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77 Abiturient*innen nahmen am 20. Juni ihre Zeugnisse entgegen. Gemeinsam mit ihren Eltern konnten sie den Tag bei einem kleinen Sektempfang feiern.

Von Christoph Heigel

Viermal verabschiedete die Wigbertschule ihre Abiturientinnen und Abiturienten am Samstag, dem 20. Juni 2020. Dies liegt an den aktuellen Bestimmungen, die größere Zusammenkünfte nicht zulässt. Dabei entschied sich die Wigbertschule bewusst, die Eltern miteinzuladen. „Sie waren Wegbegleitung Ihrer Kinder, haben mitgelitten und sich mitgefreut. Wir sehen es daher als Zeichen unserer Wertschätzung ihnen gegenüber, sie zu der Entlassungsfeier Ihrer Kinder, zur Übergabe der Abiturzeugnisse mit einzuladen.“, begründete Schulleiter Markus Bente die Entscheidung. Somit wurden die Abiturientinnen und Abiturienten innerhalb ihrer Tutorengruppe entlassen und saßen während der Feierstunde zwischen zwei Angehörigen in Dreiergruppen in der Aula der Schule.

Der Jahrgang ist mit dem Notendurchschnitt von 2,25 hinsichtlich der Leistungsnoten der beste, der seit 1957 an der Wigbertschule das Abitur absolviert hat. Knapp ein Drittel erreichte ein Ergebnis mit einer Eins vor dem Komma.

Mit Abstand die Besten

In seiner nachdenklichen Festrede griff Oberstudiendirektor Markus Bente das von den Abiturienten gewählte Abi-Motto auf: „TrABI – das Auslaufmodell G8. Mit Abstand die Besten“. – Der jetzige Abiturjahrgang war der letzte G8-Jahrgang der Wigbertschule. „Dass ihr damit in Bezug auf eure erbrachte Leistung Recht behalten solltet, wusstet ihr noch nicht. Gut antizipiert,“ lobte Bente den Jahrgang.

Dennoch warf er einen kritischen Blick zurück auf die Zeit, in der Abiturientinnen und Abiturienten nur in acht Jahren das Gymnasium besucht haben. Oftmals wäre es gut gewesen, wenn Schülerinnen und Schüler noch ein jahr länger an der Schule gewesen wären. „Wenn Entwicklung zur intellektuellen und persönlichen Reife etwas benötigt, dann ist es Zeit. Und die wurde euch ohne Not genommen,“ so Bente. Für ihn sei G8 stets ein Raub an den Kindern von wichtigen Kindheitserfahrungen gewesen. G8 habe auch jenen Kindern, die intellektuell langsamer reifen, die Möglichkeit genommen, das Abitur zu erlangen. Im Rückgriff auf das Motto schloss er: „Der gute alte Trabi aus der DDR musste weichen, und das ist auch gut so gewesen. Aber er hat weiterhin seine Liebhaber wie auch G8, und das ist zu respektieren.“

Dank und Ehrungen

Als Vertreter der Abiturientinnen und Abiturienten sprachen Paul Landsiedl, Anouk Gazaral, Fee Lorey, Klara Fischer, Lea Schiffhauer und Katharina Witzel und Pauline Käsmann.

Besonderer Dank galt den Tutoren: StR’in Anja Brehl, StR’in Melanie Förster, StR Dr. Sebastian Kühn, OStR’in Tatjana Reiter und OStR’in Cornelia Stark, dem stellvertretenden Schulleiter StD Rainer Gerhard sowie den Hausmeistern und Sekretärinnen.

Geehrt wurden die Jahrgangsbesten mit einem Notendurchschnitt bis 1,5: Moritz Abel, Dana Bleuel, Simon Filipp, Klara Fischer, Marie Fischer, Laura Hettich, Lilly Hohmann, Felix Hohmann, Johanna Ißleib, Antonia Michel, Moritz Sander, Lea Schiffhauer, Laura Schön, Yannis Wiegand. Besonders hervor stachen Klara Fischer mit einem Abiturdurchschnitt von 1,0 und Moritz Abel mit einem Notendurchschnitt von 1,1.

Außerdem erhielten einige Abiturientinnen und Abiturienten Ehrungen für besondere Leistungen in den Fächern Mathematik, Lea Schiffhauer, und Physik, Moritz Abel und Moritz Sander, sowie katholische Religion, Johannes Modenbach und Anna Maria Herr.

Die Feierlichkeit klang mit einem Sektempfang auf dem Schulhof aus, für den je Familiengruppe ein Stehtisch bereit stand, um auch hier den nötigen Abstand wahren zu können.

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