Lassen Eis mit Zuckerstreuseln, Burger, Pizza, Hotdog, Softdrinks und Co. tatsächlich unsere grauen Zellen schmelzen? (Foto: Tarutoa/Unsplash)

Lassen Eis mit Zuckerstreuseln, fettige Burger, Pizza, Hotdogs und Softdrinks tatsächlich unsere grauen Zellen schmelzen? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Ernährung direkten Einfluss auf unsere seelische Gesundheit und geistige Verfassung hat. Die Arte-Dokumentation „Unser Hirn ist, was es isst“ nimmt dich mit auf eine Reise durch Forschungslabore der Welt. Du wirst staunen, welche Auswirkungen Nahrungsmittel auf deine Psyche und dein Verhalten haben – im positiven wie im negativen Sinne.

Du bist, was du isst! Schon immer stellt der Volksmund einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Verhalten her. Forschungsarbeiten in aller Welt belegen, dass sehr viel Wahres in diesen alten Weisheiten steckt. Viel Junk-Food, Zucker, Fett und einseitige Ernährung mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln sind absolut schädlich. Gesunde Ernährung hingegen schützt und stärkt die Menschen.

Einseitige Ernährung bei Hamstern führt zu Kannibalismus


Im Elsass führte einseitige Ernährung von Feldhamstern mit Mais zu Kannibalismus. Doch du kannst beruhigt sein: So weit kommt es beim Menschen nicht. Krasse Folgen sind aber auch bei uns zu beobachten. Hier ein paar Beispiele. In den Niederlanden wurden nach der Hungersnot im Zweiten Weltkrieg bei Kindern häufig antisoziale Persönlichkeitsstörungen festgestellt. Eine dreimonatige Anreicherung der Nahrung in Gefängnissen mit Vitaminen, Fettsäuren und Mineralstoffen führte im Rahmen einer niederländischen Studie zu einer Senkung aggressiver Vorfälle – sage und schreibe um ein Drittel. Und in Deutschland hat eine Psychologin der Universität Lübeck nachgewiesen, dass die Zusammensetzung des Frühstücks das soziale Verhalten beeinflusst. 

Junk-Food gilt als einer der Schlüssel für emotionale Störungen: für Impulsivität, Aggression, Gewalttätigkeit. (Foto: Arte France)

Füttere das Monster in dir – oder lieber doch nicht?


Einseitige Junk-Food-Ernährung könnte sich auch auf das Immunsystem auswirken und Entzündungsreaktionen bis ins Hirn provozieren, so eine Hypothese. Rattenexperimente in Bordeaux lassen vermuten, dass Zucker ein höheres Suchtpotential als Kokain entfalten könnte. Eine Ratte, die mit Kokain, Heroin und Zucker aufgewachsen ist und dann frei zwischen diesen Stoffen wählen konnte, hat sich für Zucker entschieden. Die Sucht danach ist größer als nach harten Drogen. Und nimmt rapide zu. Denn unser Belohnungszentrum reagiert auf die gleiche Menge Zucker immer weniger stark und fordert immer mehr, um das gleiche Glücksgefühl zu spüren. Ein Teufelskreis oder wie der Wissenschaftler Dr. Ap Zaalberg vom Forschungsinstitut des niederländischen Justizministeriums sagt: “Wir füttern das Monster in uns!”

Brain-Food statt Junk-Food

Doch du kannst dich auch für einen anderen Weg entscheiden: Brain-Food. Essentiell nötige Omega-3-Fettsäuren sind gut für dich. Diese findest du in fettem Fisch, Nüssen und Pflanzenölen. Diese Fettsäuren ist besonders in der Jugendzeit und im Alter wichtig. Sie tun dir einfach rundherum gut. Die gesunden Fette formen bereits die Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit ungeborener Kinder und sorgen für eine normale Gehirnfunktion und eine Sehkraft auch im weiteren Leben. Denn Omega-3 ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gehirns und der Netzhaut. Es kann darüberhinaus auch unser Herz und unsere Blutgefäße schützen.

Die Arte-Dokumentation bietet interessantes Material zum Thema Ernährung und Steuerung der Hirnchemie und wird dir einige interessante Themen aufzeigen, die du garantiert noch nicht gesehen hast.

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