Foto: Hans Block, Moritz Riesewieck

Löschen? Ignorieren? Behalten? – Content-Moderatoren stehen jeden Tag vor der Entscheidung, welcher Inhalt im Netz bleibt und welcher nicht. Weil dieser die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreitet. Die Doku „The Cleaners“ begleitet Menschen, deren Job die digitale Müllhalde ist.

Jeden Tag werden wir von Nachrichten, Werbung und verschiedenen Inhalten im Netzt bombardiert. Die Dokumentation „The Cleaners“ von den Regisseuren Hans Block und Moritz Rieseweck bringt die Arbeit von sogenannten Content-Moderatoren in Manila an die Öffentlichkeit – jene, deren Aufgabe es ist, täglich Medieninhalte wie Texte, Videos und Bilder im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne wie Facebook, Google, Twitter und Co. zu beobachten, auszuwerten und sie – wenn nötig – zu löschen.

Dabei sind die Zehntausenden Mitarbeiter traumatischer und psychologischer Belastung ausgesetzt – denn nicht selten müssen sie sich mit terroristischen, kinderpornographischen, volksverhetzenden und überhaupt verstörenden Inhalten auseinandersetzen.

Video: Youtube

Parallel zu den persönlichen Erfahrungen der Mitarbeiter erzählt der Film von den Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet werden.

„The Cleaners“ ist es auf jeden Fall wert, geguckt zu werden. Besonders in der Zeit, indem das digitale Leben präsenter denn je ist. Schauen kannst du die Doku momentan in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung.

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