Coronavirus, Demonstration, Fulda, Die Partei
Fotos: Sascha-Pascal Schimmel

Eigentlich sollte es eine Art Tradition werden: Ab dem 2. Mai wollten Kritiker der Maßnahmen zu Eindämmung von Sars-CoV-2 jeden Samstag auf dem Uniplatz in Fulda demonstrieren. Mit diesem Vorhaben sind sie dieses Wochenende erneut gescheitert.

Vergangenen Samstag ist auf dem Uniplatz in Fulda zwischenzeitlich ordentlich Betrieb gewesen. Gut 100 Menschen hatten sich dort gegen 14 Uhr versammelt. Die einen wollten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 demonstrieren. Sie sehen ihre Grundrechte nachhaltig gefährdet, befürchten eine Impflicht. Manche sind der Meinung, hinter Corona stecke eine Verschwörung.

Die anderen wollten genau diese Demo verhindern – was ihnen schließlich gelungen ist. Sie hatten den Uniplatz vorzeitig besetzt, den Demonstranten nicht ausreichend Platz gelassen, um den nötigen Abstand zwischen den Teilnehmern zu gewähren. Die Organisatoren der Demo lösten sie deswegen schließlich auf.

Gegendemo ohne Gegner

Auch diesen Samstag haben Gegendemonstranten mobil gemacht, um den Teilnehmern der so genannten „Hygienedemo“ nicht ohne Widerstand das Feld zu überlassen. Mitglieder von Die Partei kamen mit Aluhüten auf dem Kopf, die Omas gegen Rechts sind auf dem Uniplatz gewesen, zudem Politiker der Grünen. Auf ihren Plakaten standen Sprüche wie „Leugnen bekämpft das Virus nicht“, „Checkt eure Quellen“ und „Reptiloiden Fulda grüßen Aluhutträger Bielefeld“.

Von der „Hygienedemo“ hingegen war bis 14.30 Uhr nichts zu sehen. Der Grund: Sie wurde in die Johannisaue verlegt. Auf einer Facebook-Seite heißt es dazu im wohlbekannten Duktus von Verschwörungstheoretikern und Rechtsaußen: „Die Stadt Fulda will (…) uns einen Maulkorb verpassen.“ Die Seitenbetreiber riefen dazu auf, dennoch auf den Uniplatz zu kommen.

Diesem Aufruf war jedoch nur eine Gruppe von acht Frauen und Kindern gefolgt – allerdings unbewusst. Sie hatten zu spät erfahren, dass die „Hygienedemo“ dieses Mal in der Nähe des Aueweihers standfinden musste. Auch sie gingen später in Richtung Johannisau.

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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