Covid 19, SARS
Foto: CDC | Unsplash

Corona-Krise: 3301 nachgewiesenen Corona-Fälle in Hessen, 155 im Landkreis Fulda. Kultusminister Lorz mit deutlichem Statement zum laufenden Schuljahr. Höhere Arbeitslosigkeit erwartet.

Alle wichtigen Infos der hessischen Landesregierung zum Coronavirus findest du unter corona.hessen.de.

31.03.2020, 16.21 Uhr: Deutlich mehr Corona-Tests durch Methode aus Frankfurt möglich

Forscherinnen und Forscher in Frankfurt haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Testkapazitäten zum Nachweis von SARS-CoV-2 ab sofort weltweit um ein Vielfaches erhöht werden können. Das gemeinsame Team des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes um Prof. Erhard Seifried und des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt um Prof. Sandra Ciesek setzt auf eine neue Möglichkeit, mehrere Abstrichproben gleichzeitig auf das Virus zu untersuchen. Damit lässt sich die aktuelle Zahl von deutschlandweit rund 40.000 Tests pro Tag auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen steigern – ohne Qualitätsverlust in der Diagnostik. (Quelle: Hessische Landesregierung)

31.03.2020, 16.01 Uhr: “Zahl gemeldeter Stellen eingebrochen”

Die Pandemie schlägt sehr stark auf den Arbeitsmarkt in der Region durch. Zum Stichtag 12. März 2020 war dies jedoch nur sehr begrenzt der Fall. Die gravierenden negativen Folgen erreichten die Wirtschaft erst in den Tagen und Wochen danach und finden sich daher in den vorliegenden statistischen Daten noch nicht wieder.

So waren Mitte März im Landkreis Fulda 3.530 Personen arbeitslos. Dies waren 136 weniger als im Februar und 47 mehr als im Vorjahresmonat. Von der einsetzenden Frühjahrsbelebung haben alle Personengruppen profitiert. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Menschen unter 25 Jahren positiv auf (-21 auf 401). Dagegen stieg die Zahl der älteren Arbeitslosen über 50 Jahren spürbar an (+49 auf 1.104).

Trotz der Konjunkturdelle zeigte sich der Arbeitsmarkt bis dahin in einer soliden Verfassung, was durch die sogenannte Unterbeschäftigungsquote belegt wird, die neben den registrierten Arbeitslosen auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst. Diese lag mit 4,3 Prozent unter der des Vorjahres (4,4 Prozent).

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber Februar und erreichte mit 2,8 Prozent das Niveau des Vorjahresmonats. Allerdings stieg die Zahl der Personen, die aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos wurden, um 37 auf 477 an.

„Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft gehen wir von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im April aus“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, „Ab Mitte März ist die Zahl der gemeldeten Stellen regelrecht eingebrochen. Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt wurde von der Pandemie abrupt beendet.“ Der Agenturchef bewertet es positiv, dass die Unternehmen versuchen, ihre Beschäftigten durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld zu halten. Dieses Instrument habe sich auch in der Finanzkrise 2008/2009 bewährt. Die Anfragen von Unternehmen und Betrieben zur Kurzarbeit wegen des Corona-Virus setzten ab Mitte März explosionsartig ein. Sie werden derzeit ausgewertet. Darüber werden wir im Verlauf des Nachmittags gesondert berichten. (Quelle: Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda)

31.03.2020, 15.41 Uhr: Keine Besuche auf Wochenbettstation

Mehr Infos findet Ihr hier: https://bit.ly/3bspejC

Gepostet von Klinikum Fulda am Dienstag, 31. März 2020

31.03.2020, 15.39 Uhr: Begrenzte Beatmungskapazitäten im Klinikum Fulda

Auf einem Großteil der Intensivstationen von Hessens Kliniken gibt es noch keinen Engpass an Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Das geht aus dem Online-Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hervor – Abruf am 31.03.2020 um 15.24 Uhr. In lediglich zwei Kliniken sind diese Betten komplett belegt. In acht weiteren gibt es nur begrenzte Kapazitäten. Dazu gehört laut dem Register aktuell das Klinikum in Fulda. Allerdings ändert sich die Lage immer wieder.

