Schüler der Wigbertschule gaben ein Adventskonzert in der Hünfelder Pfarrkirche
Foto: Wigbertschule

In ein Kerzenmeer wurde die Pfarrkirche St. Ulrich in Hünfeld getaucht, als die 80 Schülerinnen und Schüler des Schulchores „WiVox“ mit Kerzen in den Händen summend einzogen. Dies haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher des Adventskonzertes in der überfüllten Kirche erlebt, als am Montag vor den Weihnachtsferien Streicher, Bläser und Sänger zeigten, was sie in den Wochen davor in vielen Proben einstudiert hatten.

Von Christoph Heigel

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Markus Bente eröffnete das Blasorchester Bl-O-W unter der musikalisch eindrucksvollen Leitung von Martin Genßler festlich den Abend mit einer Bearbeitung des Chorals „Herbei, o ihr Gläubigen“. Im weiteren Verlauf des Abends standen weitere bekannte Klassiker auf dem Programm, wie ein Blasorchester-Arrangement des Nocturne von Peter Tschaikowsky, bei dem der Klarinettist Marius Herr (10F) ausdrucksstark als Solist brillierte, sowie eine Bearbeitung des Schlusssatzes von Brahms’ vierter Symphonie. Hier zeigte sich, dass Martin Genßler es versteht, Jugendliche für die großen Werke der klassischen Musik zu begeistern. Als weihnachtliche Anklänge konnte Blasorchester zum Abschluss „Rudolph, the Red-Nosed Reeindeer“ und „In the Bleak Midwinter“ zum Besten geben.

Dass selbstverständlich auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Wigbertschule etwas zum Adventskonzert beitragen konnten, zeigte sich beim Auftritt aller fünften Klassen, die unter Leitung von Pia-Maria Sauer und Martin Genßler „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Engel auf den Feldern singen“ in authentischer Weise zu Gehör brachten. Sie wurden begleitet von den Bläserklassen der Jahrgangsstufe 5 und 6. Weitere bekannte Weihnachtslieder spielten die Jungen Streicher des Kammerorchesters unter Leitung von Katharina Antonovska, die in einigen Familien sicherlich auch am Heiligen Abend zu hören sein werden.

Schüler und Lehrer mit weihnachtlichen Melodien

Ihren Beitrag beim Projekt „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks, bei dem Schulklassen den Kanon von Johann Pachelbel kreativ aufführen sollten, stellte die Klasse 8B vor. Aufbauend auf den ostinaten Grundakkorden, die von Schülerinnen und Schülern mit Klangrohren erzeugt wurden, spielten Violine, Querflöte, Saxophone und Klavier darüber die Kanonmelodien. Die ungewohnte Klangfarbe führte zu einem besonderen Musikerlebnis des bekannten Kanons.

Während in den meisten Ensembles der Wigbertschule größtenteils Schülerinnen und Schüler musizieren, gibt es auch für sangesfreudige Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit gemeinsam zu musizieren: Unter Leitung von Pia-Maria Sauer hatten Sängerinnen und Sänger des Lehrerprojektchores mehrere Stücke einstudiert: „Away in a Manger“ von William Kirkpatrick und „Hört es klingt vom Himmelszelt” von Jester Joseph Hairston beeindruckten durch einen homogenen Klang und präsente Stimmen.

Zahlenmäßig die größte Gruppe dieses Konzertes war der Schulchor „WiVox“ unter der Leitung von Thomas Nüdling. Nach dem stimmungsvollen Einzug der etwa 80 Sängerinnen und Sänger aus allen Jahrgangsstufen mit dem Taizé-Kanon „Magnificat“ standen der adventliche Choral „On Jordan’s bank“ und „Alle Jahre wieder“ auf dem Programm

Über 150 Musiker: beeindruckende Stimmen und zahlreiche Instrumente

Weil der Schulchor immer mehr Zulauf erhält, wurde in diesem Jahr der Chor in einen B-Chor für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 und einen A-Chor für die älteren Sängerinnen und Sänger mit Männerstimmen geteilt. Die jüngeren Sängerinnen und Sänger stellten das Lied „Die Nacht wird hell wie der Tag sein“ vor, bei dem Henry Hambach (6A) und Johanna Vogt (7Z) die Soloteile übernahmen. Weitere Stücke des Chores waren das „Weihnachtsgloria“ von Thomas Nüdling und das mittlerweile traditionell gesungene „Ubi caritas et amor“.

Das Kammerorchester Hünfeld und Wigbertschule brachte schließlich verschiedene Epochen in den Abend ein: Zunächst brachte es englische Barockmusik von Henry Purcel zu Gehör: die Abdelzer-Suite. Gemeinsam mit dem Schulchor stellten die souverän spielenden Streicherinnen und Streicher die letzten beiden Sätze aus dem Weihnachtsoratorium vom Camille Saint-Saens vor und als Abschluss erlebten die Zuhörer die mit Schellen begleitete Petersburger Schlittenfahrt.

Der Abend klang aus mit „Macht hoch die Tür“, gemeinsam von Streichern, Bläsern, Sängern und allen Anwesenden musiziert. Mit einem äußerst beeindruckenden Adventskonzert, an dem mehr als 150 Musikerinnen und Musiker mitwirkten, wurden die Gäste schließlich in einen vorweihnachtlichen Montagabend entlassen.

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