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1290 Menschen wohnen momentan im Landkreis Fulda in Flüchtlingsunterkünften. In Mehrbettzimmern oder Gemeischaftsräumen kann es schon mal eng werden. Ist es dort überhaupt möglich, die Corona-Maßnahmen einzuhalten?

24 Flüchtlingsunterkünfte sind im Landkreis Fulda noch in Betrieb. Drei Sammelunterkünfte befinden sich im Altkreis Hünfeld, eine in Burghaun und eine in Leimbach. Insgesamt wohnen dort 1290 Geflüchtete.

In einigen Fällen teilen sich bis zu fünf Personen ein Zimmer. “Die großen Zimmer werden Familien vorbehalten. Normalerweise ist ein Zimmer, das mit zwei Personen belegt ist, um die 18 Quardratmeter groß”, sagt Leoni Rehnert, Pressesprecherin des Landkreises Fulda. In Künzell und Petersberg seien beispielsweise jeweils mehr als ein Viertel der Plätze frei. “Die räumlichen Gegebenheiten und freien Plätze machen es daher einfacher, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können.”

Es gelten die üblichen Richtlinien

Damit alle die Regeln einhalten können, wurden die Bewohner*innen und Betreiber*innen der Unterkünfte mit ausreichend Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Schutzen ausgestattet. Informationen und Flyer rund um das Coronavirus hängen in verschiedenen Sprachen verteilt in den Unterkünften. “Die direkte Kommunikation erfolgt über die Betreiber oder zuständige Sozialarbeiter*innen vor Ort”, so Rehnert.

Grundsätzlich gelten die üblichen Hygienevorschriften: eineinhalb Meter Abstand halten, in die Armbeuge husten oder niesen, Besuchsverbot und erhöte Reinigungszyklen in den Gemeinschaftsunterkünften.

Ein Coronapatient befindet sich in Quarantäne

Das scheint gut zu funktionieren: “Bis jetzt haben wir nur einen bekannten Fall mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Der Mann ist bereits in einem Einzelzimmer mit eigenem Bad untergebracht worden”, sagt Rehnert. Während der Quarantäne kümmere sich der Betreiber um die Versorgung des Betroffenen. Die 45 Kontaktpersonen der Unterkunft seien direkt auf das Virus getestet worden: Alle Tests waren negativ.

Um die Frauen, Männer und Kinder noch großzüger zu verteilen, wäre eine Reaktivierung geschlossener Unterkünfte möglich. “Dadurch, dass aktuell noch genug Plätze frei sind, sind die räumlichen Gegebenheiten gut genutzt. Sollte es Engpässe geben, können natürlich Ausweichmöglichkeiten aktiviert werden.”

Und wie sieht es mit dem Verständnis der Bewohner*innen aus? “Das ist überwiegend gut. Bei Missverständnissen oder Unverständnis werden die betroffenen Personen durch die Sozialbetreuer*innen angesprochen”, sagt Rehnert.

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