31.03.2020, 15.24 Uhr: “Lockerung der Kontaktsperre zu früh”

Der Fuldaer Immunologe und Mikrobiologe Timo Ulrichs bewertet es in seinem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung als noch viel zu früh, im Zuge der Coronavirus-Pandemie bereits jetzt über eine Lockerung von Kontaktsperren nachzudenken.

31.03.2020, 14.28 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Kreis Fulda

Im Kreis Fulda gibt es laut dem Hessischen Sozialministerium 155 nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das sind sieben mehr als am Montag. In Hessen ist die Anzahl der Infizierten auf 3301 gestiegen.

Coronavirus, Sars-CoV-2, Covid-19

Laut der Statistik kommen in Hessen auf je 100.000 Einwohner 52,6 Infizierte. Im Kreis Fulda liegt der Wert bei 69,6. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner gibt es in Limburg-Weilburg (92,3) und dem Schwalm-Eder-Kreis (88,9).

31.03.2020, 14.01 Uhr: “Studierende sollen Studium nicht unterbrechen müssen”

Stellungnahme des Sprecherkreises der Gruppe der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften / Fachhochschulen (HAWs) in der HRK zur Corona-Krise

“Mit großer Anteilnahme und wachsender Besorgnis verfolgen die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften die Auswirkungen der notwendigen Eindämmungsstrategie für das Corona Virus auf das öffentliche und private Leben. Dies betrifft auch ihren Studienbetrieb. Sie haben aktuell den Präsenzlehrbetrieb flächendeckend eingestellt. Damit leisten sie, wie andere Lehreinrichtungen auch, ihren Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus.

Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften übernehmen Verantwortung für eine qualitativ hochwertige Lehre

Die HAWs werden alles daransetzen, dass die Studierenden trotz dieser schwierigen Situation ihr Studium nicht unterbrechen müssen und das Sommersemester 2020 erfolgreich absolvieren können. In Verantwortung für ihre Studierenden bringen die HAWs in kürzester Zeit mit großem Engagement und beispielloser Kreativität fast flächendeckend Alternativen in Form von online Lehrformaten auf den Weg. Großen Anteil daran haben die Lehrenden, aber insbesondere auch die Service- und Verwaltungseinrichtungen, die mit großer Flexibilität und oft aus dem Homeoffice die Durchführung der Lehre unterstützen. Allen gebührt großer Dank für diese Leistung. Sie nehmen damit auch ihre Verantwortung wahr, die Studierenden durch eine schwere Zeit der Verunsicherung und sozialer Isolation zu begleiten.

31.03.2020, 13.46 Uhr: “Schuljahr wird nicht annulliert”

An Schulunterricht ist wegen der Corona-Krise aktuell nicht zu denken. Wann sich das ändern wird, ist noch nicht klar. Das Schuljahr werde dennoch auf keinen Fall annulliert, sagte Hessens Kultusminister Alexander Lorz HR3. “Wir werden eine Möglichkeit finden, das Jahr zu bewerten.”

31.03.2020, 13.43 Uhr: Barockstadt-Triathlon abgesagt

Die Coronakrise hat ein weiteres großes Fuldaer Sportevent getroffen: Auch der Barockstadt-Triathlon, der für Sonntag, 3. Mai, geplant war, ist abgesagt. Das teilten die Veranstalter Dienstagvormittag gegenüber der Fuldaer Zeitung mit.

31.03.2020, 11.31 Uhr: Frauenbüro Fulda empfiehlt Beratungsstellen bei Konflikten in Familie oder Partnerschaft

In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren und allgemeiner Unsicherheit angesichts der Corona-Krise wachsen die Gefahren für Konflikte und Gewalt in Partnerschaft und Familie. Das Frauenbüro der Stadt Fulda gibt aus diesem Anlass Hinweise für Betroffene und empfiehlt Beratungsstellungen und Hilfsangebote.

Zum Hintergrund: Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus in Deutschland können nach Einschätzung von Experten zu erheblichen partnerschaftlichen und familiären Belastungen führen. Durch die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens verbringen viele Paare und Familien in diesen und den kommenden Wochen notgedrungen mehr Zeit denn je auf engem Raum. Unterstützende Einrichtungen wie z.B. Kindertagesstätten sind geschlossen. Die Betreuung der Kinder muss zu Hause realisiert werden. Hinzu kommen Existenzängste, soziale Isolation oder andere hohe (Arbeits-)Belastungen. Diese Situation kann zu Konflikten, Übergriffen und Gewalthandlungen in der Partnerschaft und Familie führen.

