Während der Corona-Pandemie werden die Ausbildungskurse der Malteser mit verringerter Teilnehmerzahl und unter besonderen Hygienevorschriften durchgeführt. (Foto: Malteser)

Die Coronakrise erschwert die Ausbildung von Ersthelfer*innen. Wegen Hygienemaßnahmen ist die Anzahl der Teilnehmer je Kurs aktuell halbiert. Die Malteser in Fulda hoffen, dass das zu keinem Engpass führt.

Eine Pressemitteilung des Malteser Hilfsdienstes

Wochenlang stand die Welt in der Corona-Stockstarre. Mit der Lockerung des Lockdowns begann bei den Maltesern auch wieder das Angebot der Ausbildung in Erster Hilfe. Zum Tag der Ersten Hilfe am Samstag, 12. September, warnen die Malteser vor einem coronabedingten Ersthelfer-Engpass.

“Im Notfall ist schnelle Hilfe wichtig. Da sind Ersthelfer die Personen, die über Leben und Tod entscheiden können”, erklärt Matthias Schnell, Diözesanausbildungsreferent bei den Maltesern im Bistum Fulda. Seit Mai werden bei den Maltesern wieder Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Schnell begrüßt das, warnt aber auch: “Nach den aktuellen Hygienevorgaben können wir derzeit nur rund die Hälfte der normalen Kursteilnehmer ausbilden. Damit fehlen natürlich auch Ersthelfer auf den Straßen.”

Hygienekonzept der Kurse für Ersthelfer*innen

Personen, die einen Erste-Hilfe-Kurs machen wollen, ermutigt der Ausbildungsexperte, dieses auch zu tun, denn das Hygienekonzept in den Kursen ist sicher: “Die Malteser achten auf die Gesundheit und Sicherheit ihrer Gäste und Kunden. Wir setzen die Hygienemaßnahmen der Berufsgenossenschaften und unsere eigenen Hygienemaßnahmen zu 100 Prozent um.”

Dazu gehört unter anderem, dass die Höchstteilnehmerzahl vorübergehend gesenkt wird. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und adaptierte Pausenzeiten sind Reaktionen auf die veränderte Lehrsituation. In den Räumlichkeiten wird darüber hinaus für ausreichend Belüftung gesorgt. “Wir bilden Menschen aus, anderen Menschen zu helfen. Dabei ist Eigenschutz immer ein wichtiger Punkt. Und nun nehmen wir genau diese Themen nochmal besonders mit in die Kurse”, erklärt Schnell.

Übungsphantome kommen vermehrt zum Einsatz

Das Kurskonzept ist dabei inhaltlich weitgehend unverändert. “In den Kursen ist es nun mal wichtig, eine stabile Seitenlage, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung oder der Einsatz eines Defibrillators zu üben”, so Schnell.

Natürlich werden infektiologisch kritische Übungen nun vermehrt an Übungsphantomen durchgeführt und alle Kontaktbereiche und Übungsmaterialien werden umfassend desinfiziert. „Jeder, der zu unseren Kursen kommt, kann sich sicher fühlen. Und jeder, der unseren Kurs verlässt ist sicher in Erster Hilfe“, lächelt Schnell.

Weitere Informationen und Kurstermine gibt es unter www.malteser-fulda.de.

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