Foto: Stefan Hinz

In Kooperation mit dem Projekt „Von der Straße ins Studio“ (VDSIS) unter der Leitung von Timm Fütterer wurde an fünf Tagen mit Schülerinnen und Schülern der Lichtbergschule sowie Vereinsmitgliedern von VDSIS ein neues Rap-Video produziert, das ab sofort auf YouTube  zu finden ist. Das Thema des Songs an der Lichtbergschule lautet: „Keine Macht den Drogen! – Junge Menschen rappen mit ernster Botschaft!“

Ein Text von Stefan Hinz (Lichtbergschule Eiterfeld)

In dem mehrtägigen Projekt, das ausschließlich am Wochenende in der Lichtbergschule stattfand, wurde sukzessive auf das Musikvideo als Endprodukt hingearbeitet. So stand zu Beginn die Ideensammlung an, mit der die Inhalte des neuen Liedes erarbeitet werden sollten. Die Teilnehmer im Alter von 11 bis 16 Jahren entwickelten in Kleingruppen kreative und qualitativ tolle Beiträge, sodass der Kreativität der Schülerinnen und Schülern keine Grenzen gesetzt wurden und nach und nach der fertige Song entstand. Dabei wurden prozessbedingte Fragen wie „Was machen Drogen mit einem Menschen?“, „Was kann der Auslöser sein?“, „Was für Drogen gibt es und was ist unsere Botschaft im Song?“ reflektiert und zu Textzeilen zusammengetragen.

Am zweiten Tag wurde in der Lichtbergschule ein Raum als Tonstudio umgebaut und die Schülerinnen und Schüler konnten auf professionelle Weise ihre gereimten Raptexte einsingen und den Song aufzeichnen. Nach einer zunächst unbearbeiteten Kostprobe des Liedes waren alle bereits sehr begeistert und gingen motiviert an das Schreiben des Drehbuchs für das Musikvideo. Nachdem geeignete Locations gefunden und zu drehende Szenen genauestens durchdacht waren, stand der Drehtag mit hochwertigem Kameraequipment und vielen Aufnahmen an. Der Drehtag stellte ein Highlight für alle dar und die Schülerinnen und Schüler gaben ihr Bestes, damit ein qualitativ sehenswertes Video aus den Darbietungen resultieren konnte. Im Musikvideo wurden einzelne Geschichten und Schicksale in Szene gesetzt, die von den Jugendlichen selbstständig konzipiert wurden. „Die Teilnehmer waren extrem motiviert und engagiert, so wurden während der Woche alle Drehrequisiten zusammen organisiert und kein einziges davon am Drehtag vergessen“, berichtet einer der Workshop-Leiter von VDSIS.

Mit Refrain und Schauspielerei ein Statement setzten

Selbstverständlich wurden die Aktivitäten der Darsteller im Video allesamt für den Zweck nachgestellt: So diente eine große Nebelmaschine für den dazugehörigen Nebel und Rauch im Partykeller, Wodka-Flaschen wurden natürlich mit Wasser gefüllt und der Rauch des Glimmstängels wurde gekonnt eingebaut. 

„So ist das Leben, es gibt Tränen und Leid, das sind Geschichten, die das Leben so schreibt, es gibt hier keine Droge, die dein Leben hier heilt! Also Finger weg von Drogen, sonst macht Elend sich breit!“, sind die klare Ansage im Refrain.

Dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat, kann man anhand des fertigen Videos, das auf Youtube in diesen Tagen Premiere feierte, sehen. Zudem ist es möglich, sich ein Making-of über die Projektarbeit anzusehen (einen Link hierzu findet man unter dem Musikvideo).

Video: Youtube

Von Seiten der Lichtbergschule Eiterfeld wurde die Kooperation durch den Lehrer Herrn Stefan Hinz organisiert, der mithilfe der Lehrerinnen Frau Julia Möller und Frau Michaele Schoeler die Projektphase begleitete.

Das Projekt „Zeit für Zukunft” Rap-Workshops wird unterstützt durch das Programm MeinLand – Zeit für Zukunft der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.“ Die gesamte Projektarbeit wurde im Rahmen von VDSIS in Kooperation mit SMOG e.V. und DAFKS Fulda e.V. durchgeführt.

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