Von links: Studiendirektor Günter Strelitz, stellv. Schulleiterin Studiendirektorin Ulrike Vogler, Studiendirektor Klaus-Dieter Happel
Foto: Thomas Landgraf

Das letzte Schuljahr war auch für die beiden Pensionäre Günter Strelitz und Klaus Dieter Happel ein ungewöhnliches. Durch die Coronakrise wurden die Studiendirektoren der Ferdinand-Braun-Schule nur im kleinen Kreis verabschiedet.

Text von Ulrike Vogler

Ihr letztes Jahr als aktives Mitglied der Schulleitung in der Ferdinand-Braun-Schule hatten sich die beiden Kollegen Günter Strelitz und Klaus-Dieter Happel eigentlich anders vorgestellt. Wie üblich, wenn der Eintritt in die Pensionszeit definiert ist, wollten beide neben dem „normalen“ Schulalltag das zweite Schulhalbjahr dazu nutzen, um ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche so übergabebereit zu organisieren, dass die noch zu findenden Nachfolger die Geschicke jeweils gut weiterführen können.

Die Corona-Krise machte diese Planungen zunichte und so haben beide bis zuletzt mit voller Fahrt und ohne die geplanten Verabschiedungsfeiern Ihre Urkunden über die Versetzung in den Ruhestand von der stellvertretenden Schulleiterin Ulrike Vogler entgegengenommen.

Ein Dankeschön für 40 Dienstjahre

Günter Strelitz begann seine Lehrtätigkeit im Berufsfeld Metalltechnik und dem Unterrichtsfach Politik und Wirtschaft im Februar 1982 an der Ferdinand-Braun-Schule. Im Mai 2019 bedankte sich das Land Hessen bei ihm für 40 Dienstjahre – eine Auszeichnung, die nur wenige erhalten. Mit der Beförderung zum Studiendirektor wurde Günter Strelitz im Jahr 2003 dann die Verantwortung für das Berufliche Gymnasium mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Elektrotechnik und Datenverarbeitungstechnik übertragen. Während dieser Zeit hat er viele junge Menschen souverän und mit höchster Kompetenz und Zuverlässigkeit zu ihren ganz persönlichen Zukunftsalternativen beraten, sie betreut und letztlich zur Allgemeinen Hochschulreife geführt.

Nun war sein letzter Abitur-Jahrgang geprägt von der Corona- Pandemie und den vielen Besonderheiten, die es bei der Durchführung des Landesabiturs zu beachten gab. Von den diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten hat Günter Strelitz bei deren Verabschiedungsfeier viel Lob für das Schaffen von bestmöglichen und fürsorglichen Prüfungsbedingungen geerntet; das war ihm aber auch immer wichtig. Während Strelitz‘ Zeit als Abteilungsleiter für das Berufliche Gymnasium hatte auch immer die gute Kooperation mit den benachbarten beruflichen Schulen Priorität, wenn es darum ging, den Schülerinnen und Schülern optimales Kursangebot zu ermöglichen.

Fahrzeugtechnik und Mobilität

Zusätzlich zur Verantwortung für das BG gehörten aus dem Berufsschulbereich auch alle Ausbildungsberufe, die zum Schwerpunkt Fahrzeugtechnik und Mobilität zählen. In enger Zusammenarbeit mit den Kammern und Innungen sorgte Günter Strelitz zuverlässig für optimale Ausbildungsbedingungen im dualen System. Über die Modernisierung der Kfz-Werkstätten, die durch die Stadt Fulda als Schulträger gerade erfolgt und die Günter Strelitz zusammen mit dem Lehrkräfteteam geplant hat, wird er sich im nächsten Sommer dann als Gast bei der Einweihung freuen können.

Klaus-Dieter Happel war seit August 1990 an der Ferdinand-Braun-Schule tätig und unterrichtete im Berufsfeld Elektrotechnik sowie im Unterrichtsfach Mathematik. Seit April 2013 durfte Klaus-Dieter Happel dann als Studiendirektor die Verantwortung für die elektrotechnischen sowie informationstechnischen Ausbildungsberufe übernehmen. Gerade die technische Fortentwicklung, die die Digitalisierung und Industrie 4.0 mit sich bringen, hatten großen Einfluss auf die Arbeit des Abteilungsleiters. So standen auch hier der Aufbau von Kooperationen mit den Ausbildungsunternehmen im Zentrum des Tuns sowie die Anpassung der Unterrichtsmethoden an moderne Erfordernisse.

Seine Erfahrung und großes Wissen werden nicht so schnell aufholbar sein.

Klaus-Dieter Happel förderte in diesem Zusammenhang besonders die Teamarbeit der Kolleginnen und Kollegen, die dann den Auszubildenden von schulischer Seite optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Absolvieren ihrer Ausbildungszeit ermöglichen. Zudem zeichnete sich Klaus-Dieter Happel in den letzten Jahren verantwortlich für die konkrete Stundenplanung. Der Stunden- und Vertretungsplan gilt in jeder Schule als ein wichtiges Instrument für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Seine Erfahrung und sein großes Wissen über Bedingungen und Hintergründe werden nicht so schnell aufholbar sein.
Die Schulgemeinde verabschiedete beide Kollegen aufgrund der Corona-Krise nur in kleinerem Kreis. Die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Vogler wünschte den beiden Pensionären für die weitere Zukunft viel Gesundheit und Freude bei ihrem privaten Tun. Sie bedankte sich für die geleistete Arbeit und versicherte allen Anwesenden, dass beide elementar wichtige Mitgestalter bei der Weiterentwicklung der Ferdinand- Braun-Schule zum Kompetenzzentrum für Technik und Gestaltung in der Region waren. Die Schule werde noch lange die Früchte des Denkens und Tuns von Strelitz und Happel ernten können.

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