Aueweiher Fulda
Foto: Joscha Reinheimer

Der Naturschutzbund (NABU) Hessen kritisiert die Pläne der Stadt Fulda zur Nutzungs-Intensivierung der Aueweiher im Naherholungsgebiet Fulda-Aue im Rahmen der Landesgartenschau 2023. Er fordert die Stadt dazu auf, das Konzept neu zu überarbeiten und stellt Ideen für naturnahere Gestaltungsmöglichkeiten vor.

Eine Pressemitteilung des NABU Hessen

“Die Aueweiher sind ein grünes Juwel für Naturerleben und naturnahe Erholung in der Stadt. Sie bieten zudem vielen Tieren und Pflanzen ein wichtiges Zuhause”, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Die Naturschützer konnten in dem Gebiet insgesamt 120 Vogelarten feststellen, von denen 60 dort brüten. Deshalb seien die Pläne, die Gewässer zusammenzulegen und einen großen Freizeitstrand mit Beach- und Volleyballfeld sowie ein dauerhaftes Café mit Seeterrasse einzurichten, ein unverantwortlicher Eingriff in die bedeutende Ruhezone für Mensch und Natur. Auch die geplante Fällung von Bäumen im Auwaldbereich verkehre das Ziel von Landesgartenschauen, den Besuchern Anregungen für einen fortschrittlichen Natur- und Umweltschutz zu vermitteln, in sein genaues Gegenteil.

NABU fordert naturnahe Umgestaltung der Aueweiher in Fulda

Der NABU Hessen ruft die Stadt Fulda dazu auf, die Planungen zur Landesgartenschau 2023 zu überarbeiten, um das naturnahe Naherholungsgebiet zu erhalten. “Wir sind gerne bereit, mit den Planern kreative Lösungen für eine naturnahe Umgestaltung der Aueweiher zu erarbeiten”, so Eppler. Die NABU-Gruppe Fulda-Künzell hat hierzu schon einige Vorschläge entwickelt und der Stadt unterbreitet. So sollte eine behutsame Gewässersanierung erfolgen, um beide Weiher gleichmäßig mit gereinigtem Wasser versorgen zu können.

Das Gelände bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten, Musterbeispiele zur naturnahen Gartengestaltung zu präsentieren, wie beispielsweise Blühwiesen, Totholzbereiche, Steinhaufen und Kompostnutzung. Weitere Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Aueteiche sind eine Naturkunst-Ausstellung, Schilfzonen für Amphibien und Jungfische, Fledermausdetektoren am Teich, Stand-Ferngläser und naturkundliche Exkursionen. “Die Stadt Fulda sollte Ihre bisherigen Planungen für die Landesgartenschau noch einmal überdenken und die Weichen für mehr Naturschutz stellen”, bilanziert Eppler.


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