Der Tierheimbetrieb – inklusive der Tierpflege und Tierversorgung – muss trotz Corona aufrechterhalten bleiben – und das jeden Tag. (Foto: Joscha Reinheimer)

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Schulen, öffentliche Einrichtungen, Restaurants und zahlreiche Unternehmen sind derzeit geschlossen. Die Folgen sind enorm – und für viele Betriebe sind auch die finanziellen Verluste existenzbedrohend. Auch das Tierheim Hünfeld leidet unter der Corona-Krise: Es wurde für den Publikumsverkehr geschlossen und kann derzeit kaum Tiere vermitteln. Somit können keine Einnahmen und Spenden eingenommen werden. Karo von move36 hat mit dem ersten Vorsitzenden des Tierheims gesprochen.

„Natürlich sind auch wir von der Corona-Situation betroffen“, sagt Herbert Heurich vom Tierheim Hünfeld. „Wir haben unser Personal durch eingehende Maßnahmen informiert sowie angeleitet, wie man sich im Tierheim verhalten soll.“ Der Tierheimbetrieb – inklusive der Tierpflege und Tierversorgung – muss trotz Corona aufrechterhalten bleiben – und das jeden Tag. Alle Tiere müssen täglich umsorgt werden und brauchen weiterhin sozialen Kontakt. Untereinander dürfen die Teams keinen Kontakt haben, um eine Ansteckung zu verhindern. So gewährleisten sie, dass sie nicht ausfallen und sie sich trotz Corona um Hunde, Katzen und Kleintiere kümmern können.

“Wir lassen unsere Tiere nicht im Stich”

In der aktuellen Lage sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims die einzigen Menschen, zu denen die Tiere Kontakt haben. „Ein offenes Tierheim für Besucher und Tierinteressenten mit direktem Tierkontakt und Gassigeher-Zeiten ist für uns in dieser Situation nicht mehr möglich“, betont Heurich. Trotzdem muss das Tierheim Hünfeld Tiere in Not – vor allem die vielen Fundtiere – aufnehmen, versorgen und tierärztlich behandeln. Das kostet Geld und Zeit. „Deshalb versuchen wir, einen Teil der Tiere wieder zu vermitteln. Konkrete Anfragen per Telefon oder E-Mails zu bestimmten Tieren zwecks Übernahme werden beantwortet – und nach einem Weg geschaut, der eine Vermittlung vielleicht doch noch möglich macht“, sagt Heurich. “Wir lassen unsere Tiere nicht im Stich. Die Tiere brauchen uns.”

Zurzeit hat das Tierheim ein finanzielles Polster, da die Kommunen des Landkreises Fulda (inklusive der Stadt Fulda) ihren Jahresbeitrag bereits gezahlt haben. „Wie es allerdings in der zweiten Jahreshälfte mit den Finanzen bestellt ist, kann ich momentan nicht sagen, da wir einige Bauprojekte mit erheblichen Kosten vorgesehen haben“, so der erste Vorsitzende des Tierheims.

Deshalb sind Tierheime dringend auf Hilfe angewiesen, auch wenn die Zeit dafür gerade kritisch ist. Geld- und Futterspenden sind eine große Hilfe.

Hier kannst du helfen

Ob Vereine oder Tierheime: Der Kreis Fulda kann sich glücklich schätzen, dass es diese Einrichtungen gibt und sich die Menschen weiterhin engagieren. Alle, die selbst anpacken, spenden oder ein Tier aufnehmen möchten, finden hier alle Kontaktdaten der Tierschützer.

Tierheim Hünfeld:
Geißhecke 6
36037 Fulda
Telefon: 0661-607413
E-Mail: info@tierheim-fulda.de
https://www.tierheim-fulda.de

Verantwortung Leben:
Hessenhofstr. 36
36154 Hosenfeld 
Mobil: 0173 6543210 
E-Mail: info@verantwortung-leben.de
www.facebook.com/VerantwortungLeben

Tierschutzverein Hünfeld:
Stadt und Land e.V.
Postfach 1212
36081 Hünfeld
Telefon: 0179 – 1233264
E-Mail: info@tierschutzverein-huenfeld.de
www.tierschutzverein-huenfeld.de

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