Fridays for Future Fulda
Fridays for Future Fulda: Jugendliche demonstrieren auf dem Bahnhofsvorplatz für den Klimaschutz. (Foto: move36)

Am Dienstag, den 23. Juni, fand im Umweltzentrum der vierte Klimadialog mit der Stadt Fulda statt. Thema der Runde war die Landesgartenschau 2023, welche sich derzeit in der Planungsphase befindet.

Pressemitteilung von Fridays for Future Fulda

Es trafen sich drei Vertreter*innen der Fuldaer Ortsgruppe von Fridays for Future mit dem Oberbürgermeister, der Klimaschutzmanagerin Frau Beyer, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Frau Roßbach, Annett Erb vom NABU Fulda-Künzell, dem Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH Herrn Schlag, einer Vertreterin des Tiefbauamtes und Ehrenamtlichen des Umweltzentrums. Thema der Runde war die Landesgartenschau 2023, welche sich derzeit in der Planungsphase befindet. Fridays for Future, unterstützt durch Annett Erb vom NABU, fordert eine ökologische und naturverträgliche Landesgartenschau und das konsequente Mitdenken von Klimabelangen bei der Planung der LGS.

Herr Schlag teilte den derzeitigen Planungsstand mit und sprach sich, genauso wie Oberbürgermeister Wingenfeld, gegen Tretboote am Aueweiher im Rahmen der LGS und auch danach aus. Die Zusammenlegung der beiden Weiher und die gleichzeitige Schaffung einer unberührten Insel scheinen jedoch für die Gewässersanierung die geeignetste Methode zu sein. Das Schaffen einer Insel kann hierbei den Vogelschutz voranbringen. Die Vertreter*innen von Fridays For Future sehen bei der Planung der Landesgartenschau sehr viele Ideen durch die Stadt, die den Arten- und Umweltschutz voranbringen, etwa indem Lebensräume für Amphibien (derzeit kann man kaum Amphibien in den Weihern finden) geschaffen werden. Die Pflanzung einer Streuobstwiese mit alten regionalen Sorten ist ein weiterer sehr guter Aspekt.

Fridays for Future kritisiert Pläne für Kiesfläche und Sportbereiche am Weiher

Kritisch sieht als Fridays for Future das entstehen eines „Kiesstrandes“ am Südende der Weiher, der nach Aussage der Stadt und Herrn Schlag nicht zum Baden verleiten wird. Hier ist Fridays for Future gegenteiliger Meinung und denkt, dass die Schaffung einer solch großen und zugänglichen Kiesfläche am Weiher nicht vertretbar ist, denn in diesen Bereich brüte unter anderem der Eisvogel, der somit möglicherweise seinen Brutplatz aufgeben würde. Auch für ein geplantes Volleyballfeld und einen „Workout-Bereich“ gebe es abseits des Uferbereichs, beispielsweise auf einer Wiese, geeignetere Plätze.

Das Treffen war für die Vertreter*innen von Fridays for Future laut Pressemitteilung dennoch aufschlussreich und trug dazu bei, einige planerische Aspekte besser zu verstehen. Sie finden es sehr positiv, dass Klimabelange nach Aussage von Herrn Schlag bei der Planung der LGS bereits mitgedacht werden und er dies als eine „Selbstverständlichkeit“ in der heutigen Zeit erachtet. Nach der Gesprächsrunde hatten sie die Möglichkeit, ihre Ideen und Kritikpunkte nochmals schriftlich an dem Lageplan des Aueweihers festzuhalten. Sie erhoffen sich hiervon, dass ihre Ideen Gehör finden und umgesetzt werden.

Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld sagte auch zu, die Belange des Klimaschutzes zu institutionalisieren. Hierbei nahm er den Vorschlag von Fridays For Future auf, einen Klimarat zu schaffen, wobei die Ausgestaltung erst noch zu überlegen ist. So dachte er daran, den bestehenden Naturschutzbeirat in einen Klima- und Naturschutzbeirat zu erweitern.

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