Ausbildungsmagazin, Coronapause, Corona, Editorial
Auf dem Rückweg vom Editoral-Shooting fürs neue move36-Magazin, v.l.: Luisa, Sascha, Karo, Constanze und Daniel (Foto: Felix Weigl)

Es ist ein seltsames Jahr – dieses 2020. Die Welt im Krisenmodus. Die Coronapandemie tangiert nach wie vor so ziemlich alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Der wirtschaftliche Schaden wird nicht so schnell zu beheben sein.

Auch move36 hat seit sechs Monaten kein Magazin herausgebracht, der simple Grund: Mehr als zwei Drittel unserer Auflage gehen an unsere Partnerschulen im Landkreis und die Hochschule Fulda. Wen hätten wir also beliefern sollen? Nun herrscht aber (vorerst) wieder Regelbetrieb in den Schulen. Wir hauen also gerade fleißig in die Tasten für ein gedrucktes Werk, und es wird ein besonderes, ein Novum – unser allererstes monothematisches Heft. Heißt: Die gesamte Ausgabe dreht sich um ein Thema – Ausbildung, Karriere und Berufsleben. Ende September kannst du’s durchstöbern.

Arbeit in all ihren Facetten war neben Gesundheitsschutz wohl das große Thema in den vergangenen Krisenmonaten – sei es die Abwendung eines Kollapses im Gesundheitssystem im Zuge zu schnell steigender Coronainfektionen oder von Massenarbeitslosigkeit durch Kurzarbeit wie auch die Organisation von Bildung an Schulen und Hochschulen. Auch wir haben das Thema immer wieder regional aufgegriffen: Ehemalige move36-Redakteur*innen haben berichtet, wie ihre Selbstständigkeit läuft, und Studis, wie das Studieren zu Hause; in unserer Reihe Künstler*innen in der Coronakrise erzählen Kulturschaffende von ihre Problemen, aber auch Chancen, und zuletzt schilderten uns verschiedene Event-Dienstleister der Region, wie massiv die Einschränkungen ihr Geschäft behindern.

Aber nun zur neuen Ausgabe, wir kommen auch hier nicht umhin: Zunächst liefert Redakteur Sascha einen allgemeinen Überblick auf Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt. Dort leiden junge Arbeitnehmer überproportional. Und in der Ausbildung lief zwar vieles weiterhin gut, aber bei weitem nicht überall.

Mit Krisenauswirkungen ist auch der Betreuungssektor konfrontiert. Dort kommen viele Menschen aus unterschiedlichen Haushalten zusammen, rigide Hygieneregeln sind nötig. Für eine Reportage hat Volontärin Luisa einen Mittag lang Erzieherin Antonia von der Ambinius-Kita begleitet und liefert hier nicht nur spannende Eindrücke vom Berufsalltag mit den Kiddies, sondern auch interessante und kritische Hintergründe über den Job.

Nur ein “Schübchen” Digitalisierung?

In den Schulen herrscht inzwischen wieder Regelbetrieb, an der Hochschule Fulda wie an den meisten anderen dagegen nach wie vor vorrangig Online-Lehre. Die Krise zeige wie ein Brennglas die Baustellen in der Gesellschaft auf, sagen viele immer wieder – Stichwort Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Im Bildungssektor habe sie zwar die Probleme deutlich gemacht, aber auch einen großen Schub Richtung Digitalisierung gebracht, sagten uns viele regionale Verantwortliche. Doch dass Deutschland in Sachen Digitalisierung hinterherhinkt, ist ein Dauerthema. War es also vielleicht nur das “Schübchen”, das in den vergangenen zehn Jahren verpennt wurde? Redakteurin Constanze hat sich dem Thema angenommen.

Die Stimmung unter Studierenden in Fulda ist jedenfalls nicht sonderlich ausgelassen vor dem Hintergrund, dass auch das Wintersemester 2020/21 vorrangig online stattfinden wird. Mag sein, dass der eine oder die andere sein beziehungsweise ihr Studium deswegen gar abgebrochen hat; jedenfalls ist die Zahl der Studienabbrecher*innen in Deutschland mit rund einem Drittel jener, die mit einem Studium begonnen haben, seit Jahren beständig hoch, zuletzt ist sie etwas zurückgegangen. Warum ein Abbruch auch gut für einen sein kann, haben vier junge Menschen Redakteur Daniel erzählt. Ein Text über die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems.

Die neue move36-Kolumne: Shaggy blickt nun in jeder Ausgabe auf die Kultur

Weg vom Bildungsbereich, hinein in die Branche, die wohl mit am härtesten von der Krise getroffen ist: Konzertveranstalter, Clubbetreiber und Kulturschaffende waren die ersten, die alles absagen mussten, und werden wohl die letzten sein, die ihrer Arbeit wieder geregelt nachgehen können. Ein bekanntes Fuldaer Gesicht blickt dazu in seiner Auftaktkolumne auf die hiesige Kulturszene und erzählt, wie Corona seinen Alltag verändert hat: Michael Schwarz, populärer als Shaggy, schreibt ab nun für jede move36-Ausgabe eine Kolumne. Du darfst gespannt sein.

Nicht zuletzt finden sich natürlich wieder viele kleinere Stücke im Heft: Ob über eine fiktive Zukunftswelt, in der es kein Handwerk mehr gibt, die sich die ehemalige move36-Redakteurin Mariana Friedrich ausmalt, oder ein Servicestück von Autorin Karo über Studiengänge, mit denen du deine Ausbildung aufmotzen kannst, oder auch ein Hinweis darauf, dass man sich in Sachen Dresscode an der Arbeit vom Chef oder der Chefin nicht alles sagen lassen muss – es ist sicher für jeden was Interessantes dabei.

Wir basteln fleißig weiter und sind sehr gespannt darauf, wie unser erstes monothematisches Magazin ankommt. Wir freuen uns über jedes Feedback. Bleib uns gewogen und natürlich gesund!

Michael Shaggy Schwarz schreibt nun eine Kulturkolumne für move36. (Foto: Felix Weigl)
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Das Editorial-Foto für die kommende Oktober/November-Ausgabe, v.l.: Sascha, Constanze, Daniel, Luisa und Karo. (Foto: Felix Weigl)

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