Foto: Luisa Hauser

Am Donnerstag öffnete das französische Unternehmen Decathlon sein Sporthaus in den Kaiserwiesen auf der ehemaligen Medimax-Ladenfläche. Das Sortiment basiert vor allem auf Eigenmarken. Wie groß ist die Konkurrenz für etablierte Sportgeschäfte in Fulda?

Sportkleidung, Sportgeräte, Zubehör und Outdoor-Ausrüstung: Das Sortiment des internationalen Händlers Decathlon ist breit gefächert. Das Geschäft auf 2000 Quadratmetern hat schon ein bisschen was von einer Markthalle – bietet dafür aber eine große Auswahl zu vergleichsweise günstigen Preisen. Markenware findet man hier kaum, und wenn, dann vor allem im Bekleidungsbereich. Das Sortiment stützt sich vor allem auf Eigenmarken. Am Eröffnungstag kamen viele interessierte Kunden zum Einkaufen.

Darüber freut sich auch Filialleiter Benjamin Boghrat: “Wir können eine große Bandbreite an Produkten abdecken und das wird heute bereits gefordert.” Was Decathlon ausmache, seien 100 Sportarten auf einem Fleck. “Für kleine und große Menschen ist alles da, jeder wird bei uns glücklich”, erzählt Boghrat. “Vom Amateur bis zum Halb-Profi. Vielleicht kann sogar der Profi etwas bei uns finden – wir decken alle Interessensbereiche ab.”

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Besonders gefragt seien aktuell Radsport, Kajakfahren, Bergsport und Campiongausrüstung, sowie Wanderschuhe. “Auch Fitnessprodukte – vor allem weil direkt über uns ein Fitnessstudio ist”, so Boghrat.

Fuldas Fachgeschäfte betonen Unterschiede in Qualität und Service

Rucksäcke für drei Euro, Sportleggins für fünf Euro, Fahrradhelme für neun Euro: Die Preise sind teilweise so günstig wie beim Discounter. Was bedeutet das für alteingesessene Fachgeschäfte in Fulda? Ist die große Sportkette ein gefährlicher Konkurrent?

Christoph Wehner, Inhaber vom Sporthaus Marquard, bleibt gelassen: “Wir unterscheiden uns deutlich vom Mitbewerber, wir haben eine ganz eigene Kompetenz.” Sein Geschäft führe vor allem Markenware statt Eigenmarken und habe sich seit Jahren einen guten Kundenstamm in Fulda aufgebaut. “Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, sodass wir kompetente Beratung und besonderen Service, wie beispielsweise Laufanalysen, bieten können”, betont Wehner noch.

Auch Mathias Gerhard hat sich die Frage gestellt, ob Decathlon einen Einfluss auf sein Geschäft Auf und Davon in der Karlstraße haben wird. Wirklich sagen könne man das aber erst in etwa einem halben Jahr. “Unser Konzept ist aber ein ganz anderes. Bei uns wird das ‘Fach’ in ‘Fachgeschäft’ großgeschrieben. Wir bieten eine hervorragende Beratung und vielfältige Auswahl.” Spätestens wenn der Kunde einen günstigen Wanderschuh ohne Beratung gekauft habe, werde er recht schnell merken, dass sich die Investition in gute Qualität lohne. Große Sorgen mache sich der Outdoor-Händler daher erstmal keine.

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