Der Kreuzberg erhebt sich über dem Naturpark Bayerische Rhön. (Foto: Franz Gerhard/Adobe Stock)

Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Doch es werden immer weniger: Nicht nur die Anzahl, auch die Artenvielfalt schrumpft aufgrund von Faktoren wie Düngemitteln, Lichtverschmutzung und der intensivierten langwirtschaftlichen Bewirtschaftung. Auch verschwinden immer mehr Kleingewässer und Streuobstwiesen, die Lebensraum für Insekten bieten. Nun werden neue Maßnahmen ergriffen, die Insekten schützen sollen.

„Das Insektensterben ist für uns alle sehr besorgniserregend.“, sagt Dr. Diana Pretzell, Direktorin Biodiversitätspolitik des WWF und Leiterin des Projektes, das nun ins Leben gerufen wurde, um gegen den Schwund der Tiere vorzugehen. „In diesem Projekt packen wir gemeinsam an, um Wege für den Schutz von Insekten zu erproben.“


Bundesumweltministerin Svenja Schulze (rechts) überreichte auf der Internationalen Grünen Woche einen Förderbescheid in Höhe von 6,4 Millionen Euro an Dr. Diana Pretzell vom WWF Deutschland. (Foto: WWF Deutschland)

Verbände von Naturschutzexperten, wie der WWF Deutschland, Nationale Naturlandschaften e.V., die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung haben sich mit Landwirten zusammengetan, um Maßnahmen für besseren Insektenschutz zu entwickeln. Wie diese Maßnahmen aussehen können, teilten die Verbundpartner in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit: Blühstreifen, Brachstreifen, Bepflanzung der Straßenränder und insektenschonender Maschineneinsatz sind nur einige Beispiele der Ideen, die die Projektteilnehmer mitbringen.

Biosphärenreservate schaffen Balance zwischen Mensch und Natur

Getestet und bewertet wird das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt an Ackern und Wiesen der fünft UNESCO-Biosphärenreservate Mittelelbe, bayerische Rhön, Schaalsee, Schorfheide-Chorin und Schwarzwald. In diesen Gebieten wird das Zusammenleben von Mensch und Natur beispielhaft getestet und umgesetzt. Diese Idee dazu basiert auf einem Programm der UNESCO aus dem Jahr 1970. Ziel der bisher sechzehn offiziellen Biosphärenreservate ist es, eine Balance zwischen menschlicher Nutzung und natürlichen Kreisläufen zu schaffen und wichtige Lebensräume vor zerstörenden Eingriffen zu bewahren.

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