Auris 2, Auris, Sebastian Fitzek, Hörspiel
Cover: Audible Studios

Kennst du schon ..? Jede Woche entdecken wir neue, aber auch ältere, vielleicht vergessene kulturelle Goldstücke im Netz – Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets, Podcasts und vieles mehr, wozu wir unseren Senf abgeben. Diese Woche: der gerade erst erschienen zweite Teil des Psychothriller-Hörspiels “Auris” vom deutschen Autor-Popstar Sebastian Fitzek.

Den ersten Teil der neuen Thrillerreihe “Auris”, erschienen als Audible Original und umgesetzt nach einer Idee von Sebastian Fitzek zusammen mit Autor Vincent Kliesch, hatten wir bereits in der Juniausabe letzten Jahres (Nr. 80) empfohlen:

Allein anhand der Stimme kann er ein umfassendes psychologisches und optisches Profil eines Menschen erstellen. Matthias Hegel ist der wohl beste Audio-Profiler Deutschlands – und ein geständiger Mörder. Doch die Journalistin und True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge will ihm das nicht glauben, zumal Hegel jede Verteidigung ablehnt. Sie recherchiert auf eigene Faust, bohrt immer tiefer und gerät schließlich in ein gefährliches Psychospiel, das Wahrheit und Lüge bis zum Schluss verschwommen lässt. Sebastian Fitzek spann „Auris“ (lateinisch für Ohr) zunächst als Hörspiel. „Denn wie könnte man einen akustischen Profiler besser erlebbar machen als mithilfe des akustischen Kopfkinos, das ein Hörspiel erzeugt?“, fragt der Thriller-Popstar. Wahrhaftig – packend, dramatisch, überzeugend und auch erhellend dieses Hörspiel. Den Roman zum Auftakt dieser neuen Thrillerreihe setzte Autor Vincent Kliesch um.  

Nun zur Fortsetzung: “Auris 2 – die Frequenz des Todes”

Der geniale forensische Phonetiker Hegel sitzt noch immer in U-Haft wegen des Mordverdachts an seiner Frau. Und die True-Crime-Podcasterin Ansorge, die nach dem ersten Fall über diesen schillernden Mann berichtet hatte und so in der Medienszene populär wurde, ist nach wie vor auf der Suche nach ihrem Bruder Moritz. Er verschwand vor einigen Jahren spurlos während eines Urlaubs in Südamerika. Man sagte ihr, er sei tot. Doch sie glaubt nicht daran.

Eigentlich möchte Ansorge nach dem manipulativen Psychospiel Hegels rein gar nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch dann der mysteriöse Notruf einer Mutter an die Berliner Polizei, der so einiges aufscheucht: “Hilfe, mein Baby ist weg! Hier ist nur Blut …”

Nur ein Experte mit absolutem Gehör kann aus diesem Notruf wichtige Informationen entnehmen, um zu konstruieren, was hier eigentlich genau passiert ist: Hegel kommt mit elektronischer Fußfessel aus der U-Haft, um den Anruf zu analysieren. Kaum draußen in seiner geheimen Villa, kontaktiert er die Podcasterin und ködert sie mit Informationen über ihren verschollenen Bruder, ihm bei der Suche nach dem verschwundenen Baby zu helfen. Doch Ansorge ist diesmal vorsichtiger, sie möchte nicht wieder seine Marionette werden – lässt sich schließlich dennoch auf die Zusammenarbeit ein. Schwebt ihr Bruder in Lebensgefahr und hat zudem eine neue Identität? Hegel scheint Infos zu haben, die eigentlich niemand haben dürfte.

Fesselnder Psycho-Stoff für die Ohren

So geraten die beiden in eine Kindesentführung, bei der ein gefährlich-skrupelloser internationaler Ring seine Finger im Spiel hat: “Remus” vermittelt weltweit Säuglinge aus Familien an Reiche weiter, die keine Kinder haben können – und entführt diese, sollten sich die Eltern nicht an Vertragsbedingungen halten und ihr Kind doch behalten wollen. Werden Hegel und Ansorge es schaffen, das Baby vor den Menschenhändlern zu finden?

Auch wenn der zweite Teil von “Auris” inhaltlich nicht ganz an den ersten heranreicht – hörspiel-technisch lässt “Die Frequenz des Todes” nichts zu wünschen übrig. Die Spannung erlebt keine Flaute, die Sprecher überzeugen, und die Sound-Atmosphäre lässt dich in die Szenerie eintauchen. Thriller-Popstar Fitzek beweist hier abermals sein Ideenreichtum für schaurige Psycho-Storys. Heißer Krimistoff für die Ohren.

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