Cover: Asmodee

Kennst du schon ..? Jede Woche entdecken wir neue, aber auch ältere, vielleicht vergessene kulturelle Goldstücke im Netz – Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets, Podcasts und vieles mehr, wozu wir unseren Senf abgeben. Was haben ein Buch über Alltagsrassimus und ein Brettspiel, in dem man ein Horrorhaus erforscht, gemeinsam? Sie sind unser heißer Scheiß der Woche – und wenn wir ehrlich sind: Alltagsrassismus ist doch irgendwie auch zum Gruseln.

Brettspiel: „Betrayal at House on the Hill“

Quietschende Türen, unheimliche Stimmen, Fußspuren, die im Nichts enden – In „Betrayal at House on the Hill“ spielen wir einen Abenteurer-Trupp, der ein modulares Horrorhaus erforscht. Das Besondere: Im Laufe des Spiels beginnt der „Spuk“, in dessen Verlauf sich die Regeln komplett ändern können. Je nachdem, welches der 50 Szenarien zufällig ausgewählt wird, können nun Monster auftauchen, Artefakte müssen gefunden, Rituale durchgeführt werden oder einer der Spieler wird zum Verräter, den der Rest der Gruppe bekämpfen muss. Hardcore-Strategen aufgepasst: Der Glücksfaktor ist hoch, ständig müssen Proben, und Angriffe gewürfelt wer- den. Wer sich darauf und auf den gewollt klischeebehafteten Horror einlässt, auf den wartet ein stimmungsvolles und unkompliziertes Horrorspiel mit enormem Wiederspielreiz, das mit der maximalen Spielerzahl am meisten Spaß macht. (Asmodee // 60 Minuten // 3-6 Spieler)

Von Marcus Lotz

Buch: „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen – aber wissen sollten“

Cover: Hansablau

Wie sich Rassismus im Alltag zeigt, das will die Autorin Alice Hasters in ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen – aber wissen sollten“, erklären. Die 30-jährige Journalistin setzt sich als schwarze Frau seit ihrer Kindheit mit dem Thema Alltagsrassismus auseinander und möchte aufzeigen, in welchen Bereichen es auch heute noch strukturelle Ungerechtigkeit gibt. Angefangen mit der Frage „Wo kommst du wirklich her?“ oder „Darf ich mal deine Haare anfassen?“, nimmt die Deutsche mit amerikanischen Wurzeln ihre eigenen Erfahrungen mit dem „Anderssein“ als Basis ihres Buches. Hasters reflektiert außerdem, in welchen Situationen es sich lohnt den Mund aufzumachen – am besten immer dann, wenn Rassismus passiert. Egal in welcher Form. Ein Buch, das dazu verleitet, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen.

Von Constanze Gollbach

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