Luang Prabang von oben. (Foto: Jacqueline Bohrmann)

Die letzten Wochen laufen: Jacqueline Bohrmann und Stephan Depta aus Fulda sind seit acht Monaten auf Südostasienreise. So langsam geht die Reise zu Ende. Wie sie ihre letzten Wochen verbringen und wie die Rückkehr aussieht, das verraten sie hier.

Von Jacqueline Bohrmann 

Hallo und liebe Grüße aus dem wunderbaren Laos. Wir haben Thailand jetzt endgültig verlassen, denn unser Visum ist ausgelaufen. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn Laos hat uns verzaubert. Schon vor einigen Wochen, im Zuge eines Visa-Runs, waren wir hier in Luang Prabang. Und weil es uns einfach so gut gefallen hat, sind wir direkt noch einmal her gereist, für insgesamt zwei Wochen.

In diesem Café hoch über der Stadt arbeiten die beiden viel.

Im Moment sitze ich in einem Café mitten in der Altstadt und schreibe diesen Text. Stellt euch warme 30 Grad und ein angenehmes Lüftchen vor. Genauer gesagt sitzen wir nämlich in einer Rooftop Bar mit Dachterrasse. Die ist hier lange nicht so hoch wie in Bangkok, aber vier Stockwerke über der Straße lässt es sich schon aushalten. Vor allem in dieser Stadt. Luang Prabang besticht total durch seine Gelassenheit. Hier ticken die Uhren irgendwie noch langsamer als in Thailand. Bevor wir hier waren, wussten wir nicht, dass das überhaupt möglich ist. Wir fühlen uns außerdem ein bisschen in eine andere Zeit zurück versetzt. Die Häuser hier stammen alle noch aus der französischen Kolonialzeit, was der Stadt ein ganz besonderes Flair verleiht. Dazu gibt es super leckere, französische Restaurants, in denen wir den ganzen Tag verbringen könnten.

Der schönste Nachtmarkt, auf dem wir bisher waren

Als wäre das noch nicht genug, liegt Luang Prabang auch noch umringt vom Mekong und einem Nebenarm. Man hat also ein bisschen das Gefühl auf einer Flussinsel zu sein. Jeden Abend wird die Hauptstraße gesperrt und Händler bauen ihre Stände für den Nachtmarkt auf. Auch der ist etwas ganz besonderes und anders als alle bisher besuchten Nachtmärkte. Hier sucht man vergebens die üblichen gefälschten Markenklamotten und Chinaartikel. Stattdessen gibt’s handgemachte Lampen, traditionell laotische Kleider und selbstbestickte Kissenbezüge von Menschen aus den umliegenden Bergdörfern. Richtig schöne Dinge, bei denen ich mich echt zurück halten muss. Wirklich viel Platz ist im Koffer nämlich nicht mehr.

Jacqueline und Stephan am Nachtmarkt.
Am Abend ist Luang Prabang besonders schön.
Sonnenuntergang über dem Mekong.

Unsere zwei Wochen hier lassen wir auch ganz ruhig angehen. Die meiste Zeit ist zum Arbeiten eingeplant. Wir sitzen fast jeden Tag in einem anderen Café und klappen unsere Laptops auf. Es wollen nämlich noch einige Texte fertiggeschrieben werden über Orte, die wir schon bereist haben. Dafür ist Luang Prabang einfach perfekt. Klar gibt es hier auch ein paar Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Kuang Si Wasserfall, aber die haben wir größtenteils schon bei unserem letzten Besuch abgeklappert. Deswegen haben wir jetzt gaaanz viel Zeit und Muße für die Arbeit am Laptop.

Planung der Rückkehr nach Deutschland geht voran

Nebenbei planen wir eifrig unsere Rückkehr nach Deutschland. Die war jetzt auch schwieriger als gedacht. Wegen des Corona-Virus und weil wir über Peking nach Frankfurt geflogen wären, wurde unser Flug storniert. Ganz schön doofes Gefühl, wenn man erstmal nicht weiß, wie man wieder nach Hause kommt. Dann haben wir zwar einen neuen Flug gefunden und gebucht. Der kostet jetzt aber 100 Euro pro Person mehr und geht zwei Tage früher. Und auch die Wohnungssuche ist nicht so einfach, wenn man nicht vor Ort ist. Ich schätze, dass wir deshalb die ersten Tage bei Freunden und Familie unter kommen und dann hoffentlich schnell eine passende Wohnung finden. 

Zurück in Deutschland stehen dann neue Arbeits-Projekte an, auf die wir uns schon sehr freuen. Ich werde weiterhin freiberuflich arbeiten und plane spannende Zusammenarbeiten. Weil vieles noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, kann ich leider noch nicht mehr verraten. Und Stephan freut sich vor allem wieder aufs Fußballspielen in Kerzell. 

Jacquelines vorangegangene Storys

Thailand-Tagebuch (1): Touri-Attraktionen und eine Horror-Tour

Thailand-Tagebuch (2): Bootsfahrt, Hippie-Insel und Full Moon Party

Thailand-Tagebuch (3): Ein Loch im Knie und brutale Kämpfe

Thailand-Tagebuch (4): Wildlebende Hunde im thailändischen Dschungel

Thailand-Tagebuch (5): Korallen, ein kleiner Hai und ein atemberaubender Ausblick

Thailand-Tagebuch (6): Hinduistische Tempel und verrückte Affen

Thailand-Tagebuch (7): „Singapur ist die teuerste Stadt der Welt“

Thailand-Tagebuch (8): Housesittung auf Phuket

Thailand-Tagebuch (9): Alltag und ein kleiner Schlangen-Zwischenfall

Thailand-Tagebuch (10): Gänsehautmomente in Laos

Thailand-Tagebuch (11): Weihnachten unter Palmen

Thailand-Tagebuch (12): Silvester und Neujahr am Strand bei 30 Grad

Thailand-Tagebuch (13): Mit dem Roller auf thailändisches Festland

Thailand-Tagebuch (14): Chiang Mai – das Mekka der Digital Nomads

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