Antifaschismus
Den “Quersteller” in der Löherstraße hat der Verein “Fulda stellt sich quer” nicht lange bezogen, zum August bezieht er sein neues Heim in der Petersberger Straße. (Foto: Daniel Beise)

Mit einer Träne in den Augen und den Blick auf das neue Vereinsheim in der Petersberger Straße gerichtet, verabschiedet sich der Verein “Fulda stellt sich quer” diesen Samstag mit einem Haus- und Outdoor-Flohmarkt, kulturellen Beiträgen und einer großen Tombola aus dem Vereinszentrum “Quersteller”.  Im September 2020 wird das denkmalgeschützte Haus in der Löherstraße kernsaniert.

Eine Pressemitteilung von “Fulda stellt sich quer”

“Wir sind unseren Vermietern, der Familie Lomb, sehr dankbar, dass sie uns die Chance gegeben haben, unser erstes Zentrum zu beziehen”, so Andreas Goerke, der Vorsitzende von “Fulda stellt sich quer”. Durch das Zentrum in der Löherstraße entwickelte sich für den gemeinnützigen Verein eine neue Dynamik. Steigende Mitgliederzahlen und neue Arbeitsgruppen prägten den Ablauf im “Quersteller”. Aktuell verzeichnet der Verein knapp 150 Mitglieder und diverse Arbeitsgruppen.

“Leider konnten durch die Corona-Pandemie viele geplante Veranstaltungen nicht stattfinden, so wie das Konzert mit der Auschwitzüberlebenden Esther Bejarano. Dieses wird am 5. Dezember in der Orangerie nachgeholt. Dennoch bestand durch viele virtuelle Aktivitäten ein enger Kontakt zu den Mitgliedern”, wie die Vorstandsmitglieder berichten. Nun wird es am 18. Juli Zeit, Abschied aus der Löherstraße zu nehmen. “Wir wollen nicht klammheimlich gehen, sondern uns ordentlich verabschieden” sagt Andreas Goerke schmunzelnd.

Flohmarkt mit Artikeln für Sport, Haushalt, Kosmetik und über 1000 Bücher

Am Samstag, 18. Juli, wird es einen großen Haus- und Outdoor-Flohmarkt mit kulturellen Beiträgen und einer großen Tombola ab 10 Uhr in der Löherstraße geben. Über 500 Firmen, Künstler und Vereine unterstützten “Fulda stellt sich quer” mit hochwertigen Sachspenden. Ob Fanartikel von Fußballvereinen, Sportartikel, Bücher, Haushaltsartikel, Fairtrade-Kleidung, Bio-Kosmetik, Spielzeug oder Schmuck: Der Flohmarkt wird ein Einkaufsspaß für alle. Allein über 1000 neue Bücher stehen zur Auswahl, davon eine große Zahl an Kinderbüchern. Viele Artikel sind von Künstlern oder Sportlern signiert. “Wir sind überwältig von der Unterstützung. Allein die Unterstützung von Firmen aus dem Landkreis Fulda ist einmalig”, sagt Benjamin Heumüller als einer der Koordinatoren.

Ab 12 Uhr werden im Hof vom Törtchen Liedermacher wie Dennie Pennie und Schaumi sowie Wild im Wald mit Verstärkung unplugged ihr Bestes geben. Die musikalische Palette geht von Irish Folk bis zum Schlager. Für die kulinarischen Genüsse wird vom “Törtchen” und dank den großzügigen Spenden eines einheimischen Speiseeisherstellers und eines bundesweit bekannten Getränkeherstellers gesorgt sein. Für alle Besucher gilt ein umfassendes Hygienekonzept, das mit dem Ordnungsamt und Gesundheitsamt abgestimmt wurde.

Trotz aller “Abschiedsschmerzen” haben in den letzten Tagen viele positive Nachrichten den Verein erreicht. So wird der gesundheitspolitische Sprecher der Linken in Hessen, Dr. Achim Keßler, dem Verein einen gut dotierten Spendenscheck am 17. Juli überreichen. Die SPD Hessen hat den Verein “Fulda stellt sich quer” für den Regine Hildebrandt Preis 2020 nominiert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Im Herbst 2020 wird es eine Veranstaltungsreihe zum Thema “Verschwörungstheorien” mit Förderung der EU geben. “Wir sind mit verschiedenen Trägern in intensiven Gesprächen über weitere Projektförderungen”, erklärt Andreas Goerke.

Flyer: “Fulda stellt sich quer”

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