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Marcel Meister ist Mediendesigner, Entertainer und Sänger. Normalerweise arbeitet der 24-jährige Allrounder in Griechenland. Durch das Corona-Virus verbringt er momentan seine Zeit in der Heimat im Nüsttal. Um im Lockdown nicht zu versinken, produziert er Videos und postet einige davon auf Instagram – mit ihm in der Hauptrolle. Wir haben mit Marcel gequatscht und Volontärin Constanze hat sich dabei eine Nebenrolle als Model ergattert.

Wie viel Langeweile hast du wirklich?

Tatsächlich kommt das nur so rüber. Langeweile an sich habe ich nicht. Gerade jetzt nutze ich die Zeit zu Hause, um mich weiterzubilden und Dinge auszuprobieren. Hier und da habe ich auch Aufträge als Mediendesigner.

Mediendesigner: Was genau machst du da?

Ich arbeite nebenbei als Mediendesigner für verschiedene Kunden, erstelle Websites, Video und Fotos. Im Sommer Arbeite ich hauptsächlich in Griechenland im Robinson Club. Das ist ein deutsches Touristikunternehmen und Saisonclub, bei dem ich sowohl Fachleiter im Entertainment als auch Social-Media-Manager bin.

Momentan bist du aber aufgrund des Coronavirus zu Hause. Auf Instagram machst du derzeit ein paar lustige Videos. Wie kommt das?

Wie schon gesagt, versuche ich die Zeit zu nutzen, um mich in der Hinsicht weiterzubilden. Aber meistens ist es so, dass ich eine Idee habe – die oft beim Essen oder Saunieren kommt – und ich mir ein Konzept überlege und dieses direkt umsetze. Dadurch, dass ich mir über die Jahre einiges an Equipment angesammelt habe, macht die Umsetzung natürlich viel mehr Spaß und es erleichtert meine Arbeit.  Grundsätzlich könnten die Videos aber auch mit weniger Equipment gemacht werden.

Video: Instagram/@m0marcel

Wie viel Aufwand steckst du in ein Video, wenn du sagst, dass die Umsetzung einfach ist?

Das ist ganz unterschiedlich. Es kommt vor, dass ein Video in einer Stunde fertig ist. Beispielsweise das Video, in dem ich zwei Charaktere gespielt habe, das hat tatsächlich nicht lange gedauert. Das kommt immer auf die Planung an. Hier habe ich beispielsweise den ersten Teil gedreht und konnte mit den Audiospuren beim zweiten Teil mit der „Person“ agieren. Es sieht meist komplizierter aus, als es tatsächlich ist.

Was gehört alles dazu, um deine Videos zu produzieren?

Als erstes überlege ich mir mein Konzept. Wenn das steht, ist es eigentlich nur noch Requisiten zusammensuchen, Drehen, Schneiden und Bearbeiten.

Hast du dir das alles selbst beigebracht?

Ich habe nach dem Abi Digitale Medien in Fulda studiert. Während des Studiums habe ich die Grundlagen gelernt. Alles andere kam durch „Learning by Doing“. Ich mache die Videos auch grundsätzlich für mich selbst, um neue Techniken auszuprobieren. Dass ich darauf so viel Feedback bekomme, hätte ich nie gedacht oder war nicht meine Absicht.

Was für Feedback bekommst du?

Ganz unterschiedliches, aber durchweg positives. Und bei jedem neuen Video gibt es mehr Rückmeldung. Das sind beispielsweise Bekannte von früher, die auch gerade zuhause sind und schreiben, dass Sie sich schon aufs nächste Video freuen. Für einige Menschen ist es eine kurze, unterhaltsame Ablenkung vom Corona-Alltag.

Video: Instagram/@m0marcel

Und zum Schluss: Woher kommt dein Selbstbewusstsein?

Eigentlich kam das mit der Musik. Im Robinson Club mache ich viel Live-Musik und verschiedene Shows vor oft hunderten Menschen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es dir egal ist, dass du dich zum Affen machst.


Marcel und Constanze haben sich an einem virtuellen Shooting versucht.
Video: Marcel Meister

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