Tradition und ein beliebtes Freizeitvergnügen. Wie geht das? Leere den Kaffeesatz in eine weiße Porzellantasse, schüttle sie gut durch, bis der Satz die ganze Innenfläche der Tasse bedeckt.

Drehe die Tasse um und kippe die losen Teilchen weg. Was in der Tasse haften bleibt, bildet die Figuren, aus denen man wahrsagen kann. Ist natürlich Quatsch, macht aber trotzdem Spaß.

Zum Beispiel lesen wir in unserem Beispielbild oben ein Bärengesicht. Der BÄR kündigt eine Reise an, wenn er fern des Griffs erscheint. Nah am Tassengriff warnt er. Du solltest deine Entscheidungen überdenken.

Weitere Beispiele:
BUSCH: Deine Freunde sind klasse. Ist der Busch kahl, wird das Glück nicht vollkommen sein. Ist der Busch deutlich zu erkennen, darfst du dich auf ein Erbe oder Geschenke freuen.
RING: Nicht nur das Symbol der Macht aus „Herr der Ringe“, sondern auch für die Ehe. Erscheint der Ring am oberen Rand, wird diese glücklich. Ist er undeutlich, sagt der Kaffee, du wirst betrogen. 
WÜRMER: Sie warnen dich vor Rivalen in Beruf oder Liebe.

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