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Im Rahmen einer Lesereihe las die Autorin Tania Witte, die in Berlin und Den Haag lebt, aus ihrem Jugendroman „Die Stille zwischen den Sekunden“ vor.

Von Tatjana Reiter

Womit kann man Jugendliche heute noch dazu bringen, das Handy zur Seite zu legen? Seit dem vergangenen Dienstag kennen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9z und 9s der Wigbertschule in Hünfeld und deren Lehrerinnen eine gute Antwort auf diese Frage: Indem man Tania Witte lauscht und zusieht, wie sie aus ihrem Jugendroman vorliest.

Die Luft in der Mediathek knistert, als Tania Witte sich im Schneidersitz auf den Tisch setzt. Ihre Stimme, die eigentlich stark beansprucht war, wird plötzlich klar, facettenreich und energisch. Hier sitzt nicht mehr Tania Witte, sondern das ist Mara, die Protagonistin des Romans „Die Stille zwischen den Sekunden“.

Nur knapp ist Mara einem Bombenattentat in der U-Bahn entgangen. Ihre Mitschüler nennen sie seitdem „Das Mädchen, das überlebt hat“ und erwarten Betroffenheit von ihr. Aber Mara hat ganz andere Sorgen. Ihre Freundin Sirîn meldet sich immer seltener und scheint plötzlich komplett unerreichbar …

Spannendes Geschenk unterm Weihnachtsbaum

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe ließen sich von Tania Witte mit in Maras Welt ziehen und obwohl auch die Figuren innerhalb der Handlung per Handy kommunizieren, brauchte während dieser 90 Minuten niemand seinen Instagram- oder Snapchat-Account zu „checken“.

Die Autorin wählte sehr geschickt Textpassagen aus, die den Zuhörern einen Einblick in die Charaktere ermöglichen und die Spannung auf das Ende der Geschichte stetig ansteigen ließ. Im Anschluss durften die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen, die die Autorin – nach eigener Aussage – nach Belieben, aber „ehrlich“ beantwortete. Auch hierbei schaffte es die sympathische Berlinerin, die Schülerinnen und Schüler zum Fragen zu motivieren und in einen Dialog mit den Jugendlichen zu treten.

Den Roman „Die Stille zwischen den Sekunden“ selbst zu lesen und das Buch vielleicht sogar als Geschenk unter den Weihnachtsbaum des besten Freundes oder der besten Freundin zu legen, haben sich nicht nur einige Schülerinnen und Schüler, sondern auch mehrere Lehrerinnen vorgenommen, die von der Lesung und vor allem von Tania Witte restlos begeistert waren.

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