(Foto: Victor He/Unsplash)

In unserem wöchentlichen Update erfährst du jeden Sonntag die wichtigsten Infos zur Corona-Krise im Kreis Fulda und auch Hessen. Diese Woche: weitere Lockerungen, Informationen der Rhönenergie zum Fahrkartenverkauf in Stadtbussen und Diskussionen über die Friedrichstraße.

Beschlüsse, Hinweise und Hilfen der hessischen Landesregierung zum Coronavirus findest du zudem unter corona.hessen.de sowie zum Kreis Fulda unter corona-fulda.de.

Corona-Infektionen in Hessen und im Kreis Fulda

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen liegt aktuell (Stand: 30. Mai 2020) bei insgesamt 10.003 bestätigten Fällen, wie das Sozialministerium mitteilt. Insgesamt gab es in Hessen 476 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Im Landkreis Fulda sind laut einer Pressemitteilung (Stand: 29. Mai) 329 Fälle mit einer Sars-CoV-2-Infektion gezählt worden. 293 davon gelten als genesen, aktuell sind 24 Personen infiziert. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt bei 12.

Zu den Infizierten zählen 3 Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Schulen aus dem Landkreis. Ihre 41 ermittelten Kontaktpersonen werden ebenfalls getestet und befinden sich in Quarantäne.

Zwischenzeitlich hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda ermittelt, dass eine zweite Teilklasse der Kepler-Schule von einer Sars-CoV-2-Infektion betroffen ist. Entsprechend werden weitere neun Schülerinnen und Schüler sowie sieben Lehrkräfte getestet. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Landkreises vom 29. Mai hervor.

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Die neuesten Entwicklungen zum Coronavirus in unserer täglichen Zusammenfassung. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ☝ Wir beziehen uns ausschließlich auf die Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) täglich veröffentlicht. Die Daten werden täglich von den Gesundheitsämtern gemeldet, gesammelt und aktualisiert. Die Zahl der Todesopfer schließt sowohl Menschen ein, die an Covid-19 als auch mit Covid-19 verstorben sind. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ☝ Zur Zahl der Genesenen: Das RKI verweist darauf, dass es deutschlandweit keine gesetzliche Meldepflicht für Covid-19-Genesene gibt. Deshalb wird die Zahl der Genesenen wie folgt geschätzt: Infizierte, die nicht in eine Klinik aufgenommen wurden, gelten rund 14 Tage nach der Meldung ihrer Infektion als genesen. Krankenhauspatient*innen dann, wenn sie gesund entlassen wurden. Bild: imago ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #coronavirus #covid_19 #coronaupdate #virus #virologie #rki #fulda #schule #hessen #hessenschau

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Lockerungen für Gastronomie, Hotels, Schwimmsport und Kitas

Gastronomie

Die bisher für Gastronomien geltende Fünf-Quadratmeter-Regelung, die die maximale Gästezahl in Restaurants eingeschränkt hat, entfällt ab sofort. Hygiene- und Abstandsregelungen müssen allerdings weiterhin beachtet werden. So ist zum Beispiel der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen zwingend einzuhalten.

Schwimmbäder

Schwimmsportvereine dürfen wieder zum Trainieren ins Schwimmbad. Auch Kurse dürfen wieder angeboten werden, solange der Mindestabstand eingehalten werden kann. Duschen und Umkleidekabinen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln genutzt werden.

Ziel sei es laut Sportminister Peter Beuth, dass die Schwimmbäder im Sommer auch wieder für den Publikumsverkehr zugänglich werden.

Hotels

Zu einem Übernachtungsbetrieb gehörende Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche dürfen ab Donnerstag ebenso wieder genutzt werden – jedoch ausschließlich von Übernachtungsgästen.

Kitas

Ab dem 2. Juni können hessische Kindertagesstätten wieder einen eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. Das geplante Konzept sieht eine Gruppengröße von 12 bis 15 Kindern vor, im Falle von Kinderkrippen sind bis zu 10 Kinder erlaubt. Welche Kinder zunächst wieder Betreuung bekommen können, wurde in einer Verordnung festgelegt, die die Stadt Fulda hier zusammenfasst.

Mehr Informationen zum Thema bietet auch das hessische Sozialministerium.

Diskussionen um mögliche Verkehrssperrung in der Friedrichstraße

Fußgängerzone in Fulda
(Foto: Sascha-Pascal Schimmel)

Die Oppositionsfraktionen SPD und Grüne fordern mehr Außengastronomie in der Friedrichstraße. Zuvor hatte die CDU Pläne vorgestellt, in denen die Außenbewirtung bis 24 Uhr erlaubt sein sollte, um Gastwirtschaften in der Corona-Krise zu unterstützen.

