Globales Lernen in der Konrad-Zuse-Schule: Für mehr interkulturelle Kompetenz und Weltoffenheit

Auszeichnung für die Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld. Sie hat am Montag das Zertifikat „Grenzenlos-Schule“ erhalten. Sie hat sich zuletzt in besonderem Ausmaß für „globales Lernen“ eingesetzt.

Die Konrad-Zuse-Schule wurde als „Grenzenlos-Schule“ ausgezeichnet. In einer Schulstunde hat die Referentin Alexandra Samokhvalova die Urkunde übergeben. Es waren Schüler, Lehrer und Vertreter aus der Politik anwesend. (Fotos: Karoline Weber)

Schulleiterin Susanne Diegelmann ist von dem Grenzenlos-Projekt überzeugt: „Auf dieser Schule wird Offenheit und Kooperation seit Längerem gepflegt. Die Schule öffnet sich nach außen, Vorurteile werden somit abgebaut.“ Eine Schülerin aus dem Publikum sagte, sie habe sehr viel aus der gemeinsamen Projektzeit gelernt und mitgenommen. Im Rahmen des Projekts „Grenzenlos“ vom World University Service (WUS) wurden viele interessante Workshops durchgeführt. Themen wie Klimaveränderung, Fair-Trade, Bildung, Südafrika und soziale Ungerechtigkeit wurden behandelt. Das Besondere: Die Schüler und Lehrer kooperieren mit ausländischen Partnern, zum Beispiel aus Afrika, Lateinamerika oder Asien. „Grenzenlos“ richtet sich an berufsbildende Schulen in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Hinter dem Projekt „Grenzenlos“ steht die Kernaussage, „globales Lernen“ zu fördern. Es sollen Menschen auf der ganzen Welt vernetzt werden. Berufliche Schulen, die sich besonders engagieren, werden wie die Konrad-Zuse-Schule ausgezeichnet. Die Kooperation mit dem World University Service verläuft absolut unkompliziert, so eine befragte Schülerin aus einem Werbevideo der WUS. Alle Grenzenlos-Referenten arbeiten ehrenamtlich.

„Man lernt nie aus“

An der Feierstunde hat auch Thomas Hering (CDU), Mitglied des Landtages, teilgenommen. Für ihn ist es ein besonderer Tag, da das Wort Kooperation und Vernetzung eine neue Bedeutung erhält. Er lobte die Referentinnen Alexandra Samokhvalova und Melissa Aramayo Alonso für ihr Engagement. Sie würden unter anderem ein grenzenloses und weltoffenes Denken ermöglichen und sind gleichzeitig „wandelnde Lernpläne“. „Mit dem Projekt wurde die interkulturelle Kompetenz gefördert und Wissen ausgetauscht“, sagte Thomas Hering. Denn „man solle nie auslernen“.

Die Hünfelder Stadträtin Martina Sauerbier richtete sich auch an die anwesenden Gäste: „Heute ist es möglich, in unterschiedlichen europäischen Ländern zu arbeiten. Es ist wichtig, sich darauf einzustellen. Es ist heutzutage interkulturelle Kompetenz erforderlich – für eine dauerhafte menschliche Weiterentwicklung. Das Projekt bietet hierfür einen wichtigen Grundstein. Man soll die Chance nutzen und grenzenlos denken und handeln.“

Im Anschluss an die Grußworte stellten die Lehrkräfte die Workshops und ihre Erfahrungen vor. Lehrer und Schüler sind sich einig: Die Schüler haben viel aus der Projektarbeit gelernt. Die Lehrer freuen sich wie auch die Schüler und Referenten auf weitere zahlreiche Kooperationen.

„Ich bin begeistert von dem Engagement der Schüler und Lehrer“

Alexandra Samokhvalova vom World University Service überreichte, stellvertretend für Dr. Kambiz Ghawami, die Urkunde: „Ich bin begeistert von dem Engagement der Schüler und Lehrer wie auch der ehrenamtlichen Referenten. Im Namen des Projektes danke ich allen. Wie wichtig Nachhaltigkeit und eine globalisierte Welt sind, wurde hier an dieser Schule bewiesen.“ Durch die Vernetzung ist eine Transformation zu einer gerechteren Welt möglich. Das Zusammentreffen endete mit einem melancholischen Lied der Schulband.


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