Blick auf den Campus der Hochschule Fulda in der Leipziger Straße.
Blick auf den Campus der Hochschule Fulda in der Leipziger Straße. (Foto: Robert Gross)

Mit Geographischen Datenanalysen gegen die Pandemie: Ein Team aus Studierenden und Alumni der Hochschule Fulda stellt in Form von Landkarten visualisierte Daten für Krisenstäbe und Unternehmen bereit.

Eine Pressemitteilung der Hochschule Fulda

Ein Team aus Studierenden und Alumni der Hochschule Fulda hat gemeinsam mit Prof. Dr. Jozo Acksteiner vom Fachbereich Wirtschaft ein Monitoring-Tool entwickelt, mit dem Corona-Krisenstäbe in Landkreisen und Unternehmen schnell erkennen können, wann sich die Lage zuspitzt.

Das Projekt, das den Titel „Fight Covid-19“ trägt und Anfang April ins Leben gerufen wurde, nutzt Geographische Datenanalysen. Das heißt, es visualisiert die für die derzeitige Situation relevanten Daten auf Landkarten. Auf einer dieser Karten werden zum Beispiel die Anzahl von neuen Corona-Infektionen pro Landkreis und die Auslastung von Beatmungsplätzen in Krankenhäusern gegenübergestellt. „Die Karten helfen, unter komplexen und dynamischen Rahmenbedingungen schnell konkrete Handlungsempfehlungen zu geben“, erläutert Prof. Acksteiner, der sich in seiner Forschung auf das Gebiet Geographischer Datenanalysen fokussiert.

Mit individuellen Karten die Ressourcen im Blick 

„Dadurch können Krisenstäbe effizient entscheiden, in welchen Landkreisen sich eine auslastungskritische Situation anbahnt“, sagt der Wissenschaftler. Bislang kommen solche Geographischen Datenanalysen häufig im Supply-Chain-Disaster-Management zum Einsatz, wenn zum Beispiel durch Erdbeben unterbrochene Lieferketten möglichst schnell wieder funktionsfähig gemacht werden müssen.

Für Unternehmen und Krisenstäbe stellt das Team der Hochschule Fulda zudem eine Software, Beispieldateien im Excelformat und Anleitungen zur Verfügung. Damit können diese ihre eigenen Karten erstellen und nutzen. So lässt sich etwa die Verfügbarkeit wichtiger Ressourcen visualisieren, wie beispielsweise der Lagermitarbeiter*innen bei Logistikfirmen. Unternehmensstandorte können nach Art und Größe abgebildet und in Vergleich mit den bestätigten COVID-19-Fällen gesetzt werden. Eventuelle Personalengpässe lassen sich so schneller erkennen und an den verschiedenen Standorten antizipieren. Gleiches gilt für Materialien wie Masken oder Handschuhe.

Auch nutzbar für künftige Grippewellen

Weitere Karten hat das Team bereits in Arbeit. Zum Beispiel sollen künftig auch Risikopatient*innen in die Darstellungen einbezogen werden.

Harsh Manocha, der im Masterstudiengang International Management an der Hochschule Fulda studiert, ist Teil des Teams, das sich abends und am Wochenende trifft, weil viele Teammitglieder neben dem Studium arbeiten. „Die soziale Verantwortung, die tolle Zusammenarbeit und die schnellen Fortschritte unseres Projektes treiben mich an“, sagt der Student, der im Masterstudiengang International Management an der Hochschule Fulda eingeschrieben ist. Gemeinsam mit seinen Team-Kolleg*innen hat er auch die Zukunft im Blick: Die entwickelten Karten, Analysen und Erkenntnisse lassen sich auch für künftige Pandemien wie zum Beispiel Grippewellen verwenden.

Mehr Infos unter: https://www.hs-fulda.de/wirtschaft/fight-covid-19

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