Stadtteiltreffleiterin Ingeborg Gutberlet und Andreas Raschendorfer von Welcome In präsentieren das Logo. (Foto: Sascha-Pascal Schimmel)

Fulda hat nun einen fünften Stadtteiltreff. Er befindet sich in der Innenstadt und wird von Welcome In betrieben. Verein und Unterstützer hoffen, dass die Bewohner des Stadtteils dadurch enger zusammenrücken.

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist online in sozialen Netzwerken unterwegs. Das hat das Statistische Bundesamt erhoben. Klar, das verwundert jetzt nicht wirklich. Es zeigt aber, wie wichtig Menschen der Kontakt zu anderen ist – unabhängig davon, wo sie sich gerade aufhalten. In Fulda soll nun ein analoges soziales Netzwerk entstehen. In der “realen Welt”, wie es manche formulieren. Wobei man natürlich auch sagen kann, dass digitale Kommunikation nicht weniger real ist – aber halt anders.

Ist ja nun auch egal. Am Samstag jedenfalls haben der Verein Welcome In und Unterstützer während einer Pressekonferenz und Feierstunde ihr neues Projekt vorgestellt, mit dessen Hilfe dieses Netzwerk wachsen soll. Welcome In betreibt nun den Stadtteiltreff in der Innenstadt. “Es ist der fünfte Stadtteiltreff in Fulda”, sagte Jugendamtsleiter Stefan Mölleney auf der Pressekonferenz. “Der Prozess läuft seit mehreren Jahren. Wir wollen irgendwann in sieben Stadtteilen Stadtteilarbeit leisten.”

Stadtteiltreff Fulda: Welcome In Wohnzimmer als zentraler Ort

Die zentralen Orte des neuen Treffs werden das Wohnzimmer und das Studio von Welcome In sein. Die betreibt der Verein bereits seit Sommer 2017 beziehungsweise Sommer 2018. Es soll aber auch in Höfen, Kirchen und anderen Gebäuden der Innenstadt Angebote geben.


Infobox: Projekt Barrierefreiheit

Das Wohzimmer und das Studio von Welcome In hatten lange ein Manko: Sie sind nicht barrierefrei gewesen. An dieses Thema können die Aktiven nun einen Haken machen. Im Studio befindet sich seit Samstag ein WC, das auch Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, nutzen können. Das Studio wiederrum erreichen sie mit Hilfe einer Rampe. Damit können sie ohne Angst zu haben, keine barrierefreie Toilette in der Nähe zu finden, die Angebote des Vereins nutzen.


Dabei wird der Verein den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils nicht alles vorsetzen wie ein fertiges Fünf-Gänge-Menü. Es wird zwar regelmäßige Agebote geben – Kreatives und Bildung im Studio, Beratung im Wohnzimmer und dort zudem alle zwei Wochen freitags ein “Bring and Chill”. (Das Programm findest du auf der Website von Welcome In.) Es sei jedoch wichtig, die Menschen zu involvieren, ihnen zu zeigen, dass sie etwas bewirken können, sagt Ingeborg Gutberlet. Sie leitet den Stadtteiltreff.

Den Stadtteil selbst gestalten

“Es ist nicht wie beim Fernseher, den man anschaltet und wo man dann nur noch zuguckt”, sagt Gutberlet. “Wir lassen Raum, verplanen nicht alles, damit sich die Bewohner einbringen können.” Wer Ideen für Events und Angebote hat, kann sich also aktiv in den Stadtteiltreff einbringen.

“Wir gucken: Wer lebt hier, wer hat welche Anliegen und Interessen”, sagt Mölleney vom Jugendamt. “Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihren eigenen Stadtteil gestalten.” Und Stadtteiltreffleiterin Gutberlet ergänzt: “Die Angebote – zum Beispiel Geocaching oder eine soziokulturelle Stadttour – sollen gemeinschaftlich von allen für alle gestaltet sein.” Am Ende könnte der neue Treff also dazu führen, dass die Bewohner und Bewohnerinnen der Innenstadt enger zusammenrücken.

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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