Foto: Stadt Fulda

Zahlreiche Studien zeigen, dass ökonomische Krisen und sozialer Stress die Zunahme von Konflikten bis hin zu eskalierenden Situationen begünstigen. Aktuelle Berichte von Hilfsorganisationen und Polizei aus Wuhan in China während der Corona-Krise bestätigen einen erheblichen Anstieg von Fällen von häuslicher Gewalt. In China zeigt sich bereits jetzt, dass seit Inkrafttreten der Ausgangssperren Frauen doppelt so häufig wegen häuslicher Gewalt die Polizei rufen. Laut der Pekinger Frauenrechtsorganisation „Weiping“ hat sich die Zahl der Beschwerden von Betroffenen sogar verdreifacht.

Das Frauenbüro und die Stadt Fulda möchten Betroffene und Bezugspersonen ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. Fachberatungsstellen und andere Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch und online erreichbar und unterstützen im Einzelfall. Hier eine Übersicht über wichtige Einrichtungen und Hilfsangebote:

Beratungsstellen bei Konflikten und Gewalt in Partnerschaft und Familie:

  • Amt für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda, Telefon: (0661) 102-1902, Mail: familie@fulda.de
  • Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes des Landkreises Fulda, Telefon: (0661) 6006-9410, Mail: jugendamt@landkreis-fulda.de
  • Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle der Diözese Fulda, Telefon: (0661) 77833, Mail: efl-fulda@bistum-fulda.de
  • Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, Telefon: (0661) 901578-0, Mail: erziehungsberatung@landkreis-fulda.de
  • Frauenhaus Fulda des Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Fulda (SkF): Das Frauenhaus bietet Frauen (und deren Kindern), die von körperlicher, seelischer und/oder sexueller Gewalt betroffen oder bedroht sind, Schutz, Beratung und Unterstützung, unabhängig von Einkommen, Familienstand, Nationalität und Religion. Eine Aufnahme ist Tag und Nacht möglich. Die Adresse ist zum Schutz der dort lebenden Frauen und Kinder anonym. In dem Frauenhaus leben die Frauen eigenverantwortlich und versorgen sich und ihre Kinder selbst. Telefon: (0661) 952952-5 rund um die Uhr (Aufnahme erfolgt nach telefonischem Erstkontakt), Mail: frauenhaus@skf-fulda.de
  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden, kostenfrei, in 17 Sprachen. Das Hilfetelefon berät deutschlandweit betroffene Frauen. Es informiert und vermittelt bei Bedarf an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort. Telefon (08000) 116016
  • Interventionsstelle des Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Fulda (SkF): Beratungsangebot für Menschen (und Angehörige), die von körperlicher und seelischer Gewalt in ihrem sozialen Umfeld bedroht oder betroffen sind. Telefon: (0661) 8394-14, Mail: interventionsstelle@skf-fulda.de
  • pro familia Fulda: Paarberatung; Beratung bei Gewalt in Partnerschaft und Familie; Trennungs- und Scheidungsberatung. Telefon: (0661) 4804969-0, Mail: fulda@profamilia.de

Beratungsstellen speziell für Kinder und Jugendliche:

  • Kinderschutz aktiv des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Fulda (SkF): Kinderschutz aktiv ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die direkt oder indirekt sexuelle Gewalt, sexuelle Übergriffe oder sexuellen Missbrauch erlebt haben oder erleben. Telefon: (0661) 8394-40, Mail: info@skf-fulda.de / prodan@skf-fulda.de
  • HALTE.PUNKT pro familia Fulda: Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, Telefon: (0661) 4804969-12 / -13, Mail: fulda@profamilia.de
    (Quelle: Stadt Fulda)

31.03.2020, 08.53 Uhr: Laut RKI 3283 Corona-Fälle in Hessen

Das Robert-Koch-Institut hat seine Statistik aktualisiert: Seit Montag ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten in Hessen demnach um 192 auf 3283 gestiegen, in Deutschland insgesamt um 4615 auf 61.913. In Bayern (plus 821), Baden-Württemberg (plus 1391) und Nordrhein-Westfalen (plus 1047) ist Zunahme nach wie vor am stärksten.

Hier geht’s zum Corona-Ticker vom 01.04.2020

Hier geht’s zum Corona-Ticker vom 30.03.2020

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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