Am 1. April 2020 hat sich Seebrücke Fulda gegründet. (Fotos: Seebrücke Fulda)

In Fulda hat sich ein Ableger der Bewegung Seebrücke gegründet. Die Aktivisten und Aktivistinnen stellen an die Stadt konkrete Forderungen. Anfang April hatten sie bereits einen ersten Protest organisiert. Hier liest du eine Pressemitteilung von Seebrücke Fulda.

Mitten in der Corona-Pandemie hat sich die Seebrücke Fulda gegründet. Bereits seit einem Jahr solidarisieren und engagieren sich Ehrenamtliche aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Fulda, sowie Einzelpersonen für Geflüchtete an den EU-Außengrenzen. Gemeinsam hat diese Gruppe am 1. April 2020 die Seebrücke Fulda gründet. „Solidarität hört ja nicht an nationalen Grenzen auf. Mehr denn je heißt es in dieser Zeit, sich auch solidarisch mit den Menschen in den Geflüchtetenlagern in Moria oder Libyen zu zeigen.

Wir machen Druck – so lange bis die Lager evakuiert werden und die Menschen eine sichere Zuflucht finden können. Wir haben Platz und wir können Menschen aufnehmen. Niemand sollte und muss in diesen Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht sein oder das eigene Leben riskieren und über das Mittelmeer fliehen. Diese Zustände gilt es sofort zu beenden! Dafür setzen wir uns ein“, erklärt Aktivistin Carolin Hack das Engagement der Seebrücke Fulda.

Seebrücke Fulda: Kreide-Aktion Anfang April in der Innenstadt

Im Rahmen der Kampagne #LeaveNoOneBehind organisierte die Seebrücke Fulda ihren ersten gemeinsamen Protest am 5. April unter dem Motto „Spuren hinterlassen“. In der Stadt und im Landkreis Fulda wurden an öffentlichen Orten Solidaritätsbotschaften mit Kreide verfasst oder selbstgebastelte Flugzeuge und Boote mit politischen Botschaften abgelegt. Damit machte die Seebrücke Fulda auf die Lage in den Lagern auf den griechischen Inseln aufmerksam und forderte u.a. deren sofortige Schließung und die Evakuierung der Geflüchteten.

Flüchtlinge, Leave noone behind

Ein weiteres Ziel der Seebrücke Fulda ist, dass die Stadt Fulda dem Bündnis „Sichere Häfen“ beitritt (Dagegen hatten sich im Sommer 2017 fast alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung erklärt; Anm. d. Redaktion). „Wir wollen das Fulda Sicherer Hafen wird und die Stadt sich solidarisch mit Menschen auf der Flucht erklärt. Dazu gehört auch, sich gemeinsam mit Städten wie Darmstadt, Marburg, Kassel und Gießen bereit zu erklären, zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen, zum Beispiel aus dem Lager Moria“, so Stefanie Wahl von der Seebrücke Fulda.


„Sicherer Hafen“ Fulda: Fast alle Fraktionen gegen „Seebrücken“-Initiative

Geht es nach “Fulda stellt sich quer”, soll die Stadt zum “Sicheren Hafen” erklärt werden. Das Bündnis fordert die Stadtverordneten dazu auf, sich dafür stark zu machen. Großer Jubel unter den Fraktionen im Fuldaer Stadtschloss? Nur zwei befürworten bisher die Initiative.


Für das Bündnis geht die Arbeit auch in Zeiten von Corona weiter. Wer mehr über die Situation der Menschen an den EU-Außengrenzen erfahren oder sich an politischen Aktionen beteiligen möchte kann per E-Mail (fulda@seebruecke.org)  Kontakt aufnehmen oder sich auf der Facebook-Seite (Seebrücke Fulda) weiter informieren.    

Weitere Informationen zur Seebrücke und dem Bündnis „Sichere Häfen“ finden Sie unter: https://seebruecke.org/sichere-haefen/

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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