Gemeinsames Tanzen, wie hier auf dem Bild, wäre mit Mindestabstand kaum möglich (Foto: Alexander Jost)

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Frage, ob und wie Kirmesveranstaltungen während der Corona-Pandemie durchgeführt werden sollten, wendet sich Landrat Bernd Woide in einem Statement an die Kirmesgesellschaften – und hat eine deutliche Meinung.

Eine Pressemitteilung vom Landkreis Fulda

“Kirmes hat in unserer Region eine lange Tradition und wird als Kirchweih-Fest gefeiert. Aber das ist in der aktuellen Pandemie-Situation nicht unbeschwert möglich. Ich bin ein wirklich großer Freund der Kirmes und habe eine hohe emotionale Bindung zu diesem Fest, das schon seit vielen Jahren im Grunde eine Art Bürgersprechstunde für mich ist.

Doch eine Kirmes, wie wir sie kennen, über viele Tage und Stunden hinweg mit vollen Zelten, Bürgerhäusern, Zusammenkünften, Tanz, Musik, ausgelassener Stimmung und auch Alkohol, ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht vorstellbar und nicht durchführbar. Würde man alle Corona-Kriterien erfüllen, bliebe vom Charakter der Kirmes nichts mehr übrig. Gerade weil ich als Landrat die Kirmes so mag und gerne dort bin, rate ich dazu, in diesem Jahr darauf zu verzichten. Es ist gewiss möglich, Kirchweih-Gottesdienst zu halten, einen Kirmesbaum aufzustellen und innerhalb der Kirmesgesellschaft unter Einhaltung der geltenden Regeln Gemeinschaft zu pflegen. Aber alles, was einen öffentlichen Charakter hat und viele Gäste anzieht, macht derzeit keinen Sinn.

Persönlich bedauere ich das sehr, aber ich bin zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr im Landkreis Fulda wieder heißt: ‘Wer hat die Kirmes?'”

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