Kennst du schon „Girls“, „4 Blocks“ und „Atypical“? Diese Woche gibt es gleich dreimal heißen Scheiß.

Foto: Jeshoot-com/Pixabay

Neues Jahr, neue Serie? Das kann, muss aber nicht. Stöberst du durch die zahlreichen Serien und Filmangebote auf Streamingportalen finden sich einige versteckte Schmankerl die nur darauf warten, geschaut zu werden. Und da wir uns nicht entscheiden konnten, welche Serie den Titel „heißer Scheiß der Woche“ verdient hat, gibt es gleich drei Empfehlungen aus der Redaktion.

Übrigens: Seit ein paar Wochen ist unser heißer Scheiß der Woche erweitert, und zwar auf alle möglichen kulturellen Fundstücke, die vielleicht älter, unbekannter oder auch vergessen sind.

„Atypical“

Das Erwachsenwerden ist schwer. Für Sam (Keir Gilchrist) umso mehr. Denn Sam ist Autist. Zwischenmenschliche Beziehungen fallen ihm schwer. Trotzdem sehnt sich der 18-Jährige nach einer Freundin und durchlebt auf seiner Suche alle Probleme, die die Liebe mit sich bringt: den erste Liebeskummer, er verletzt Menschen, die er mag, bis hin zum ersten Kuss. Während das für seine Mitschüler und seinen besten Freund Zahid (Nik Dodani) die einzigen Probleme sind, muss Sam noch mit typisch autistischen Problemen wie Kommunikationsschwierigkeiten und Reizfilterschwäche kämpfen.

Im Laufe der drei bis jetzt erschienen Staffeln wächst Sam an seinen Tiefschlägen und Erfolgen, während seine Familie im Gegenzug den schützenden Raum, den sie für Sam erschaffen haben, schwer loslassen können.

Eine unterhaltsame und gleichzeitig lehrreiche Serie über das Leben eines Jungen, der trotz seiner Krankheit eigentlich nur eines will: Unabhängigkeit.

„Girls“

Zugegeben: Die Serie, die ich zurzeit schaue, ist schon etwas älter. Als sie 2013 erschienen war, hatte ich ihr schon mal eine Chance gegeben und musste feststellen, dass ich mit Anfang 20 noch nicht ganz bereit dafür war. Ich nahm sie zu ernst. Dafür finde ich „Girls“ heute umso spannender: Sechs Staffeln lang begleiten wir vier junge Frauen in New York, die meine Generation geradezu unerträglich genau darstellen. Hannah (Lena Dunham) und ihre Freundinnen sind nämlich all das, was wir von uns selbst nur ungerne zugeben: dramatisch, unentschlossen, egoistisch, selbstzerstörerisch und alles andere als erwachsen.

Überzogen? Auf jeden Fall! Aber während ich mich aufgrund dieses vorgehaltenen Spiegels für mich selbst schäme, muss ich auch regelmäßig darüber lachen, wie kompromisslos die Serie die First-World-Problems junger, weißer, mittelständischer Frauen darstellt. Toxische Beziehungen, unbezahlte Praktika, elitäre Künstlerpartys und immer wieder Drama, Drama, Drama. Und erfrischend unvorteilhafte Nacktszenen. Mein Highlight der Serie: die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Hannah und dem aufbrausenden Creep Adam (Adam Driver), in der beide sich regelmäßig ekelhaft verhalten, sich aber doch nie ganz voneinander lösen können.

Auch mit Ende 20 bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das Ziel der Serie richtig verstanden habe. Sollen wir die Protagonistinnen überhaupt mögen? Ich will sie ständig schütteln, anschreien und dann wieder tröstend in den Arm nehmen. Ähnlich wie meine echten Freundinnen.

„4 Blocks“

Wie der Name schon sagt, geht es um vier Berliner Blocks, die von der libanesischen Familie Hamady kontrolliert werden. Aber das ist nicht genug: Ihr Ziel ist die Kontrolle über ganz Berlin. Der Kampf um Berlins Unterwelt ist in vollem Gange. Es geht um Drogen, Schutzgeld und Glücksspiel. Doch der Erfolg des Familienclans ist nicht von Dauer. Nicht nur die Polizei macht den Hamadys ihr Kerngeschäft, den Drogenhandel, streitig. Andere Clans versuchen dem Clan-Anführer Toni den Rang abzulaufen. Je größer die Macht des Hamady-Clans wird, desto mehr Intrigen und Neid entstehen auch familiär.

Eine überraschend spannende, realistische und emotionale Serie, über die illegalen Machenschaften der Clans.

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