Peter Scholz, Sascha Kurth, Johanna Zett und Dennis Martin (Foto: Bernd Loskant)

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag stellte das Team von Spotlight Musicals das neue Stück „Robin Hood“ vor, das in musikalischer Zusammenarbeit mit Sänger und Komponist Chris de Burgh entstand. Die Produzenten präsentierten Hintergrundinfos zur Entstehung der Geschichte und die Hauptdarsteller gaben zwei musikalische Kostproben aus dem Musical.

Die Legende von Robin Hood kennen wir alle, sei es aus dem beliebten Disneyfilm oder aus großen Hollywoodproduktionen: Er stiehlt von den Reichen und gibt es den Armen. Dazu gibt es meist noch eine dramatische Liebesgeschichte mit der noblen Lady Marian. Peter Scholz und Dennis Martin aber wollten die Geschichte neu erfinden, ihr einen modernen Anstrich geben. Sie beantworten mit ihrer Adaption vor allem folgende Frage: Wie wurde Robin von Loxley überhaupt zum Outlaw? Kernthema des Stücks wird die Selbstfindung Robin Hoods sein, seine Identität im Vordergrund stehen. Bekannte Figuren wie Bruder Tuck oder Little John werden vorkommen, aber teils eine eher untergeordnete Rolle spielen. Charaktere werden komplett neu interpretiert und so können Zuschauer gespannt sein, wer nun der Gegenspieler Robins sein wird.

Weltstar Chris de Burgh “ist ein Storyteller”

Auch die Beziehung von Robin und Marian bekommt einen ganz neuen Ansatz. Im Musical werden die beiden bereits zu Beginn verheiratet sein ­– das Ergebnis einer Zwangsehe, die die junge Marian bereits als Kind an den etwas älteren Robin von Loxley band. Eine Ehe ganz ohne Liebe. Im Verlauf des Stücks zeigt sich eine Interessante Entwicklung zwischen den beiden, die sich als junge Menschen so fern waren. In einer Szene im fortgeschrittenen Teil des Stücks, in der beide sich annähern, singen Robin und Marian das Duett „Endlich frei sein“, das die Darsteller Johanna Zett und Sascha Kurth gemeinsam präsentierten.

Zweieinhalb Jahre tüftelten die Produzenten gemeinsam mit Musiker Chris de Burgh an dem neuen Musical. Spannungen soll es während dieser Zusammenarbeit keine nennenswerten gegeben haben, man habe sich gegenseitig ergänzt und voneinander gelernt, sagen die Musical-Macher. Es ist das erste Mal, dass der 71-jährige Weltstar Musik für eine Bühnenproduktion schrieb. Neu für ihn sei es gewesen, dass man dabei szenisch denken muss, da der Zuschauer die Handlung vor Augen hat. Man müsse im Song also nicht beschreiben, was gerade auf der Bühne passiert. Doch letztendlich hat alles geklappt. „Er ist ein Storyteller“, sagt Dennis Martin über Chris de Burgh. Man habe für „Robin Hood“ komplett neue Musik geschrieben. Ein einziges Zitat an de Burghs Hits gebe es jedoch, und dieses ziehe sich als zentrales Thema durch das ganze Stück: Aus „Don’t Pay the Ferryman“ wurde „Freiheit für Nottingham“. Diesen Song hat Hauptdarsteller Sascha Kurth bei der Pressekonferenz zum Besten gegeben.

Sascha Kurth und Johanna Zett singen das Duett “Endlich frei sein” (Video: Bernd Loskant)

Trotz hoher Nachfrage Chancen auf gute Plätze

Ein weiteres wichtiges Motiv des Musicals ist die Darstellung von Pfeil und Bogen, die bevorzugten Waffen von Robin Hood. Wie setzt man Actionszenen auf einer Bühne mit begrenztem Platz um? Hier haben sich die Produzenten und das Kreativteam um Matthias Davids etwas Besonderes einfallen lassen, um die Zuschauer zu überraschen.

„Robin Hood“ wird von Juni bis September in Fulda aufgeführt und dieses Jahr das einzige Stück sein, das Spotlight im Musicalsommer zeigt. Aktuell sind nur noch zwei Prozent der Karten verfügbar. Für alle, die auf Ticketjagd gehen wollen, hat Peter Scholz einen Tipp: Mitte März werfahrungsgemäß einige Buchungen von Reiseunternehmen zurückgenommen werden und so wieder einige gute Plätze verfügbar sein werden. Der Produzent verriet außerdem: Robin wird im Sommer 2021 zurückkehren. Der Vorverkauf für das nächste Jahr startet im Mai. 

Sascha Kurth singt “Freiheit für Nottingham” (Video: Bernd Loskant)


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