Den Food-Blog Vitaritus haben die fünf Studentinnen nur über Videochat aufgebaut.
(v.l) Johanna Häusler, Linda Knecht, Nataliia Riznyk, Susanne Schwarz, Yvonne Petri
Foto: Screenshot

Noch ein Foodblog? Muss das wirklich sein? Fünf junge Frauen sagen: ja. Ihr Blog richtet sich nämlich vor allem an Student*innen – und ist Teil ihres Studiums an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen.

Obwohl es im Netz zahlreiche Blogs mit Rezepten zu finden gibt, fiel die Wahl auf einen Foodblog schnell. „Einen deutschen Foodblog für Rezepte speziell für Studenten*innen haben wir bei unserer Recherche nicht wirklich gefunden. Auf Vitaritus5 finden die Leser einfache und vor allem günstige Rezepte. Tipps und Tricks für das Studentenleben inklusive“, sagt Susanne Schwarz. Sie kommt ursprünglich aus Fulda und studiert mit den Mitgründerinnen Linda Knecht, Yvonne Petri, Nataliia Riznyk und Johanna Häusler „International Marketing“ im zweiten Mastersemester an der THM in Gießen. Kochen, Bilder schießen und die Blogtexte schreiben – die fünf machen alles selbst. Und da sie einen Bezug zu Fulda haben, ist deren Content auch hier schon recht bekannt.

Qualität statt Quantität

„Wir setzen den Fokus auf Qualität. Die Fotos müssen ästhetisch aussehen, der Aufbau und das Farbschema sollten stimmig sein“, erklärt Johanna. Die 24-Jährige kümmert sich um Social-Media: Instagram, Pinterest und TikTok. „Allein Instagram ist viel Arbeit. Du musst ständig Liken, Shoutouts raushauen, kommentieren und vieles mehr. Und das alles, damit die Leute auf den Blog aufmerksam werden,“ sagt sie.

Aber warum machen sich die Frauen die Arbeit? „Vitaritus5 ist eine Projektarbeit, die wir im Rahmen des Moduls ‘Digital Marketing’ durchführen“, sagt Susanne. Beim “Digital Marketing” liegt der Fokus auf der Erzeugung von Content, Traffic und den Rankings in Suchmaschinen. Von ihrem Professor bekamen sie daher Ende April grob gesagt die Aufgabe: “Richtet einen Blog ein und versucht, ihn im Laufe von drei Monaten so gut wie möglich zu entwickeln.”

Die drei Leitfragen des Vitaritus5-Konzepts

„Zuerst haben wir ein Konzept entwickelt mit den Leitfragen: ‚Was für ein Thema ist sinnvoll?‘, ‚Wie wollen wir den Blog gestalten?‘ und das wichtigste: ‚Welche Zielgruppe möchten wir erreichen?“, erklärt Susanne. Konzept und Umsetzung – überhaupt den kompletten Aufbau – haben sie aufgrund der Corona-Krise per Videokonferenz besprochen. Mit nur ein paar Grundkenntnissen: Gar nicht so einfach.

Denn wie so ein Blog aufgebaut wird, das haben sich die jungen Frauen zum größten Teil durch Learning by Doing beigebracht. Da hieß es: Recherchieren, was das Zeug hält. „Bei der Gestaltung des Logos bekamen wir Hilfe von einem Bekannten. Die Basics haben wir einmal in der Einführungsvorlesung gezeigt bekommen. Dort gab es auch die Admin-Rechte für unsere Seite. In dem Kurs gibt es fünf Gruppen. Alle Blogs heißen gleich, sind aber von eins bis fünf durchnummeriert“, sagt Nataliia.

Die 27-Jährige kümmert sich um die technische Umsetzung des Blogs: WordPress einrichten, die ersten Plugins integrieren und das Ranking im Auge behalten. „Besonders wichtig ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sie dient dazu, die Sichtbarkeit einer Website und ihre Inhalte für Benutzer einer Websuchmaschine zu erhöhen“, so Nataliia.

„Einen Blog und die passenden Social-Media-Accounts zu bedienen, kostet viel Zeit und erfordert Teamwork. Wir haben sehr intensiv gearbeitet“, so Susanne. Das Projekt endet am 20. Juli. Dann müssen die Frauen eine Abschlusspräsentation über ihre Arbeit halten. „Ob wir den Blog dann weiterführen, wissen wir noch nicht. Es ist schon viel Arbeit“, sagt Susanne. Inspiriert sind die Studentinnen dennoch: „Das kochen macht wirklich Spaß und wir haben uns voneinander inspirieren lassen“, sagt Nataliia.

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