In weiten Teilen der USA protestieren Menschen seit Tagen gegen Rassismus. Auslöser ist der Tod des dunkelhäutigen George Floyd durch einen weißen Polizisten. Am Samstag wollen sich in Fulda Demonstranten mit den Menschen in den Vereinigten Staaten solidarisieren. Sie treffen sich zum „Silent Protest“.

Der Tod von George Floyd erschüttert die USA noch immer. Der dunkelhäutige 46-Jährige ist am 25. Mai in Minneapolis gestorben, nachdem ein hellhäutiger Polizist minutenlang auf dessen Hals gekniet und seine Hilferufe ignoriert hatte. Seitdem demonstrieren Tausende Menschen in weiten Teilen des Landes gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und gegen Rassismus allgemein. Dabei kam es leider schon zu Randalen und Plünderungen durch eine Minderheit und zu Angriffen auf friedliche Demonstranten und Demonstrantinnen.

Diesen Samstag wird es in Fulda eine Solidaritätsaktion geben – wie in vielen anderen Städten. Auf dem Uniplatz startet um 14 Uhr die Demo „Silent Protest – Nein zu Rassismus!“. „Wir wollen Solidarität mit den Menschen in den USA sowie allen Opfern des Rassismus auf der ganzen Welt zeigen“, heißt es von Organisatorin Saba Hussein. „Wir distanzieren uns deutlich von Hass, Gewalt, Ignoranz und Verleumdung und kämpfen für Friede, Gerechtigkeit und Toleranz.“

Schweigemoment für George Floyd in Fulda

Saba ist freiberufliche Dolmetscherin. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich im „Bündnis mittendrin“. „Es ist die erste Demo, die ich organisiere“, sagt sie. „Ich hatte auf Instagram den Aufruf, deutschlandweit Proteste zu organisieren, gesehen und die Intitiatorinnen angeschrieben.“ Erst kürzlich hat die Dolmetscherin eine Initiative gegründet. Die beschäftigt sich mit den Themen Rassismus und Stärkung von Frauenrechten.

Am Samstag wird die Demo, die Saba organisiert, vom Uniplatz über den Buttermarkt zum Platz Unterm Heilig Kreuz ziehen. Dort wird es eine Rede und einen Schweigemoment geben. 8 Minuten und 46 Sekunden lang wird dieser Moment sein. So lange hatte der Polizist auf Floyds Hals gekniet. Anschließend geht es in Richtung Bahnhofsvorplatz.

Die Demo steht unter dem Motto „All Black“. Heißt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden schwarze Oberteile und dunkle Hosen tragen. Einen Mundschutz zu tragen, sei keine Pflicht, teilte Hussein in sozialen Medien mit. Wer einen tragen wolle, solle aber auf Sonnenbrille und Kappe verzichten – wegen des Vermummungsverbots.

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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