SPD und Grüne halten diesen Vorschlag nicht für ausreichend. Sie wollen als Sofortmaßnahme mehr Tische und Stühle im Außenbereich möglich machen und hierzu die Friedrichstraße für den Autoverkehr sperren. Die CWE hat sich, als Koalitionspartner der CDU, dagegen ausgesprochen. Es berichtete die Fuldaer Zeitung.

Aktion “Sommer in Hessen”

Gemeinsam mit dem hessischen Tourismusverband und der HA Hessen Agentur GmbH startet das hessische Wirtschaftsministerium mit „Sommer in Hessen“ eine Aktion für hiesige Ausflugsziele und Freizeitaktivitäten.

Auf einer interaktiven Karte kann nach Museen, Sehenswürdigkeiten, Tierparks, Outdooraktivitäten oder Gästeführungen gesucht werden. Hier geht es zur Karte. Damit möchte man der hohen Nachfrage nach innerdeutschen Reisezielen entgegen kommen und aufzeigen, was man in Hessen erleben kann. Mehr Informationen findest du hier.

Kreativwettbewerb für Schüler*innen

Der Stadt- und Kreisschülerrat sowie der Landkreis Fulda haben einen Kreativwettbewerb für die Klassen 5 bis 13 gestartet. Unter dem Motto „Back to School“ sollen sich Klassen mit der Pandemie und ihren positiven sowie negativen Folgen auf den Schulalltag beschäftigen und ihrem Ideenreichtum freien Lauf lassen.

Digitalisierungsschub für hessische Schulen

Hessens Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz sprach im hessischen Landtag über die große Herausforderung, die die Corona-Pandemie für das Schulsystem und alle daran beteiligten Menschen darstellt. Dabei betont er, wie wichtig die Digitalisierung jetzt im Hinblick auf die nahe Zukunft sei. Man müsse den Schub nutzen und sämtliche Systeme ausbauen.

Dazu zählen unter anderem das Schulportal Hessen, das als digitale Lehr- und Lernplattform genutzt werden soll, außerdem die Bereitstellung von Dienst-Email-Adressen für Lehrkräfte, digitale Fortbildungen und die Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms von Bund und Ländern im Umfang von rund 42,2 Millionen Euro.

Hier liest du ein Interview mit dem Kultusminister zum Thema Digitalisierung des Schulsystems.

Fahrscheinverkauf in Stadtbussen und Öffnung des Kundenzentrums

Eine Schutzscheibe trennt den Fahrerplatz vom Fahrgastbereich. Aussparungen im Glas ermöglichen Zahlungsvorgang und Fahrscheinausgabe. (Foto: RhönEnergie Fulda / Burkhard Beintken)

Ab Juni soll es schrittweise wieder möglich sein, Fahrscheine bei den Fahrern der Stadtbusse zu kaufen, so die RhönEnergie in einer Pressemitteilung. Aufgrund der Corona-Pandemie war der Bereich um den Fahrersitz großzügig abgesperrt.

Nun möchte man Trennscheiben zum Schutz von Fahrer*innen und Fahrgästen installieren, um den Ticketverkauf wieder möglich zu machen. Es gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Mehr Informationen findest du auf der Website der RhönEnergie.

Außerdem wird das Kundenzentrum der RhönEnergie ab Juni wieder geöffnet sein. Nach telefonischer Anmeldung können Anliegen wieder vor Ort geklärt werden. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln sind dabei Pflicht.

Das Online-Portal der RhönEnergie wird in Zukunft weiterhin für Kunden zugänglich sein, hier können die meisten Anliegen bequem von zuhause erledigt werden.

Suchtberatung in der Corona-Krise

Die Corona-Krise bringt viele Probleme mit sich: Menschen verlieren ihre Arbeit, soziale Kontakte sind sehr eingeschränkt und die Zukunft ist ungewiss. Was bedeutet diese Zeit für suchterkrankte und suchtgefährdete Menschen?

Die Suchtberatung Fulda erklärt: “Durch die geschlossenen Grenzen wird die Organisation von illegalen Rauschmitteln für die Konsumentinnen und Konsumenten deutlich schwieriger.” Daher gebe es mehr Leute, die man, vor allem im Rahmen der Substitution, auffangen müsse. Darunter auch Menschen, die vorher wenig Interesse an der Suchthilfe gezeigt hätten. Hier liest du einen Artikel zum Thema.

Hier geht’s zum Corona-Update von KW 21

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