Bombardement Fulda Zweiter Weltkrieg
Der Gemüsemarkt in Fulda nach einem Bombardement. (Foto: Stadtarchiv Fulda)

Zerstörte Gemäuer, Schutt und Existenznöte: Der Zweite Weltkrieg forderte viele Opfer. 75 Jahre nach Kriegsende will der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum Antikriegstag mit einem Stadtrundgang am ersten September die Erinnerungen an die zahlreichen Opfer wachhalten.

“Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren, statt aufrüsten”: Unter diesem Motto gedenkt der Deutsche Gewerkschaftsbund an den Antikriegstag. “Wir veranstalten jedes Jahr, am ersten September, zum Antikriegstag eine Inofveranstaltung”, sagt Florian Kaufmann, Gewerkschaftssekretär des DGB. “Wegen Corona wollten wir in diesem Jahr etwas Neues machen.”

Geplant hat der Gewerkschaftsbund einen Stadtrundgang zu den Originalschauplätzen des Krieges. “Betreut wird der Rundgang von Dr. Thomas Heiler vom Kulturamt Fulda. Sechs Schauplätze stehen auf dem Plan”, sagt Kaufmann. Welche das sind, werde aktuell noch geplant.

Flyer: DGB Südhessen

Einen besonderen Fokus legt der DGB in diesem Jahr auf das Thema Aufrüstung: “Wir erleben derzeit den internationalen Abgesang auf eine Politik der Abrüstung, Entspannung und Zusammenarbeit und auf eine neue multilaterale Weltordnung, die wir nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erhofft hatten. Stattdessen leben wir in einer Welt, die immer stärker aus den Fugen gerät. Nationalismus und Militarismus greifen wieder um sich und setzen eine neue Spirale der Aufrüstung in Gang”, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Und auch Florian Kaufmann betont, dass Krieg, Flucht und Rechtspopulismus keine vergangen Phänomene sind, sondern aktueller denn je.

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.